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26.02.2010 08:37 Uhr

F.C. Hansa reist zum drittbesten Rückrundenteam nach Fürth

Keine Mannschaft gehört so lange ununbrochen der 2. Bundesliga an wie die SpVgg Greuther Fürth. Seit dem Aufstieg im Jahre 1997 landeten die „Kleeblätter“ regelmäßig auf einem einstelligen Tabellenplatz, konnten aber nie den Aufstieg in die höchste Spielklasse realisieren. Zuletzt schienen sie sogar auf den fünften Rang abonniert zu haben, den sie in den Abschlusstabellen der vergangenen neun Jahre sage und schreibe siebenmal belegten.

Nach der Hinrunde der laufenden Saison sah es allerdings danach aus, als könnte die 13. Zweitliga-Saison in Folge vielleicht sogar die vorerst letzte der Franken werden. 33 Gegentore hatte die bis dato schlechteste Defensive der zweiten Liga kassiert, so dass die Mannschaft nur auf Rang 15 in die Winterpause ging. Und dies, obwohl man sogar mehr Tore geschossen hatte als Herbstmeister 1. FC Kaiserslautern.

In die Rückrunde starteten die Fürther mit einem neuen Trainer – und neuem Schwung. Am 27. Dezember hatte der Ex-Schalker Mike Büskens die Mannschaft übernommen und scheinbar sehr gut auf die zweite Halbserie vorbereitet. Mit drei Siegen in Serie erwischte sie einen Start nach Maß, bezwang Primus 1. FC Kaiserslautern klar mit 3:0, gewann in Frankfurt sogar 5:0 und blieb auch beim 1:0 Erfolg über Energie Cottbus ohne Gegentor.

Die in der Hinrunde noch löchrigste Abwehr der Liga war plötzlich nicht mehr wiederzuerkennen, während die Offensive unverändert torgefährlich blieb. Pech hatte die Spielvereinigung anschließend bei den beiden 1:2-Niederlagen in Bielefeld, wo man eine 1:0-Pausenführung noch verspielte, und gegen 1860 München, als man den entscheidenden Gegentreffer erst in letzter Minute kassierte.

Zwischenzeitlich ließen die Fürther allerdings im Pokal-Viertelfinale aufhorchen, als sie durch Tore von Christopher Nöthe und Sami Allagui bis zur 58. Minute beim FC Bayern mit 2:1 führten und erst ein sehr umstrittener Handelfmeter für die Wende im Spiel sorgte.

Auch in der 2. Bundesliga lässt das Fürther Sturmduo aufhorchen – von keiner anderen Mannschaft findet man gleich zwei Akteure im Vorderfeld der Torschützenliste. Nachdem Sami Allagui am vergangenen Sonntag mit seinem 10. Saisontor den 1:0-Erfolg in Oberhausen sicher gestellt hatte, belegt er gemeinsam mit Christopher Nöthe den sechsten Platz dieser Rangliste.  Gleichzeitig sorgte der Auswärtssieg über RWO dafür, dass die Fürther in der Rückrundentabelle den dritten Rang belegen.

Insgesamt verfügen die Franken über den drittbesten Angriff der Liga und belegen vor dem Heimspiel gegen den F.C. Hansa Rang 10 der Zweitliga-Tabelle. Obwohl sie mit zwölf Saisonniederlagen genauso oft verloren haben wie der F.C. Hansa, verbuchen sie schon sechs Punkte mehr auf dem Konto als ihr direkter Kontrahent.

An das Hinspiel in Rostock erinnern sich die Fürther aber nur ungern, kassierten sie an der Ostsee doch ihre höchste Saisonniederlage. Für das 0:4 in der DKB-Arena wollen sich die „Kleeblätter“ nun revanchieren, müssen wegen Gelb-Sperren allerdings auf Linksverteidiger Kim Falkenberg und den erst im Januar aus Mainz verpflichteten Mittelfeldspieler Milorad Pekovic verzichten.

 

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