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20.10.2010 15:13 Uhr

Gemeinsamer Aufruf vor dem Spitzenspiel in Dresden

Wenige Tage vor dem Spitzenspiel der 3. Liga zwischen der SG Dynamo Dresden und dem F.C. Hansa Rostock am 23. Oktober in Dresden wenden sich Offizielle und ehemalige Spieler beider Vereine in einem gemeinsamen Aufruf an die Fans. „Wir hoffen, dass dieser Aufruf dazu beiträgt, dass wir am Sonnabend eine Partie erleben, die von Leidenschaft und Emotionen, aber auch von gegenseitigem Respekt und Fairness geprägt sein wird, sowohl auf dem Rasen als auch auf den Zuschauerrängen“, so Bernd Hofmann, Vorstandsvorsitzender des F.C. Hansa Rostock. Jeweils fünf prominente Vertreter beider Vereine haben den Aufruf unterzeichnet.


Liebe Dynamo-, liebe Hansa-Fans,

wenn am Sonnabend die Partie zwischen dem F.C. Hansa Rostock und Dynamo Dresden angepfiffen wird, beginnt für beide Vereine der emotionalste und stimmungsvollste Höhepunkt der laufenden Saison. Ein wochenlanges Warten auf den Spieltag und das Hoffen auf zusätzlich frei werdende Kartenkontingente für dieses Ausnahmespiel finden mit dem Anpfiff ein jähes Ende.

Stimmungstechnisch auf den Rängen wird die Partie ein Duell auf Augenhöhe, beide Fanlager sorgen stimmgewaltig für den Support ihrer Mannschaften, sei es auf fremden Plätzen oder im heimischen Stadion. Seit Jahrzehnten ist die Begegnung beider Klubs eine besondere, hart umkämpfte und immer spannende Angelegenheit.

Dynamo Dresden und Hansa Rostock waren stets harte Konkurrenten. Manchmal hatten die Dynamos die Nase vorn, manchmal die Hanseaten. Geschenkt haben wir uns jedenfalls nichts. Und auch die Fans lagen sich nicht in den Armen. Das erwartet auch am Sonnabend keiner.

Beide Fanlager haben gezeigt, dass Partien mit DDR-Oberliga-Charakter friedlich ablaufen können. Man hat sich zahlreich und mächtig, aber auch friedlich organisieren können und positiv am Ruf der Mannschaften arbeiten können.

Gefühlsausbrüche, freche Sprüche und Gesänge, ordentlicher Lärm auf den Rängen - das gehört zu unserem Fußball. Randale, Gewalt und Zündeleien aber brauchen wir nicht. Der Ost-Fußball und die Ost-Fans stehen da unter besonderer Beobachtung. Lasst Euch also nicht provozieren. Die Verlierer wären am Ende unsere Vereine - und die haben nun wirklich kein Geld für DFB-Strafen übrig. Auf ein tolles Spiel, tolle Stimmung und darauf, dass zweimal 3 Punkte vergeben werden können: für die Besten auf dem Platz und die Besten auf den Rängen.


Bernd Hofmann, Stefan Beinlich, Juri Schlünz, Gerd Kische, Sebastian Pelzer, Reiner Calmund, Thomas Hübener, Dieter Riedel, Dixie Dörner, Hauke Haensel

 

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