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23.12.2010 13:52 Uhr

F.C. Hansa Rostock leiht Mittelfeldspieler Michael Blum aus

Der F.C. Hansa Rostock hat Mittelfeldspieler Michael Blum vom Zweitligisten MSV Duisburg bis zum Saisonende ausgeliehen. Der 21-Jährige wird am 3. Januar in Rostock erwartet und zwei Tage später beim Trainingsauftakt des F.C. Hansa dabei sein. "Michael Blum ist ein Spieler, der unser Mittelfeld zusätzlich verstärken wird", äußerte sich Trainer Peter Vollmann zu dem Transfer. Auch Hansa-Manager Stefan Beinlich freut sich auf den Neuzugang: "Mit Michael Blum konnten wir einen offensiven, spielstarken Akteur verpflichten." Über die Transfermodalitäten haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart 

Michael Blum: Ich komme, um zu helfen!

Am Mittwochabend weilte Michael Blum, der am 25. Dezember 22 Jahre alt wird, beim DFB-Pokalspiel seines bisherigen Vereins MSV Duisburg in Köln. Nun leiht der Zweitligist den Mittelfeldspieler an den F.C. Hansa Rostock aus.

Michael, wie verbringen Sie die Zeit bis zum 5. Januar 2011?

Blum: Ich werde zu Hause Weihnachten feiern, anschließend mit meiner Freundin Melissa ein wenig Wellness machen. Am 3. Januar komme ich dann wahrscheinlich schon nach Rostock, um eine Wohnung zu finden und am 5. Januar werde ich beim Trainingsstart dabei sein.

Werden Sie allein nach Rostock kommen?

Blum: Ich werde mit meiner Freundin, die zurzeit eine Ausbildung zur Eventmanagerin in Düsseldorf macht, eine Wohnung suchen und dann erst einmal allein hier sein.

Seit wann hatten Sie denn Kontakt zum F.C. Hansa?

Blum: Der Kontakt kam vor ca. vier Wochen zwischen Manager Stefan Beinlich und Trainer Peter Vollmann zustande. Danach war ich in Rostock, habe mir alles angeschaut und war von den Bedingungen hier total begeistert. Ich war zwar schon einmal zu einem Spiel in der DKB-Arena, aber dass Hansa solch ein tolles Umfeld hat, wusste ich nicht. Respekt, Respekt. Danach habe ich mit Herrn Beinlich und Herrn Vollmann mehrere sehr gute Gespräche geführt und mich für den F.C. Hansa entschieden.

Auf welcher Position spielen Sie denn am liebsten?

Blum: Eigentlich im linken Mittelfeld. Ich habe aber auch schon in der Abwehr hinten links gespielt.

Auf dieser Position haben sich mit Tobias Jänicke und Björn Ziegenbein zwei Spieler besonders hervorgetan...

Blum: Das ist mir bekannt. Aber ich will diesen Kampf annehmen und ich scheue mich nicht vor der Konkurrenz.

Ihr Ziel?

Blum: Ich will mit Hansa aufsteigen und 2. Liga spielen.

Sie kommen vom MSV Duisburg, haben dort wenig gespielt. Was hat nicht gepasst?

Blum: Ich bin vor Saisonbeginn sehr früh verpflichtet worden. Danach holte der Verein aber noch einige Wunschspieler des Trainers, so war ich plötzlich draußen. Das war natürlich für einen ehrgeizigen, jungen Spieler wie mich unbefriedigend und das wollte ich jetzt im Winter ändern. Ich komme, um zu spielen und zu helfen.

Sie wohnen in Düsseldorf, haben dort schon mit vier Jahren begonnen. Wie kam das?

Blum: Meine Eltern haben mich damals angemeldet. Unsere Wohnung lag direkt neben dem Fußballplatz von „Linksrheinisch“. Ich bin damit der erste Sportler in der Familie, denn mein älterer Bruder Christoph hat sich mehr der IT-Branche verschrieben.

Welches Gefühl war es für Sie, als Düsseldorfer für die Fortuna zu spielen?

Blum: Genial. Das war der erste Weg zum Leistungssport, mit vier Mal Training die Woche. Es war in der Jugend für uns als Spieler wie eine Art kleine Bundesliga mit allen Spitzenteams von Nordrhein-Westfalen.

Aber für den Profifußball hat Sie dann der KSC beim Länderturnier in der Sportschule Wedau entdeckt?

Blum: Stimmt. Ede Becker hatte ich dann als Amateur beim KSC bzw. Markus Schupp bei den Profis als Trainer.

Dort haben Sie dann auch schon Martin Stoll kennengelernt?

Blum: Genau. Wir haben bei den Profis zusammen trainiert. Nun freue ich mich am 5. Januar auf ein Wiedersehen.

