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19.02.2010 09:03 Uhr

FC Augsburg darf auf den Bundesliga-Aufstieg hoffen

Die Mannschaft des FC Augsburg kommt immer besser in Fahrt. Mit 16 von 18 möglichen Punkten aus den zurückliegenden sechs Zweitliga-Punktspielen verbesserten sich die Schwaben auf den dritten Tabellenplatz und dürfen nach 22 absolvierten Saisonspielen plötzlich wieder vom Aufstieg in die Eliteklasse träumen.

Dabei hatte es nach dem 11. Spieltag überhaupt noch nicht so ausgesehen, als sollte den Augsburgern erstmals der Sprung in die Bundesliga gelingen. Zwar war die Mannschaft des niederländischen Trainers Jos Luhukay in einer Umfrage vor dem Saisonstart sogar als einer der Top-Favorit gehandelt worden, doch die Realität sah zunächst anders aus. Vor allem an die neue Impuls-Arena, in die der FCA im Sommer 2009 umgezogen war, musste man sich scheinbar erst gewöhnen. Von den ersten sechs Heimspielen gewann die Mannschaft nur ein einziges – und auch dieser Erfolg gegen den F.C. Hansa war bekanntlich recht kurios zu Stande gekommen.

Immerhin waren die Augsburger in der Lage, ihre Auswärtsbilanz positiv zu gestalten, so dass sie sich nach dem ersten Drittel der Saison auf Rang 9 wiederfanden. Doch bei acht Punkten Rückstand auf den Relegationsrang hatten viele Experten die Augsburger im Kampf um den Bundesliga-Aufstieg bereits abgeschrieben.

Beflügelt vom torreichen 5:4-Auswärtssieg in Fürth am 12. Spieltag war die Mannschaft dann aber plötzlich nicht wiederzuerkennen. Auf einmal spielte sie auch in ihrer neuen Heimat die Gegner förmlich an die Wand, konnte zuletzt all ihre sechs Heimspiele gewinnen. Dabei wurden mit dem FC St. Pauli (3:2) und dem 1.FC Kaiserslautern (4:1) auch die beiden Top-Teams der Liga bezwungen. Die einzige Niederlage im mittleren Drittel der Saison kassierten die Lechstädter im Derby beim TSV 1860 München, das trotz numerischer Überzahl mit 0:1 verloren wurde.

In der Winterpause bastelten die Augsburger weiter an ihrem Kader, trennten sich nach nur sechs Monaten unter anderem auch vom Ex-Rostocker Kevin Schindler, der zum MSV Duisburg weiter zog. Dafür kehrte Mittelfeldspieler Daniel Baier nach nur einem halben Jahr aus Wolfsburg zum FCA zurück. Das grün-rote Trikot tragen neuerdings auch Linksverteidiger Youssef El Akchaoui, der vom niederländischen Erstligisten NEC Nijmegen ausgeliehen wurde, sowie der von Aarhus GF verpflichtete Stürmer Nando Rafael, den der Augsburger Trainer noch aus Mönchengladbach kennt. Der neue Offensivmann machte am vergangenen Sonnabend mit seinem Treffer in der 60. Minute auch gleich den 2:0-Erfolg über Verfolger Fortuna Düsseldorf perfekt. Das 1:0 gegen die Rheinländer, die vor der Partie nur einen Punkt hinter dem FC Augsburg lagen, hatte bereits in der 2. Spielminute sein Sturmpartner Michael Thurk erzielt. Dieser Treffer war bereits das 20. Saisontor des Goalgetters, der damit die Torschützenliste der 2.Bundesliga klar anführt. Kein Wunder, dass die Augsburger insgesamt schon 46 Tore erzielten und neben dem FC St. Pauli die einzige Mannschaft der 2.Bundesliga sind, die im Durchschnitt mehr als zwei Tore pro Spiel erzielt hat.

Die aktuelle Spielstärke des FCA bekam in der vergangenen Woche auch Erstligist 1.FC Köln zu spüren, der im Viertelfinale des DFB-Pokals mit 2:0 bezwungen wurde. Somit bleibt das 0:0 beim 1.FC Union Berlin das einzige Pflichtspiel in diesem Jahr, das die Augsburger nicht gewannen. In diesen sechs Begegnungen nach der Winterpause haben sie zudem nur zwei Gegentore kassiert, so dass der Aufwärtstrend auch ein Verdienst der routinierten Hintermannschaft ist, die vom Ex-Rostocker Uwe Möhrle dirigiert wird. Der mittlerweile 30-Jährige, der von 2002 bis 2005 bereits 60 Bundesliga-Spiele für den F.C. Hansa bestritt, darf nun als FCA-Kapitän darauf hoffen, noch einmal Bundesliga-Luft zu schnuppern.

 

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