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28.09.2010 09:02 Uhr

F.C. Hansa vor Neuauflage des Klassikers

Bevor die 3. Liga zwischen dem 11. und 12. Spieltag wieder eine Punktspielpause einlegt, steht für die Hanseaten noch ein echter Klassiker auf dem Programm. Am Sonnabend, dem 2. Oktober, trifft unsere Mannschaft ab 14 Uhr im Ernst-Abbe-Sportfeld auf den gastgebenden FC Carl Zeiss Jena. Dabei handelt es sich bereits um das 72. Pflichtspiel-Duell mit dem Thüringer Traditionsverein – gegen keine andere Mannschaft ist der F.C. Hansa noch häufiger angetreten! 59 Punktspiele fanden im Rahmen der DDR-Oberliga statt, je sechsmal traf man in der 2. Bundesliga sowie in den Spielen um den FDGB-Pokal aufeinander. Und nun folgt die erste Begegnung beider Teams in der 3. Liga.
 
Auch das Stadion im Jenaer Ernst-Abbe-Sportfeld ist ganz oben in der Rangliste zu finden. Sieht man einmal von der heimischen DKB-Arena ab, hat der F.C. Hansa nirgendwo mehr Pflichtspiele absolviert als am Fuße der Jenaer Kernberge, wo die Hanseaten am kommenden Sonnabend bereits ihr 35. Gastspiel geben. Einmal hieß der Kontrahent dort allerdings auch Bayer 04 Leverkusen, gegen den es am 21. Juli 2004 im Rahmen des DFL-Ligacups ein 1:1-Unentschieden gab, bevor der F.C. Hansa das Elfmeterschießen mit 3:4 verlor und damit ausgeschieden war. Zu den bislang 33 Auswärtsspielen beim FC Carl Zeiss Jena gehört zudem ein Pokalspiel, das der FCH am 25. November 1972 hoch mit 1:4 verlor, aber dennoch eine Runde weiter kam! Seinerzeit gab es im FDGB-Pokal einen Modus mit Hin- und Rückspiel und eine Woche später konnte in Rostock das Blatt noch gewendet werden. Ein Hattrick von Dietrich Kehl sorgte für den 3:0-Heimsieg der Hanseaten, die dank des Auswärtstores von Lothar Hahn ins Viertelfinale einzogen.
 
Von den 32 Meisterschaftsspielen in Jena kehrten die Rostocker sehr oft mit leeren Händen nach Hause zurück. Vor allem im ersten Vierteljahrhundert der Duelle zwischen Saale- und Ostseestädtern blieben die Punkte noch regelmäßig in Thüringen. In den 22 Oberliga-Auswärtsspielen zwischen 20. April 1958 und 2. April 1983 gab es 21 Niederlagen! Einzige Ausnahme bildete der 10. November 1963, als Treffer von Werner Drews, Gerhard Sackritz und Heino Kleiminger für den 3:1-Erfolg in Jena sorgten. Etwas erfolgreicher agierten die Hanseaten dann bei ihren letzten sieben Oberliga-Gastspielen in Jena, von denen immerhin drei gewonnen werden konnten. Am 1. Oktober 1983 sowie am 21. Mai 1988 schossen Jens Koppe bzw. Andreas Babendererde die goldenen Tore zu den beiden 1:0-Siegen, während es am 17. August 1990 den bislang höchsten Auswärtssieg in Jena gab. Für den 3:0-Erfolg zeichneten die Treffer von Florian Weichert, Volker Röhrich und Henri Fuchs verantwortlich.
 
In der 2. Bundesliga ist die Bilanz der drei in Jena ausgetragenen Begegnungen ausgeglichen, wobei auch hier die Erfolgskurve der Hanseaten nach oben zeigt. Am 15. Juli 1992 verlor der F.C. Hansa trotz eines Treffers von Witold Kubala mit 1:2, während es am 23. Oktober 1993 dann zwar kein Hansa-Tor, durch das 0:0 allerdings einen Punktgewinn zu feiern gab. Besonders gute Erinnerungen haben die Hansa-Fans aber vor allem noch an den 30. März 2007, als ein 2:1-Auswärtssieg gefeiert werden durfte. Die Führung durch Gledson aus der 36. Spielminute hatten die Jenenser zwar fünf Minuten vor dem Ende ausgeglichen, doch praktisch im Gegenzug markierte Djordjije Cetkovic das 2:1 aus Rostocker Sicht und sicherte seiner Mannschaft noch die drei Punkte.
 
Am kommenden Sonnabend steigt nach dreieinhalb Jahren Pause nun das nächste Duell zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem F.C. Hansa. Es ist das 66. Punktspiel zwischen beiden Vertetungen und das 33. Meisterschaftsspiel der Hanseaten, das im Jenaer Ernst-Abbe-Sportfeld stattfindet. Dort soll der Erfolg von 2007 möglichst wiederholt und damit der sechste Auswärtssieg in Jena eingefahren werden. Auch wenn sich das Gesicht beider Mannschaften inzwischen stark verändert hat. Vom damaligen 18er-Kader des F.C. Hansa wirken diesmal nur noch Jörg Hahnel und Marcel Schied mit, die zuletzt beim 2:1-Auswärtssieg in Jena allerdings 90 Minuten lang auf der Ersatzbank saßen. Von den 14 seinerzeit eingesetzten Hanseaten fällt Dexter Langen zur Zeit verletzt aus, sitzt Stefan Beinlich nunmehr als Manager auf der Bank und spielt Sebastian Hähnge inzwischen beim Gegner. Aus dem aktuellen Zeiss-Kader hat neben dem ehemaligen Hansa-Stürmer nur noch Mittelfeldspieler Felix Holzner das letzte Aufeinandertreffen aus dem Rasen des Ernst Abbe Sportfeldes miterlebt. Die Karten sind am kommenden Sonnabend also komplett neu gemischt.
 

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