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30.03.2011 12:43 Uhr

F.C. Hansa vor 36. Heimspiel gegen FC Carl Zeiss Jena

Wenn am kommenden Sonnabend der FC Carl Zeiss Jena beim F.C. Hansa gastiert, handelt es sich bereits um das 73. Pflichtspiel zwischen beiden Vertretungen. Gegen keine andere Mannschaft haben die Hanseaten damit so oft gespielt wie gegen die Saalestädter, die nun auch schon zum 36. Mal in Rostock zu Gast sind. Neben 29 Meisterschaftsspielen der DDR-Oberliga wurden im Ostseestadion je drei Begegnungen der 2. Bundesliga sowie im FDGB-Pokal ausgetragen. Und nun findet in der Rostocker DKB-Arena auch das erste Drittliga-Punktspiel zwischen Hansa und Jena statt.
 
Erstmals überhaupt gastierten die Thüringer am 28. September 1958 im Ostseestadion, wo das Duell noch SC Empor Rostock gegen SC Motor Jena hieß. Bei dieser Premiere verwandelten die Hausherren einen frühen Rückstand durch Kirsch mittels Toren von Herbert Holtfreter und Artur Bialas in einen 2:1-Erfolg, den ersten von insgesamt 14 Siegen in den 29 Oberliga-Heimspielen gegen Jena zwischen 1958 und 1991.
 
Ein absolutes Highlight war am 28. Oktober 1962 der 2:0-Erfolg des SC Empor über den SC Motor, den im überfüllten Ostseestadion die Tore von Werner Drews und Knut Wittenbecher sicherstellten. Damit bauten die Empor-Fußballer ihre Tabellenführung auf drei Punkte gegenüber dem direkten Kontrahenten aus. Am Ende der Saison 1962/63 wurden die Jenenser trotzdem noch DDR-Meister und die Rostocker lediglich Vizemeister.
 
Eine ähnliche Situation gab es in der Saison 1967/68, nur dass die Mannschaften inzwischen schon ihre heutigen Namen trugen. Am 8. Mai 1968 waren offiziell 35.000 Zuschauer im Ostseestadion und völlig aus dem Häuschen, als Jürgen Decker zunächst den 0:1-Pausenrückstand durch Stein egalisierte und Herbert Pankau eine Minute vor dem Ende den 2:1-Siegtreffer markierte. Vier Spieltage vor dem Saisonende waren beide Vertretungen damit punktgleich an der Tabellenspitze, doch auch damals beendete der F.C. Hansa die Saison nur als Vizemeister hinter dem FC Carl Zeiss Jena.
 
Ein halbes Jahr später feierten die Hanseaten ihren höchsten Heimsieg über die Jenenser. Am 9. November 19868 brachte Gerd Kostmann seine Mannschaft per Hattrick in Führung und nach Irmschers Anschlusstreffer machte dann Wolfgang Barthels den 4:1 Erfolg perfekt. Am Ende fehlten den Thüringern diese beiden Punkte zur Titelverteidigung, während der F.C. Hansa die Saison schließlich als Tabellenvierter beendete und sich damit zum zweiten Mal in Folge für den internationalen Wettbewerb qualifizieren konnte.
 
Unvergessen ist natürlich auch das Achtelfinal-Rückspiel im FDGB-Pokalwettbewerb 1972/73, der damals noch im Europapokalmodus ausgetragen wurde. Dabei machte der F.C. Hansa die 1:4-Auswärtsniederlage noch wett und zog mit Hilfe eines Hattricks von Dietrich Kehl sowie den daraus resultierenden 3:0-Heimsieg in die nächste Runde ein.
 
Im 59. und zugleich letzten Oberliga-Punktspiel zwischen beiden Mannschaften am 1. März 1991 feierte der F.C. Hansa durch Tore von Jens Dowe (2) und Juri Schlünz – bei einem Gegentreffer von Krajisnik – einen 3:1-Erfolg über den FC Carl Zeiss Jena. Der gilt bis heute unverändert als letzter Heimsieg über die Saalestädter, obwohl es in der Zwischenzeit auch noch drei Zweitliga-Heimspiele gab. Am 12. Dezember 1992 unterlag der F.C. Hansa durch ein frühes Molata-Gegentor mit 0:1 und am 6. Mai 1994 trennte man sich 0:0 unentschieden.
 
Danach spielten die Hanseaten über einen längeren Zeitraum höherklassig und es dauerte zwölfeinhalb Jahre bis zum Wiedersehen mit den Jenensern. Am 3. November 2006 markierte Rene Rydlewicz das einzige Hansa-Heimtor gegen den FC Carl Zeiss Jena der vergangenen zwei Jahrzehnte. Da Hasse die Gäste kurz zuvor aber in Führung gebracht hatte, endete die Partie 1:1 unentschieden und die Hanseaten warten nun schon seit 241 Monaten auf einen Heimsieg gegen die blau-gelb-weißen Thüringer. Am kommenden Sonnabend gibt es jetzt eine neue Gelegenheit, diesen Bann zu brechen.

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