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16.10.2006 09:38 Uhr

Florian Brügmann: Mit zwei Jahren schon auf dem Bolzplatz!

Es gibt Dinge im Leben eines Fußballers, von denen träumt man und die vergisst man nicht so schnell. Ein solcher Einschnitt ist zum Beispiel das erste Fußball-Länderspiel für seine Heimat, für Deutschland.
Anreise, DFB-Bus, tolle Klamotten, Schuhe von adidas, Länderspiel, Nationalhymne, Sieg!
Florian Brügmann (15) hat all dies miterlebt. Gemeinsam mit seinem Mannschaftskameraden Felix Kroos vom F.C. Hansa Rostock.
Während man Toni und Felix Kroos an der Ostseeküste ja schon längst durch überdurchschnittliche Leistungen kennt, ist Brügmann noch ein unbeschriebenes Blatt. Aber eben ein großes Talent!

Am 22. September 2006 feierte „Flori“ jedenfalls in Rotenburg an der Wümme sein Länderspiel-Debüt. Ein Festtag! Ein Spiel gegen Nordirland vor 2.200 Zuschauern. DFB-Trainer Jörg Daniel setzte den Hansa-Kicker Florian Brügmann in der 68. Minute für den Herthaner Lennart Hartmann ein. Das Team fiedelte die Briten locker mit 2:1 weg. Welch ein Einstand.
Die Mannschaft von DFB-Coach Jörg Daniel setzte sich dann noch zwei Tage später  in Schneverdingen 4:0  gegen die Mannschaft aus Nordirland durch.
Für die beiden Spiele berief Coach Daniel damals insgesamt 18 Spieler, die allesamt ihr erstes bzw. zweites Länderspiel bestritten.

Der gebürtige Greifswalder Hansa-Stürmer Felix Kroos machte so im ersten Spiel eine Halbzeit und im zweiten Spiel 80 Minuten mit und krönte diese Begegnung mit dem vierten Treffer und seinem ersten Länderspiel-Tor.
Felix Brügmann, der voriges Jahr vom SSV Güster zum F.C. Hansa wechselte, machte im ersten Spiel 12 Minuten und in der zweiten Begegnung 68 Spielminuten mit. Der Mittelfeldspieler, der wie alle unter den heftigen Temperaturen litt, bereitete beim 4:0 das zweite Tor vor. DFB-Trainer Jörg Daniel befand nach dem Spiel: „Man hat im ersten Spiel deutlich gesehen, dass alle Jungs doch etwas aufgeregt waren. Aber das ist normal.“
Hansa-Trainer Roland Kroos war vor Ort auch zufrieden mit den Leistungen seiner beiden Burschen: „Sie haben einen ordentlichen Einstand gegeben und Hansa gut vertreten. Am Ende beider Spiele merkte man schon, dass den Jungs die Kraft etwas fehlte, vor allem Felix. Aber sie haben die nicht sehr starken Nordiren klar beherrscht!“
Brügmann ist beim F.C. Hansa ein Glücksfall. Denn die Hansa-Scouts fanden den kleinen Blondschopf, der noch zwei jüngere Brüder (Felix und Frederik) hat, frühzeitig in Schleswig-Holsteins Landesauswahl.

Mit zwei Jahren kickte der Wirbelwind schon auf dem Bolz-Platz mit seinem Cousin Henry, dann begann er in der E-Jugend im Tor, ehe er später mit 6 Jahren als F-Jugendspieler im Mittelfeld landete.
Im März 2005 entdeckten die Scouts der Nachwuchs-Abteilung den Blondschopf aus Güster. Mit Vater Uwe, der selbst einst Fußball spielte,  und Mutter Petra, die Leichtathletin und Schwimmerin war, schaute er später in Rostock vorbei, fand toll, wie Internat, Schule und Sport für den Leistungssport in Rostock eine glänzende Synergie bildeten und entschied sich für Hansa und gegen Mitbewerber von Werder Bremen, Holstein Kiel bzw. FC St. Pauli.
Schon im Oktober 2005 durfte Florian zu den ersten Text-Lehrgängen des DFB, wurde nach fünf von insgesamt sechs Sichtungen schließlich im September für die jüngste Nationalmannschaft des DFB, die U16 berufen. „Darauf war und bin ich verdammt stolz. Ein kleiner Lebenstraum ist damit für mich in Erfüllung gegangen. Den Trainingsanzug oder das Trikot mit dem Adler zu tragen, ist verdammt toll“, so der freundliche Hansa-Kicker, der als Vorbilder den Brasilianer Ronaldo und den Franzosen Henry Henri verehrt.

Für Mitte Oktober stand für das U 16-Team schon wieder ein Lehrgang in Barsinghausen auf dem Programm, Mitte November unterzieht Trainer Jörg Daniel seine Elf in zwei Länderspielen gegen Gastgeber Mazedonien weiteren Leistungstests. Für die erste Januar-Hälfte ist ein Winter-Trainingslager in Katar vorgesehen. Schöne Aussichten für Florian Brügmann und seinen Mannschaftskameraden Felix Kroos. Großer Anreiz für seine Mannschaftskameraden in der B-Jugend, die momentan in der Regionalliga des NOFV um die Qualifikation in die Bundesliga spielen und hoffen, so noch mehr in den Focus der Öffentlichkeit zu kommen.

 

 

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