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23.10.2013 15:03 Uhr

Gegnerporträt: Am Sonnabend ist der Hallesche FC zu Gast

So hatte man sich den Saisonstart natürlich nicht vorgestellt. Vier Niederlagen und 1:7 Tore standen für den Halleschen FC nach vier Spieltagen zu Buche, damit bildete man zu diesem Zeitpunkt das Schlusslicht der 3. Liga. Doch die Verantwortlichen reagierten besonnen und konnten sich noch genau daran erinnern, wer in der Rückrunde der vergangenen Saison regelmäßig ins Tor getroffen hatte.

Ende Januar diesen Jahres war es dem Halleschen FC gelungen, den 25-jährigen Timo Furuholm vom Bundesligisten Fortuna Düsseldorf auszuleihen. Der finnische Mittelstürmer schlug sofort voll ein – obwohl er erst am 23. Spieltag sein Debüt im HFC-Trikot gab, avancierte er mit acht Toren sogar noch zum besten Saison-Torschützen der Hallenser. Es lag also nahe, den im Sommer zunächst nach Düsseldorf zurückgekehrten Timo Furuholm erneut zu kontaktieren und zum endgültigen Wechsel an die Saale zu bewegen.
Kaum hatte der finnische Nationalspieler seinen Vertrag in Halle unterschrieben, ging es auch schon aufwärts mit seiner alten und neuen Mannschaft – nicht zuletzt dank der Tore von Timo Furuholm. In den ersten drei Spielen traf der Rückkehrer jeweils einmal für den HFC und hatte damit großen Anteil daran, dass sich der HFC mit den Siegen über Elversberg (2:0), Stuttgart II (2:1) und Osnabrück (2:0) innerhalb von zehn Tagen vom 20. auf den 12. Tabellenplatz verbessern konnte. Traf der Finne dann einmal nicht, wie anschließend gegen Heidenheim (0:1) und Unterhaching (0:0), dann konnte auch kein anderer in die Bresche springen.

Trotzdem hatte der Hallesche FC den Anschluss an das Mittelfeld wiederhergestellt und konnte behaupten, die bis dato fünf Saisonniederlagen genau gegen jene fünf Mannschaften kassiert zu haben, die zu diesem Zeitpunkt die Tabellenränge 1 bis 5 belegten.

Zum anschließenden 4:2-Sieg in Regensburg steuerte Timo Furuholm ein Tor und eine Vorlage bei. Eine Woche später bereitete er zudem das 1:0 im Duell mit dem Chemnitzer FC vor, das die Hallenser trotz doppelter Unterzahl mit 2:1 gewannen und sich damit erstmals auf einen einstelligen Tabellenplatz verbessern konnten. Unmittelbar vor der jüngsten Länderspielpause gab es dann allerdings den ersten wirklichen Rückschlag für den Halleschen FC. Bei Borussia Dortmund II verlor die Mannschaft von Trainer Sven Köhler durch drei Gegentore in der Schlussphase mit 0:4 Toren.

Die höchste Saisonniederlage wurde aber scheinbar gut verdaut, denn zuhause gegen Darmstadt 98 siegte der HFC zuletzt mit 1:0 und konnten den Hessen damit die erste Niederlage nach sechs ungeschlagenen Spielen beibringen. Der Siegtreffer durch einen abgefälschten Gogia-Schuss in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit fiel zwar recht glücklich, doch das war den Hallensern egal. Als Tabellenneunter haben sie nur noch drei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz.

Mit vier Treffern führt Timo Furuholm auch aktuell wieder die clubinterne Torschützenliste an, während Innenverteidiger Marcel Franke der einzige Hallenser ist, der bislang alle Meisterschaftsspiele absolvierte. Zum Drittliga-Kader des HFC gehören auch drei Ex-Hanseaten, doch nur mit Mittelfeldspieler Anton Müller dürfte es am Wochenende wohl ein Wiedersehen geben. Maik Wagefeld und Björn Ziegenbein sind aktuell noch verletzt und können nicht auf den Rasen ihrer ehemaligen Wirkungsstätte auflaufen, wenn sich der F.C. Hansa und der Hallesche FC am 14. Spieltag gegenüberstehen. Der Anpfiff zu dieser Partie erfolgt am kommenden Sonnabend um 14 Uhr in der DKB-Arena.

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