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08.02.2006 12:11 Uhr

Gerald Dorbritz: "Wir müssen besser werden!"

Am 12. Februar 2006 beginnt für die Schützlinge der A-Junioren-Trainer Gerald Dorbritz und Thomas Engel die Rückrunde in der Bundesliga Nord/Ost. Dann muss der F.C. Hansa Rostock um 11.00 Uhr zu Hause gegen den VfL Wolfsburg ran.
Einstweilen sind die Junioren in der Tabelle im Mittelfeld. Mit elf Punkten Rückstand zum Tabellen-Ersten Hertha BSC liegen sie auf Platz 7. Zehn Punkte liegen die Hanseaten von einem Abstiegsplatz entfernt.
Hansa-Online bat den A-Junioren-Trainer Gerald Dorbritz zur Auswertung der ersten Halbserie.

Wie beurteilen Sie den Verlauf der ersten Halbserie?
Dorbritz: Unser Start in die Meisterschaft war überraschend gut. Aber: Es ist uns nicht gelungen, dieses Leistungsvermögen eine Halbserie durchzuhalten. Das ist für mich eine große Enttäuschung. Wir hatten doch einige mächtige Hänger drin. Damit war ich gar nicht einverstanden.

Was waren denn die Ursachen dessen?
Dorbritz: Es gab viele Gründe. Es gab Krankheiten, Verletzungen und leider auch Undiszipliniertheiten. Durch die diversen Ausfälle von Sebastian Albert, Hannes Grundmann, Tom Kruse oder Paul-Max Walther kam es bei uns schließlich auch zu einigen Besetzungsproblemen.

Grund für schlimme Einbrüche?
Dorbritz: Unsere beiden 0:5-Pleiten gegen Werder Bremen und Tennis Borussia waren wirkliche Tiefpunkte. So darf man sich als Bundesligist nicht zweimal abschlachten lassen. Das habe ich meinen Jungs auch klar und deutlich gesagt. Ich hoffe auch, diese Ergebnisse haben einige Jungs wieder auf den Boden der Tatsachen gebracht. Platz sieben und 20 Punkte sowie 24:34 Tore zeigen, dass es noch einiges bei uns zu tun gilt.

Aber die  Mannschaft hat doch auch einen deutlichen Verjüngungsprozess durchgemacht?
Dorbritz: Sicherlich, fast zehn Jungs kamen nach oben, aber damit wollen wir uns nicht rausreden. Wir können mit den Leistungen wirklich nicht zufrieden sein.

Was erwarten Sie in der Rückrunde?
Dorbritz: Mehr Stabilität, mehr Konzentration, mehr Kreativität, mehr Disziplin. Ich hoffe, wir können doch noch ein, oder zwei Plätze nach oben klettern. Viel ist nach oben und unten aber wohl kaum möglich.

 

Ihr Ansatz?
Dorbritz: Wir haben einfach zu viele Gegentore bekommen. Unser Abwehrverhalten muss sich also grundsätzlich verändern.

Wird sich auch der Kader in der zweiten Halbserie verändern?
Dorbritz: Mit Christoph Bergemann kommt ein Stürmer aus Bentwisch zurück, der bis zur B-Jugend schon mal bei uns war. Aus Serbien-Montenegro haben wir uns mit Petrit Balin aus Kyritz verstärkt. Unser Kader ist ja ziemlich klein. Wir hoffen, dass wir uns damit in der Breite verbessern können. Ansonsten haben wir ja unsere Defizite schon mit B-Junioren wie Patrick Kühn, Stefan Person, Tobias Jänicke und Kay-Uwe Pittwehn aufgefüllt. Aber die Jungs werden mitunter ja auch in der B-Jugend gebraucht.

Andererseits trainierten Grundmann und Albert jetzt schon bei Hansa II mit?
Dorbritz: Durch die Struktur-Änderungen im Kader der Profis fehlten natürlich bei Hansa II auch Spieler. Deshalb haben Sebastian und Hannes jetzt auch schon einmal  bei Thomas Finck trainiert. Wo sie spielen, wird von Begegnung zu Begegnung operativ entschieden.

Mit Sebastian Albert war ein Spieler jetzt in der U19-Auswahl, Tom Buschke gehört zum erweiterten Kreis der U18. Wie sehen Sie ihre Entwicklung?
Dorbritz: Beide müssen mehr zeigen. Albert litt natürlich lange an einer Krankheit, Buschke ist noch ein junger Bursche, der gerade erst eine Spielklasse höher gerückt ist. Ich hoffe, sie schöpfen ihr Potential in der Rückrunde besser aus.

Ist diese Alterklasse auch sonst problematisch?
Dorbritz: Natürlich kommt in diesem Alter viel auf die Jungs zu, viele gehen 30 Stunden zur Schule und haben bis zu acht Trainingseinheiten in der Woche. Dazu kommen bei den Kerlen auch schon die Nebengeräusche. Also das ist schon ein großer Spagat. Aber gerade deshalb fordern wir viel Disziplin in Schule und Sport. Ich freue mich jedenfalls auf die Rückrunde und erwarte deutliche Steigerungen der gesamten Mannschaft.

 

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