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07.04.2010 10:03 Uhr

Gedanken des Vorstandsvorsitzenden Jörg Hempel

Stellen Sie sich vor, es ist Fußball und keiner darf mehr hin. Keine schöne Vorstellung – aber wohl eine mögliche Entwicklung. Fakt ist, dass die Diskussion um Sicherheit und Gewalt beim Fußball derzeit in der Öffentlichkeit geführt wird. Und das ist gut. Denn: Wir befinden uns in einer Spirale von Ausschreitungen und Repressionen. Und das ist krank – das macht den Fußball kaputt.

Jetzt den Schuldigen auf einer Seite zu suchen, wäre primitiv und fahrlässig. Klar ist aber, dass jeder durch sein eigenes Verhalten beim Fußball das Image des F.C. Hansa Rostock und die öffentliche Diskussion beeinflusst. Ich weiß ganz genau, dass die große Mehrheit unserer Fans friedlich ist. Doch einige Unbelehrbare schaffen es immer wieder, mit ihrem Auftreten und ihren stumpfsinnigen Aktionen das Wahrnehmungsbild unseres Vereins in den Dreck zu ziehen.

Die Folge: Die öffentliche Diskussion über Gewalt beim Fußball wird auf dem Rücken der friedlichen Fans ausgetragen. Was hilft? Der Aufstand der Vernünftigen, Zivilcourage und normaler Menschenverstand.

Ich denke, dass der friedliche Protest beim St. Pauli-Spiel ein richtiges und vernünftiges Zeichen war. Und ich hoffe inständig, dass dieses Szenario von null Gästefans eine absolute Ausnahme bleibt. Um die Fanrechte jedoch zu bewahren, müssen wir alle unseren Beitrag leisten.

Meine Vision von einem Fußballnachmittag: Der Vater und der Sohn gehen ins Stadion und Mutti ist auch immer öfter dabei – zu Fußball, Bratwurst und Brause. Keine Angst vor Schwarzvermummten, kein Schlängellauf durch Wasserwerfer und Mannschaftswagen. Und am Ende gewinnt Hansa im doppelten Sinne.

Jörg Hempel
Vorstandsvorsitzender des F.C. Hansa Rostock

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