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29.08.2007 14:40 Uhr

Gelingt der siebente Heimsieg über den BVB?

In den vergangenen elf Spieljahren, in denen der F.C. Hansa im gesamtdeutschen Fußball-Oberhaus mitmischen durfte, gab es insgesamt sieben Kontrahenten, mit denen unsere Mannschaft regelmäßig die Kräfte maß. Zu ihnen gehörte neben Bayern München, VfB Stuttgart, Hamburger SV, Werder Bremen, Schalke 04 und Bayer Leverkusen auch Borussia Dortmund.

 

Viel hätte nicht gefehlt und im zwölften Bundesliga-Jahr wäre es erstmals nicht mehr zu Vergleichen mit den Schwarz-Gelben gekommen. Während der Frühjahrsrunde 2007 flog lange das Abstiegsgespenst über dem Westfalenstadion, doch mit Hilfe des neuen Trainers Thomas Doll konnte es im Saisonendspurt doch noch verjagt werden. Und so sind die Borussen nunmehr in ihre 32. Erstliga-Saison in Folge gestartet, nachdem ihnen 1976 durch zwei Siege in der Relegation über den 1.FC Nürnberg der Aufstieg gelungen war. In die Qualifikation mussten sie auch zehn Jahre später als Drittletzter der Bundesliga gegen den Zweitliga-Dritten Fortuna Köln, wo die Borussen Glück hatten, dass nach ihrer 0:2 Niederlage in Köln und dem 3:1 Heimsieg die Auswärtstore nicht doppelt zählten. Das Entscheidungsspiel in Düsseldorf gewannen sie dann hoch mit 8:0 und sicherten sich damit nicht nur den Klassenerhalt, sondern legten gleichzeitig den Grundstein für die erfolgreichste Zeit der Clubgeschichte, die mit zahlreichen Titeln gekrönt wurde.

 

In diese Phase fielen dann auch die bisherigen Vergleiche zwischen F.C. Hansa und BV Borussia. Und obwohl es eigentlich immer ein Kampf David gegen Goliath war, ist zumindest die Heimspiel-Bilanz der Hanseaten positiv. Von den elf Begegnungen auf eigenem Rasen konnten bei einer Tordifferenz von 18-12 immerhin sechs gewonnen und eine unentschieden gestaltet werden.

 

Die Punktspiel-Premiere gegen Borussia Dortmund fiel in die sensationelle Auftaktphase der Saison 1991/92, als nach dem 4:0 Heimsieg über den 1.FC Nürnberg und dem 2:1 Erfolg beim FC Bayern am dritten Spieltag auch jene Mannschaft dran glauben musste, die am Saisonende den Meistertitel nur auf Grund der schlechteren Tordifferenz gegenüber dem VfB Stuttgart verpasste. Stefan Böger eröffnete nach 28 Minuten den Torreigen, bevor je zweimal Roman Sedlacek und Michael Spies (bei einem Gegentreffer von Chapuisat) die Dortmunder aus dem ausverkauften Ostseestadion schossen.

 

Eine furiose Aufholjagd gab es gegen die Borussia nach dem Wiederaufstieg der Hanseaten am 29. August 1995: Den frühen 0:2 Rückstand drehten Stefan Beinlich (45.), Slawomir Chalaskiewicz (83.) und nochmals Beinlich (89.) zum umjubelten 3:2 Heimsieg. In jener Saison waren die Hanseaten sogar das einzige Team, das gegen den amtierenden Deutschen Meister, der schließlich auch seinen Titel verteidigte, sechs Punkte holte. Das Rückspiel in Dortmund gewann der F.C. Hansa nämlich durch Tore von Steffen Baumgart (45.) und Jonathan Akpoborie (54.) mit 2:1, was gleichzeitig erst die zweite Saisonniederlage des BVB bedeutete!

 

Durchweg in der zweiten Halbzeit wurden die weiteren Siege über Dortmund eingefahren. 1998 machten Slawomir Majak (54.), Reuters Eigentor (60.) und Timo Lange (84.) aus einem 0:1 Pausenrückstand einen 3:1 Erfolg. Beim 2:0 im April 1999 trafen Oliver Neuville (60.) und Victor Agali (79.) und schufen damit die Grundlage für den erfolgreichen Abstiegskrimi am letzten Spieltag in Bochum. Und beim 1:0 ein weiteres Jahr später fiel das goldene Siegtor unter freundlicher Mithilfe des Dortmunders Baumann sogar erst in der Schlussminute!

 

Den bis dato letzten Sieg über Borussia Dortmund feierten die Hanseaten am 30. November 2003. Für den 2:1 Sieg zeichneten zwei Tore von Martin Max (54., 87.) bei einem Gegentreffer Ewerthons verantwortlich. Und beim bislang letzten Gastspiel der Westfalen in Rostock am 12. Dezember 2004 gab es ein 1:1 Unentschieden – die einzige Punkteteilung in bislang 22 Bundesliga-Punktspielen zwischen beiden Clubs. Allbäcks Kopfballtor nach einer halben Stunde glich Kehl mit einem abgefälschten Schuss noch vor der Pause aus.

 

Im bevorstehenden Heimspiel am kommenden Sonnabend gegen Borussia Dortmund wird Stürmer Victor Agali sein Comeback im Hansa-Sturm geben. Er weiß immerhin bereits, wie man Siegtore gegen diese Mannschaft schießt. Kapitän Stefan Beinlich und Co-Trainer Timo Lange haben auch schon bewiesen, dass sie es können. Und vielleicht kann es der eine oder andere aus der jungen Hansa-Garde ja auch. Denn ein weiteres Erfolgserlebnis über Borussia Dortmund würde sicherlich neue Kräfte freisetzen...

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