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20.03.2013 13:20 Uhr

Gegnerporträt: Darmstadt 98 nach Trainerwechsel mit positiver Bilanz

Die Erfahrung, dass das zweite Jahr nach einem Aufstieg oft schwieriger wird als die Premierensaison, macht aktuell auch der SV Darmstadt 98. In der Abschlusstabelle 2011/12 hatten die Hessen den 14. Tabellenplatz belegt und zehn Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze.

In der laufenden Spielzeit hingegen befinden sie sich von Anfang an in Abstiegsgefahr. In den 21 Begegnungen bis Mitte Dezember konnten gegen Preußen Münster (2:1), VfB Stuttgart II (3:1) sowie im prestigeträchtigen Derby gegen Kickers Offenbach (1:0) gerade einmal drei Siege eingefahren werden. Und nach dem 0:1 am 18. November im Kellerduell gegen Rot-Weiß Erfurt übernahmen die Darmstädter schließlich die Rote Laterne.

Der Rückstand des Tabellen-Schlusslichtes auf einen Nichtabstiegsrang betrug zur Winterpause vier Punkte und dies nahmen die Verantwortlichen zum Anlass, bereits den zweiten Trainerwechsel der laufenden Saison vorzunehmen. Jürgen Seeberger, der das Amt erst Anfang September von Kosta Runjaic übernommen hatte, wurde beurlaubt und durch Dirk Schuster ersetzt. Dieser hatte in der Hinrunde noch die Stuttgarter Kickers trainiert, die am ersten Spieltag mit 1:2 beim F.C. Hansa verloren, und ist damit heute bereits zum zweiten Mal in dieser Saison in Rostock zu Gast. Dies gilt ebenfalls für Ex-Hanseat Freddy Borg, der im vergangenen Oktober mit Alemannia Aachen 0:1 in der DKB-Arena verlor.

Der 29-jährige Schwede wechselte kurz vor dem Ende der Winter-Transferperiode zu den Darmstädtern, die zuvor in 21 Saisonspielen nur 18 Tore erzielt hatten. Auf seinen ersten Treffer im Lilien-Trikot wartet Freddy Borg nach sieben Einsätzen in der Startelf zwar immer noch, doch seine Mannschaft konnte die Rote Laterne inzwischen abgeben und liegt im Kampf um den Klassenerhalt wieder aussichtsreich im Rennen. Das war zunächst vor allem auch ein Verdienst der anderen beiden Winter-Zugänge. Der 27-jährige Aytac Sulu, der vom österreichischen Zweitligisten SC Rheindorf Altach kam, sowie der 24-jährige und zuletzt vereinslose Stefan Hickl verstärkten nun die Darmstädter Abwehr und sorgten dafür, dass man in den ersten drei Begegnungen des neuen Jahres gegen Burghausen (0:0), Babelsberg (0:0) und Wiesbaden (1:0) ohne Gegentor blieb.

Nach Niederlagen in Heidenheim (0:3) und gegen Halle (1:2) hatten die Darmstädter zwar immer noch vier Punkte Rückstand zum rettenden Ufer, doch der konnte an den vergangenen beiden Wochenenden wettgemacht werden. Dafür sorgte nicht zuletzt Stürmer Preston Zimmerman, der seine Saisontreffer Nummer 4 und 5 erzielte und damit bester Torschütze der 98er ist. Zum 2:0-Erfolg beim VfB Stuttgart II steuerte der US-Amerikaner den ersten Treffer bei und legte damit bereits nach einer halben Stunde den Grundstein für den ersten Auswärtssieg der Lilien, die am vergangenen Wochenende dann auch Aufstiegskandidat VfL Osnabrück mit 1:0 bezwingen konnten. Hier hatte Preston Zimmerman das einzige Tor der Partie in der 55. Spielminute erzielt.

Auch dessen Fast-Namensvetter Jan Zimmermann steht symbolisch für den Aufschwung der Darmstädter nach der Winterpause, denn in fünf der sieben Begegnungen blieb der SVD-Keeper ohne Gegentreffer. Mit drei Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen ist die Bilanz der Lilien nach dem neuerlichen Trainerwechsel positiv. Punktgleich und mit der gleichen Tordifferenz wie der SV Babelsberg 03 (18.) werden die Darmstädter sogar auf Rang 17 geführt, obwohl sie bereits eine Partie mehr ausgetragen haben als die Babelsberger. In Rostock dagegen sind die Darmstädter noch ohne Torerfolg und Punktgewinn, haben allerdings auch erst ein einziges Meisterschaftsspiel ausgetragen. Fast auf den Tag genau vor 20 Jahren – am 27. März 1993 – gewann der F.C. Hansa sein Zweitliga-Heimspiel gegen Darmstadt 98 mit 2:0. Am kommenden Sonnabend ab 14 Uhr kommt es in der DKB-Arena nun zur Neuauflage dieser Begegnung.

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