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04.03.2009 15:09 Uhr

Gelingt der fünfte Sieg auf St.Pauli?

Die Punktspiel-Bilanz des F.C. Hansa gegen den FC St.Pauli liest sich ausgesprochen positiv. Von bislang 13 Meisterschaftsduellen konnten immerhin zehn gewonnen werden. Kein Wunder also, dass auch bei den bislang sechs Gastspielen am Hamburger Millerntor oft gejubelt werden durfte. Viermal nahm man die volle Punktausbeute mit nach Rostock.

Den ersten Auswärtssieg gab es gleich im ersten Aufeinandertreffen beider Vereine zu feiern. Am 12. August 1992 sorgte Jens Dowe nach genau einer Stunde für den Führungstreffer, bevor Heiko März eine Minute vor dem Ende den 2:0 Endstand markierte. Und auch ein Jahr später, am 15. August 1993, entführten die Hanseaten beide Punkte. Zwar hatte Dirk Zander die Gastgeber zunächst in Führung gebracht (16.), doch innerhalb weniger Minuten drehten Timo Lange (20.) und Slawomir Chalaskiewicz (22.) den Spieß um. Das 3:1 durch Jens Dowe (62.) konnte Dirk Zander (65.) noch einmal verkürzen, doch der zweite Treffer von Timo Lange (85.) sicherte endgültig den 4:2 Auswärtssieg.

Die beiden einzigen Niederlagen am Millerntor wurden innerhalb von 13 Monaten kassiert. Am 24. Februar 1995 kam es zum Spitzenspiel des Tabellenzweiten FC St.Pauli gegen den -dritten F.C. Hansa, das die Hausherren durch Tore von Juri Sawitschew (29.) und Jens Scharping (56.) mit 2:0 gewannen. Diese Niederlage tat allerdings nicht sehr lange weh, denn von den 15 ausstehenden Saisonspielen wurde schließlich nur noch ein einziges verloren. Und so konnten sich die Hanseaten sogar noch vorzeitig den Bundesliga-Aufstieg sichern.

Da die St.Paulianer am letzten Spieltag nachzogen, kam es am 24. März 1996 zum ersten von drei Erstliga-Duellen zwischen beiden Mannschaften am Millerntor. Diese 2:3 Niederlage des F.C. Hansa war dann schon schmerzlicher und nicht nur, weil diesmal der Hamburger Siegtreffer durch Kay Stisi erst zwei Minuten vor dem Ende erzielt wurde. Zunächst hatte Stefan Beinlich (2.) die frühe Rostocker Führung besorgt, bevor zwei Tore von Carsten Pröpper (12., 37.) und der Ausgleich durch Matthias Breitkreutz (72.) den Gleichstand bedeuteten. Am Saisonende fehlten den Hanseaten, die in der Abschlusstabelle Rang 6 belegten, nicht zuletzt auch diese Punkte zur Teilnahme am UEFA-Cup.

Die fünfte aufeinander folgende und vorerst letzte Saison, in der die Hanseaten auf den FC St.Pauli trafen, endete mit dem Abstieg der Elbestädter, der ausgerechnet durch den 1:0 Auswärtssieg des FCH am 24. April 1997 eingeleitet wurde. Der Treffer von Steffen Baumgart in der 60. Spielminute sorgte dafür, dass der Rückstand der Hamburger zum rettenden Ufer fünf Spieltage vor Ultimo von drei auf sechs Punkte anwuchs. Und als beide Mannschaften am 12. August 2001 dann doch noch einmal im Kampf um Erstliga-Punkte aufeinander trafen, gab es durchaus Parallelen zur vergangenen Partie. Per Kopfball-Treffer von Markus Beierle nach Vorarbeit von Rene Rydlewicz in der 20. Minute gewann der F.C. Hansa erneut mit 1:0 und am Saisonende mussten die St.Paulianer wieder absteigen. Seither sind sieben Jahre ins Land gegangen, von denen die Hamburger vier Spielzeiten sogar nur drittklassig kickten, bevor sie im Sommer 2007 in die 2. Bundesliga zurückkehrten. Und nach dem Erstliga-Abstieg des F.C. Hansa kommt es am kommenden Freitag nun zum insgesamt siebenten Nordderby am Millerntor. Sieben ist bekanntlich die „Rostocker Zahl“ und vielleicht wird sie sich ja als Glücksbringer erweisen ...

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