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13.05.2007 15:04 Uhr

Gemeinsam für den FCH - Break !!!

100.000,00 € Strafe, Kartenverkaufstopp und leere Fanblöcke, Überlegungen über einen regulierten Kartenverkauf für Auswärtsspiele und das alles wegen einiger weniger Unbelehrbarer, oder sollen wir Idioten sagen, die uns als Unterschlupf und Plattform für ihre Ziele und Selbstdarstellung nutzen. Hinzu kommt der müde Auftritt unserer Mannschaft im Spiel gegen Koblenz im Aufstiegskampf.

Und dennoch sagen wir HansA im Glück!

 

Weil es die Woche viel schlimmer hätte kommen können. Fans mit Brandverletzungen und schwersten Körperschäden waren im Bereich des Möglichen, die Strafe durch den DFB hätte auch sehr viel höher und mit drastischeren Folgen für unseren Verein ausfallen können. Aus sportlicher Sicht hätte das Spiel gegen Koblenz den Aufstiegsplatz kosten können, doch haben wir es weiterhin selber in der Hand, unseren Traum zu verwirklichen – HansA im Glück!

Seit Essen haben viele Fans endlich angefangen nachzudenken über das, was in letzter Zeit in unserer Fanszene passiert ist. In vielen Gesprächen und über Meinungen in Foren kommt dies zum Ausdruck. Viele Fans und Fanclubs haben sich in der Vergangenheit neutral verhalten und teilweise das Fehlverhalten einiger schweigend toleriert.

 

Doch ist es Zeit sich zu positionieren, was wollen wir? Wir regen uns über den Sicherheitswahn auf, der rund um die Spiele unseres F.C. Hansa veranstaltet wird. Doch warum ist es so, dass wir kaum noch die Möglichkeit haben, beim Auswärtsspiel die Innenstädte zu besuchen, statt der Stadionwurst auch mal wieder ein richtiges Mittagessen in einer Gaststätte einzunehmen. Warum werden wir am Bahnhof in Empfang genommen und wohlbehütet zum Stadion gebracht? Warum werden uns in fremden Stadien fast alle Fanutensilien untersagt? Warum müssen wir teils peinliche Einlasskontrollen über uns ergehen lassen? Warum gibt es fast nur noch alkoholfreies Bier? Warum sprechen andere Vereine auch bei kleinen Vergehen gleich Stadionverbote entsprechend der ausgegebenen Richtlinien aus? Warum muss der Ordnungsdienst des F.C. Hansa mit zu Auswärtsspielen fahren? Warum wird über uns negativ in den Medien berichtet?

 

Lassen wir uns diese Fragen einmal durch den Kopf gehen, ist die Antwort einfach. Es liegt an dem Verhalten einiger, weniger Leute. Einiger, weniger Leute denen der Fußball, der Verein und wir nur insofern wichtig sind, um uns als Bühne und Deckung für ihre Ziele und Darstellung zu benutzen.

 

Liegt es auch an uns, weil wir diesen Leuten nicht entschlossen genug entgegentreten und einige Fans denen hinterherlaufen? Da wird von Solidarität unter den Fans gesprochen, doch wer verlangt Solidarität und wofür? Beispiel Babelsberg: Da fahren 150 Fans zum Spiel der 2. Mannschaft und nur 30 gehen ins Stadion. Weil einige Leute mit SV nicht das Stadion betreten durften, sollten sich alle solidarisieren und ebenfalls nicht ins Stadion gehen. Seid Ihr nun hingefahren, um unsere Mannschaft zu unterstützen oder um irgendwelchen SV’ lern die lange Weile vor dem Stadion zu vertreiben? Sicher wurde jedem freigestellt sich zu entscheiden, ob er ins Stadion geht oder nicht. Aber wenn Fans, die dies taten, als Fanverräter betitelt werden, ist das auch nicht die feine Art. Fragt diese Leute doch einmal, warum sie Stadionverbot bekommen haben? Wir möchten nicht pauschalisieren und wissen, dass dort Leute mit SV waren, die das Verhalten auch nicht gut fanden. Wir kennen auch die Problematik der Handhabung der Stadionverbote und jeder Fall sollte einzeln bewertet werden. Es gibt Fans, die ein Stadionverbot bekommen haben aufgrund eines einzelnen Fehlverhaltens, wo ein anderer Umgang mit diesem Fehlverhalten sinnvoller gewesen wäre. Doch gerade diese Fans akzeptieren ihr SV und haben für sich Lehren daraus gezogen, und einigen davon konnte auch schon geholfen werden.

 

Es gibt viele Baustellen in unsere Fanszene, innerhalb eines Jahres haben einige wenige mit ihrem Verhalten, andere mit dem Tolerieren dieses Verhaltens von Stendal bis Essen dafür gesorgt, dass das gute Verhältnis unter uns Fans, zwischen Fans und Verein sowie Fans und Polizei großen Schaden genommen hat.

