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22.03.2006 15:01 Uhr

F.C. Hansa vor englischer Woche: Drei Spiele in acht Tagen

Frustabbau im Dreierpack: Gleich dreimal innerhalb von acht Tagen muss der F.C. Hansa in dieser Woche auf den Platz, kann sich dabei aber für die ärgerliche 1:2-Niederlage am vorigen Montag im Ostderby bei Erzgebirge Aue rehabilitieren. Bevor das Team von Trainer Frank Pagelsdorf am kommenden Mittwoch (29. März, 18.00 Uhr) das Nachholspiel bei Eintracht Braunschweig bestreitet und am darauf folgenden Sonntag in Unterhaching antritt, ist mit dem Karlsruher SC ein Aufstiegsaspirant zu Gast im Ostseestadion.

Anders als in den letzten Auswärtspartien ist der F.C. Hansa zu Hause eine Macht und peilt den dritten Sieg in Serie an. Zudem dürften sich alle Rostocker noch gerne an das letzte Gastspiel der Badener im Ostseestadion erinnern: Am 9. Mai 1998 gab es noch in der Bundesliga einen 4:2-Erfolg.

Die Chance den Rückstand auf die viertplatzierten Karlsruher bei sechs Punkten zu halten, vergab unsere Mannschaft in Aue. Dabei zeigte der F.C. Hansa im Erzgebirgsstadion eine sehr gute erste Halbzeit, in der die Mannschaft durch konsequentes Forechecking Aue immer wieder unter Druck setzte und sich Tormöglichkeiten erarbeitete. Schon in der 11. Minute hatte Marcel Schied die Führung auf dem Fuß, als er nach einem Freistoß von Kevin Hansen fünf Meter vor dem Tor an den Ball kam. Aues Torhüter Tomasz Bobel wehrte den Direktschuss aber mit einem glänzenden Reflex ab.

Sechs Minuten später ging unsere Mannschaft dann aber doch in Front. Diesmal hatte Kevin Hansen, der zu Saisonbeginn eigentlich nach Aue wechseln wollte, dann aber nach einer nicht bestandenen sportärztlichen Untersuchung zum F.C. Hansa zurückkehrte, eine Ecke herein. Der Ball wurde zu Rade Prica abgewehrt, dessen Schuss ausgerechnet der frühere Rostocker Uwe Ehlers ins eigene Tor abfälschte. Auf der Linie rutschte das Leder Florian Heller noch durch die Beine.

In der 20. Minute hätte Rade Prica, der wie sein schwedischer Landsmann Magnus Arvidsson den F.C. Hansa im Sommer verlassen und nach vier Jahren in Rostock zu Aalborg BK nach Dänemark wechseln wird, schon für eine Vorentscheidung sorgen können, ging aber bei einem Konter nicht konsequent genug Richtung Tor. Stattdessen passte er etwas ungenau zu Marcel Schied, der den Ball dennoch Richtung Tor brachte, wo aber erneut Bobel stark reagierte. Pech hatten die Rostocker dann in der 39. Minute, als Marcel Schied in aussichtsreicher Position zu Unrecht wegen einer angeblichen Abseitsposition zurückgepfiffen wurde.

Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie dann aber innerhalb weniger Minuten. In der 48. Minute gelang dem Georgier David Siradse, der anstelle des an einer Virus-Infektion erkrankten Andrzej Juskowiak im Sturm ersetzte, fast aus heiterem Himmel der Ausgleich. Vier Minuten später stand erneut Siradse richtig und erzielte per Kopf das 2:1. Trotz Überzahl nach der Roten Karte für Tomas Klinka nach einem bösen Foul an Tim Sebastian (54.) fanden die Rostocker danach nicht wieder zu ihrem starken Spiel aus der ersten Halbzeit. Mathias Schober verhinderte in der 78. Minute mit einer Glanzparade gegen Christian Lenze sogar das mögliche 3:1.

„Wir müssen eigentlich nur das 2:0 nachlegen, dann ist das Spiel eigentlich entschieden“, meinte Marcel Schied nach der Partie selbstkritisch: „Aber die zweite Halbzeit war gar nichts, da muss einfach mehr kommen.“

Eine Woche zuvor hatte der F.C. Hansa gegen Wacker Burghausen seine Heimstärke unter Beweis gestellt. Beim 1:0-Erfolg, dem dritten Sieg in den letzten vier Spielen im Ostseestadion, war Winter-Neuzugang Djordjije Cetkovic der Mann des Tages. Der Mittelfeldspieler, der im Januar von Vozdovac Belgrad an die Ostsee gekommen war, erzielte mit seinem ersten Treffer für den F.C. Hansa bereits in der 16. Minute das Tor des Tages.

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