 

Porträt Michael Blum

Michael Blum - Ein „junges Zebra“ am Rostocker Zoo

Von der Internetseite des MSV Duisburg lachte er noch mit dem heimischen Klub-Wappentier, dem Zebra, um die Wette – jetzt findet man Michael Blum gewissermaßen am Rostocker Zoo, genauer natürlich beim F.C. Hansa Rostock in der DKB-Arena. Der 21-Jährige ist praktisch von Manager Stefan Beinlich und Trainer Peter Vollmann „eingefangen“ worden. Wie schon im Falle von Björn Ziegenbein oder Martin Stoll haben sich die beiden Hanseaten intensiv über Michael Blum kundig gemacht, ihn oft beobachten lassen und nun „zugeschlagen“.

Michael Blum wurde am 25. Dezember 1988 in Düsseldorf geboren. Blum ist Linksbeiner, 1,89 m groß, 80 kg schwer, kann sowohl im Mittelfeld als auch in der Abwehr spielen. Als Vierjähriger fing er bereits mit dem Fußballspielen an. „Der Platz war direkt um die Ecke“, erzählt er. Sein erster Verein hieß DCFR Linksrheinisch. In der Jugend des DCFR Linksrheinisch und des BV 04 Düsseldorf groß geworden, wechselte der Linksfuß als C-Jugendlicher zum Flinger Broich zu Fortuna Düsseldorf. Danach ging er für zwei Jahre zu Rot-Weiß Essen. Es folgte ein gelungenes erstes Seniorenjahr beim Oberligisten VfB Speldorf, ehe er im Sommer 2008 zum KSC wechselte.

Zuvor war er beim U21-Länderpokal von den Karlsruhern entdeckt und zum Probetraining eingeladen worden. Dort kickte Blum zunächst in der Regionalliga-Elf parallel zu seiner Ausbildung als Industriekaufmann beim Hauptsponsor des Vereins. Doch unter dem damals neuen Trainer Markus Schupp schaffte der vielseitig einsetzbare Blondschopf langsam  den Durchbruch. Genauer: Zur Saison 2008/09 verpflichtete ihn der damalige Bundesligist Karlsruher SC erst für seine zweite Mannschaft in der Regionalliga Süd. Dort kam er in seinem ersten Jahr auf 31 Spiele, in denen er zwei Tore erzielte. Nach dem Abstieg der Profimannschaft des KSC stand er dann in der Zweitliga-Saison 2009/10 auch im Kader der ersten Mannschaft und kam in den ersten elf Spielen fünf Mal zum Einsatz.“
Michael Blum stand am 14. September 2009 bei seinem Zweitligadebüt für den Karlsruher SC gerade einmal zwei Minuten auf dem Platz, da bereitete er den Treffer von Alexander Iashvili zum 2:4-Endstand gegen Energie Cottbus mit einer Flanke mustergültig vor. Trainer Markus Schupp bescheinigte dem gebürtigen Düsseldorfer nach Einwechslungen gegen den FSV Frankfurt und FC Augsburg auch „ein ordentliches Spiel“ in der Anfangsformation bei seinem 4. Zweitligaeinsatz gegen Rot-Weiß Oberhausen (1:1) im linken Mittelfeld. Blum hatte zu dieser Zeit immerhin Marco Engelhardt ersetzt.

Michael Blum trifft in dem letzten Hansa-Neuzugang Martin Stoll auf einen alten Bekannten aus Karlsruhe. Allerdings, während Stoll vor eineinhalb Jahren in die Schweiz wechselte, ging Blum zum Saisonbeginn 2010/2011 für zwei Jahre (plus 1 Jahr Option) zum MSV Duisburg, wo er unter dem dortigen Trainer Milan Sasic allerdings bisher nur wenig zum Zuge kam. Das Problem? Die Kollegen Kollegen Veigneau, Sahan und Trojan. Sie wurden bislang bevorzugt eingesetzt. So war Blum einstweilen vor allem Stammkraft in der NRW-Liga in der 2. Mannschaft.
Also warb der F.C. Hansa nun um den jungen Spieler und konnte sich mit ihm und dem Duisburger Zweitligisten auf ein Ausleihgeschäft einigen. Das Ziel zurück in den Profifußball, Aufstieg in die 2. Liga.

Die DKB-Arena hat Michael Blum übrigens nicht in so schlechter Erinnerung: Zwar verlor er mit dem KSC am 21.11.2009 mit 1:2. Aber ihm persönlich gelang damals mit einem Linksschuss das 1:1 (48.). Es war in 15 Zweitligaspielen einer von zwei Treffern. Dazu kommen außerdem 51 Regionalligaspiele und drei Tore.

 


 

 

 

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