 

Es gibt viele unterschiedliche Meinungen und Ansichten unter den verschiedenen Fangruppen, auch in Bezug auf die Zusammenarbeit des Vereins mit uns. Doch müssen wir endlich wieder eine gemeinsame Basis für eine vernünftige, positive und aktive Zusammenarbeit finden, um diesen Leuten, die uns und unseren Verein mit Ihren Verhalten immer wieder schaden, begegnen zu können und den anderen Fans Alternativen zu bieten.

Fußball erzeugt Emotionen und Fußballfans sind nun einmal etwas anders.

 

Es geht nicht darum, jeden, der einen Fehler gemacht hat oder in Zukunft macht, zu verurteilen und auszuschließen. Es geht um grundlegende Dinge. Wir müssen uns endlich von Leuten distanzieren, die Gewalt und Terror ausleben wollen und uns dazu missbrauchen, die mit Parolen wie „Hansafans = Hooligans“, „Leipzig & Catania Danke!“, oder „Stendal ich bereue nichts!“, ihre Meinung zum Ausdruck bringen. Diese Leute schaden nicht nur sich selbst, sondern uns und unserem Verein.

 

Jeder sollte für sich auch einmal überlegen, was manche Lieder und Verhaltensweisen für Wirkungen bei anderen und Außenstehenden hinterlassen und ob ein ständiger Anti-Support als Unterstützung der Mannschaft zu werten ist. Aus unserer Sicht ist es wohl empfehlenswerter, die eigene Mannschaft zu unterstützen und zu supporten, eine wahre Hansaeuphorie im Stadion zu erzeugen und auch dem letzten Fan klar zu machen: Das ist Hansa Rostock! Ein weiß blaues Fahnenmeer und eine nicht zu überhörende Hansa – Fan – Familie, das ist doch der Traum vieler von uns. Ist es dann nicht schön zu hören: „Mensch waren die Hansafans wieder in Form, wir waren im eigenen Stadion nicht zu hören!“

 

Wir betonen hier noch einmal, nicht jeder, der SV hat, ist ein Verbrecher und will unserem F.C. Hansa schaden. Nicht jeder Ultra ist ein Pyromane und stellt seine Gruppe vor den Verein. Hinterfragt einmal die eine oder andere Person, deren Ziele und Verhalten, bevor ihr blind hinterher rennt.

 

Es geht darum die positiven Punkte wieder in den Vordergrund zu stellen. Der beeindruckende Support in der Kurve, ein weiß-blaues Fahnenmeer, die Unterstützung der Mannschaft und des Vereins statt schwarz gekleideter vermummter Leute auf der Jagd nach Gästefans, ein A.C.A.B. als Provokation gegen die Polizei und gezielte Störaktionen wie in Essen. Wir müssen als Fans endlich wieder eine Einheit bilden und mit dem Verein, wie in der Vergangenheit zum beiderseitigen Nutzen, zusammenarbeiten. Auch und gerade weil es viel aufzuarbeiten gibt. Dies war in der Vergangenheit die Stärke unseres Vereins F.C. Hansa Rostock.

 

Gemäß der Ankündigung auf unserer Fanclubversammlung am 18.03.2007 und als Schlußfolgerung aus den gegebenen Anlässen möchten wir unsere Initiative zur engeren Kommunikation mit allen Fans weiter mit Leben erfüllen. Hierzu haben wir seinerzeit vorgeschlagen, entsprechende Projektgruppen der Fans ins Leben zu rufen.

Folgende Projektgruppen wollen wir gemäß den Aufgabenbereichen schaffen:

-         Fan– Kommunikation

-         Prävention/ Fanbeziehung

-         Stadionatmosphäre
 

Bitte versteht also dieses Vorhaben als Aufruf, sich aktiv an der Gestaltung unseres Fanlebens beim F.C. Hansa Rostock zu beteiligen. Hier geht es nicht um die Zugehörigkeit zu der einen oder anderen Fangruppe, hier geht es darum, Leute zu bündeln, denen das Wohl des Vereins und das Vereinsleben am Herzen liegen und die unsere Kogge im Herzen tragen! Redet mit Euren Nachbarn im Block, redet in den Fanclubs, lasst uns Ideen sammeln, bündeln und umsetzen, lasst uns alle gemeinsam neue erfolgreiche Wege gehen.

 

Wir wollen mit diesem Schreiben dazu beitragen, die Fanarbeit unseres F.C. Hansa zu optimieren. Wir strecken all jenen, denen unser FC Hansa am Herzen liegt, die Hand aus, „in unsere Kogge zu steigen“ und zu unser aller Ziel „Gemeinsam für den FCH“ beizutragen. Lasst uns unsere Fankultur selbst bestimmen und positiv entwickeln.

 

Wir freuen uns auf Eure zahlreichen Meldungen und werden Euch sehr zeitnah über die Einrichtung der Projektgruppen und die Umsetzung unserer Vorhaben in der täglichen Arbeit informieren.

 

Auf einen erfolgreichen Saisonausgang!

Fanbeirat / F.C. Hansa Rostock

 

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