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22.10.2008 10:08 Uhr

FSV Frankfurt nach zwei Aufstiegen nun Schlusslicht der Liga

Nach 13jähriger Unterbrechung ist der FSV Frankfurt im vergangenen Sommer in die 2.Bundesliga zurückgekehrt – und das sogar mit einem klassischen Durchmarsch. Im Mai 2007 wurde am Bornheimer Hang noch die Meisterschaft in der viertklassigen Oberliga Hessen und der damit verbundene Aufstieg in die Regionalliga Süd gefeiert. Zwölf Monate später wurde man dann auch schon in dieser Spielklasse Meister und ließ in der Abschlusstabelle sogar den ambitionierten Mitaufsteiger FC Ingolstadt 04 hinter sich.

Den zweiten Aufstieg konnte mit Torhüter Patric Klandt auch schon ein ehemaliger Rostocker mitfeiern, der erst ein halbes Jahr zuvor vom F.C. Hansa II an den Main gewechselt war und dort sofort in die Rolle des Stammkeepers schlüpfen konnte. Inzwischen steht mit Amir Shapourzadeh, der im Juli beim FSV Frankfurt anheuerte, sogar ein zweiter Ex-Hanseat im Kader der Hessen, die mit fünf Punkten nach acht Spieltagen allerdings nur den 18. und damit letzten Platz der Zweitliga-Tabelle belegen.

Aus den ersten drei Saisonspielen im August konnte der FSV lediglich zwei Punkte einfahren, war allerdings auch dadurch gehandicapt, dass die „Heimspiele“ gegen TuS Koblenz (0:0) und Greuther Fürth (1:1) neuerdings im Stadion des Lokalrivalen Eintracht ausgetragen werden mussten. Als es am 5. Spieltag dann zum Duell mit Rot-Weiß Oberhausen kam, hatten sich die Frankfurter scheinbar schon ein bisschen an ihre neue Spielstätte gewöhnt, denn mit dem 3:1 Erfolg über RWO feierte man den ersten Saisonsieg. Doch ungeschlagen ist die Mannschaft aus dem Frankfurter Stadtteil Bornheim inzwischen auch daheim nicht mehr. Mit dem 0:3 gegen 1860 München kassierte man am 7. Spieltag in der Commerzbank-Arena sogar die höchste Saisonniederlage.

Während der anschließenden Länderspielpause hat sich der FSV Frankfurt noch einmal personell verstärkt. Insgesamt vier Akteure haben die Frankfurter allein nach dem Ende der Transferperiode am 1. September noch neu verpflichtet, was damit zusammenhängt, dass diese Profis in der aktuellen Saison noch vertragslos gewesen sind. Auf die Kiefer-Verletzung von Ersatzkeeper Petkovic reagierte man mit der Verpflichtung von Christian Como, der aus dem Nachwuchs der Offenbacher Kickers stammt. Für die Verstärkung der Defensive wurde mit Emil Noll einen Verteidiger geholt, der in der letzten Saison noch im Paderborner Zweitliga-Kader stand. Und zuletzt konnten für das Mittelfeld die beiden Mokhtari-Brüder verpflichtet werden, die ebenfalls ihre reichliche Zweitliga-Erfahrung in das FSV-Spiel einfließen lassen sollen. Der 26jährige Oualid, der in den vergangenen drei Spielzeiten das Offenbacher Trikot getragen hatte, wurde am 6. Oktober unter Vertrag genommen. Und acht Tage später folgte der 29jährige Youssef, der in der Hinrunde der vergangenen Saison noch zum Erstliga-Kader des MSV Duisburg gehörte, bevor er im Januar 2008 für ein halbes Jahr nach Katar ging, wo er für den Al Rayyan FC spielte. Das Comeback des mit einem deutschen Pass ausgestatteten, 22-fachen marokkanischen Nationalspielers, der von 1996 bis 2000 schon einmal das FSV-Trikot getragen hatte, war allerdings nicht von Erfolg gekrönt. Am vergangenen Sonntag wurde das hessische Keller-Derby beim Schlusslicht SVW Wiesbaden mit 1:3 verloren, was die vierte Niederlage der Frankfurter im vierten Auswärtsspiel bedeutete. Gleichzeitig mussten sie die Rote Laterne von der Hauptstadt in die größte Metropole des Bundeslandes tragen. Auch wenn der Rückstand zum rettenden Ufer nur einen Punkt beträgt, steht die Mannschaft von Tomas Oral, der sich aufgrund der fehlenden Trainer-Lizenz nur Teamchef nennen darf, vor dem Heimspiel am kommenden Freitag (18 Uhr) gegen den F.C. Hansa schon ein bisschen unter Druck.

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