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25.01.2007 08:46 Uhr

FC Hansa II beantragt Lizenz für Regionalliga

Auch wenn der FC Hansa II als Tabellenzweiter der NOFV-Oberliga Nord momentan schon zwölf Punkte Rückstand auf Spitzenreiter SV Babelsberg 03 und damit praktisch keine Hoffnung mehr auf den zum Aufstieg berechtigenden ersten Tabellenplatz hat, wurde erstmals seit vielen Jahren wieder ein Lizenzantrag für die Regionalliga gestellt. Dabei macht man eine ganz einfache Rechnung auf, auch wenn Trainer Thomas Finck betont: „Natürlich wünschen wir den Babelsbergern, dass sie die Lizenz erhalten! Doch für den Fall der Fälle wollen wir gerüstet sein. Unser Ziel ist 2008 die neue vierte Liga und die hätten wir im Falle eines Aufstiegs im kommenden Sommer bereits vorzeitig sicher." Auch er weiß natürlich: „In der kommenden Saison werden alle Mannschaften personell kräftig aufrüsten. Das wird dann ein Hauen und Stechen um Platz 4."

 

Dem Spitzenreiter in der laufenden Saison noch auf dem sportlichen Weg den Rang abzulaufen, hält der Hansa-Coach für ausgeschlossen. „Das wäre völlig vermessen. Selbst wenn die Babelsberger in der Rückrunde wieder etwas schwächeln und ein paar Mal verlieren sollten, müssten wir ja praktisch alles gewinnen. Und dazu ist diese junge und relativ unerfahrene Mannschaft einfach nicht in der Lage."

 

Insofern trauert Thomas Finck den November-Ergebnissen hinterher, als auf die Rand-Potsdamer innerhalb von drei Wochen insgesamt neun Punkte verspielt wurden: „Den Tiefpunkt bildeten dabei die 1:2 Heimniederlage gegen Neustrelitz sowie der grottenschlechte Kick eine Woche später beim 0:2 gegen BAK. Und fast noch ärgerlicher war Anfang November das unglückliche 1:2 im direkten Duell mit Babelsberg, wo wir einerseits an unserer schlechten Chancenverwertung, gleichzeitig aber auch am Schiedsrichter gescheitert sind."

Kurz zuvor hatten die jungen Hanseaten noch mit hohen Auswärtssiegen beim BFC Dynamo (5:0) und in Eberswalde (6:1) auf sich aufmerksam gemacht. „Das waren natürlich die positiven Highlights der Hinrunde. Nicht nur vom Ergebnis, sondern auch von den spielerischen Leistungen", freute sich Finck, der zuletzt besonders mit der Entwicklung von Sebastian Albert und Tom Mauersberger zufrieden war: „Und natürlich Robert Franke, der in acht Spielen acht Tore gemacht hatte, bevor er mit seiner schweren Verletzung langfristig ausfiel." Der Trainer der Hansa-Reserve hofft, dass sein Torjäger bald wieder zur Verfügung steht: „Dosiert trainiert er schon wieder mit der Mannschaft und wenn alles optimal läuft, kann er beim

 

Rückrundenauftakt Ende Februar in Torgelow mitwirken." Im Gegensatz zu Dirk Jonelat, der auf Grund akuter Knieprobleme noch kein Saisonspiel bestreiten konnte und im Heilungsprozess immer wieder Rückschläge erlitt. Momentan befindet er sich wieder einmal im Aufbautraining und hat noch Hoffnung, im Verlauf der Rückrunde in den Kader zurückkehren zu können.

Drei neue Spieler konnte Thomas Finck am 10.Januar zum ersten Training im neuen Jahr begrüßen, wobei er Abwehrspieler Rene Lange und Stürmer Guido Kocer schon aus seiner Zeit als B-Jugend-Trainer des FC Hansa kennt. Einziges neues Gesicht war Danny Beier, der in der Winterpause von Tasmania 73 Berlin an die Ostsee wechselte: „Eine Investition in die Zukunft. In dieser Saison wird er noch Zeit bekommen, sich an die neue Liga zu gewöhnen." Verlassen hat den Verein dagegen Patrick Jahn. Er heuerte beim Verbandsliga-Tabellenführer Greifswalder SV an, den der FC Hansa II im Achtelfinale des Landespokals bezwingen konnte, bevor im Viertelfinale mit dem Torgelower SV Greif ein weiterer Mitfavorit eliminiert wurde. „Nun wollen wir natürlich auch zum dritten Mal in Folge Pokalsieger werden, zumal wir uns in diesem Jahr letztmalig für den DFB-Pokal qualifizieren dürfen", erklärt Thomas Finck. Verbleibende Konkurrenten um den begehrten Pott sind Schönberg 95, TSG Neustrelitz und Verbandsligist FSV Bentwisch.

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