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11.02.2009 15:23 Uhr

Felix Kroos vor Heimdebüt in der Startelf

Dass alles so schnell gehen würde, daran hatte auch Felix Kroos vor wenigen Wochen noch nicht geglaubt. „Denn eigentlich war es so abgesprochen, dass ich zwar die komplette Vorbereitung bei den Profis mache, dann aber in der Rückrunde wieder in der zweiten Mannschaft Spielpraxis sammeln soll“, blickt der 17jährige auf die Winterpause zurück, in der dann doch alles anders kam. „Natürlich wusste ich um meine Qualitäten, habe mich von Anfang an voll reingehängt und immer mein Bestes gegeben. Aber dass es so optimal lief, war dann doch wie im Traum“, erklärt der jüngere der beiden Kroos-Brüder, der einst als Fünfjähriger beim Greifswalder SC mit den Fußballspielen begann. Trainer von Felix und des ein Jahr älteren Toni war damals bereits Vater Roland, der früh das Talent seiner beiden Söhne erkannte. Schon in Greifswald, aber auch - nach dem kompletten Umzug der Familie Kroos nach Rostock im Jahre 2001 - später beim F.C. Hansa spielte Felix schon immer im höheren Jahrgang. Das galt dann auch in der Landesauswahl und bei seinem Nationalmannschaftsdebüt, dass er als 15jähriger im September 2006 bei der U16-Auswahl gegen Nordirland gab.

Vorläufiger Höhepunkt seiner Fußballer-Laufbahn ist nun sein Profi-Debüt, das Felix Kroos Ende Januar geben durfte. Als er im Pokal-Viertelfinale beim VfL Wolfsburg und vier Tage später beim Zweitliga-Spiel gegen den MSV Duisburg eingewechselt wurde, war er der jüngste Spieler seit mehr als 15 Jahren, der in einem Pflichtspiel des F.C. Hansa zum Einsatz kam. Zuletzt hatte im August 1993 mit dem heutigen Augsburger Marco Küntzel ein 17jähriges Talent sein Debüt in der ersten Hansa-Mannschaft gefeiert. Nur rund vier Monate älter als er war nun Felix Kroos.
Besonders aufgeregt sei er dabei nicht gewesen. „Als die Einwechslung in Wolfsburg signalisiert wurde, hatte ich ja überhaupt keine Zeit, lange darüber nachzudenken“, gesteht Felix, der schließlich beim zurückliegenden Auswärtsspiel in Aachen dann auch erstmals in der Startelf stand. „Da habe ich von meiner Nominierung natürlich schon am Vormittag nach dem Abschlusstraining erfahren. Nervös war ich trotzdem nicht, vielleicht ein bisschen angespannt. Aber das hat sich im Spiel schnell gelegt“, erinnert sich Felix Kroos, der sich gleich voll ins Zeug legte, auch auf Kosten einer frühen Gelben Karte: „Wir wollten von Anfang an aggressiv zu Werke gehen. Das habe ich getan! Aber natürlich hat mich der Trainer dann in der Pause zur Seite genommen und mir klar gemacht, dass ich mich ein bisschen zurücknehmen soll.“
Dass Dieter Eilts den Gelb-Rot-gefährdeten Youngster jedoch erst nach einer Stunde auswechselte, sollte sich auszahlen, denn in der 50. Spielminute konnte Felix Kroos den Treffer zum 2:0 von Fin Bartels noch vorbereiten. Auf den doppelten Torschützen von Aachen als seinen Sturmpartner wird er am kommenden Montag nun allerdings verzichten müssen, denn Bartels ist im Heimspiel gegen den SC Freiburg gesperrt. Felix Kroos dagegen steht vor seinem Heimspiel-Debüt in der Startelf, hat jedoch weder Angst vor dem aktuellen Spitzenreiter noch vor der Erwartungshaltung der eigenen Fans: „Ich denke, den Druck haben wir auch schon in den letzten Spielen gehabt, der wird jetzt sicherlich nicht größer. Wir wissen, dass wir vor keinem Gegner Angst haben müssen. Und wenn wir mit der gleichen Spielfreude und Leidenschaft in die Partie gehen, wie wir das in Aachen getan haben, dann können wir auch die Freiburger schlagen!“

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