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18.03.2008 08:39 Uhr

Gledson: Ich muss Stuttgart nichts beweisen!

Am Sonnabend trifft der F.C. Hansa Rostock in Stuttgart auf den Meister VfB. Für den Brasilianer Gledson wird es kein Spiel wie jedes andere. Denn nach dem Aufstieg des F.C. Hansa in die Bundesliga wechselte der Südamerikaner damals zum Meister VfB Stuttgart. Wir kennen den Ausgang: Gledson, an der Küste Stammspieler und Publikums-Liebling, machte in Schwaben nur ein Pflichtspiel im Pokal gegen Wehen, kassierte in der Partie einen Platzverweis und kam zu keinem Bundesliga-Einsatz. In der Winterpause wechselte Gledson zurück an die Ostsee und gab gegen Bayern München sein Bundesliga-Debüt. Aber eine Lungenentzündung warf ihn zurück. Gledson nahm 10 Kilo ab, spielte dann eine Halbzeit in Duisburg, saß am Sonnabend gegen Hertha BSC erst einmal auf der Bank. Nun hofft der Brasilianer auf einen Einsatz in Stuttgart. Wir sprachen mit Gledson vor der Rückkehr zum Meister über das Spiel.

 

Gledson, mit welchen Gefühlen werden Sie nach Stuttgart reisen?

 

Gledson: Was soll ich sagen. Ich habe dort in einem halben Jahr viel gelernt. Diese Mannschaft hat eine hohe Qualität und gute Spieler. Da kann man sich einiges abschauen. Die Situation war für mich auch sehr lehrreich, schließlich bin ich nach Stuttgart gegangen, um zu spielen und nicht, um auf der Bank zu sitzen. Das muss man lernen wegzustecken. Aber ich denke nicht viel zurück, sondern schaue nach vorne. Am Sonnabend geht es für uns in Stuttgart nur darum, zu punkten und endlich unten raus zu kommen.

 

Ist die Partie dennoch etwas Besonderes für Sie?

 

Gledson: Das ist schon ein besonderes Spiel, aber ich fahre nicht nach Stuttgart, um Trainer Veh, Manager Heldt oder dem VfB Stuttgart etwas zu beweisen. Ich habe meine Qualitäten, aber es hat in Stuttgart nicht gepasst für mich. Deshalb wollte ich auch wieder weg. Ich hatte einige Angebote. Aber mein Herz sagte mir, gehe nach Rostock zurück. Das habe ich getan.

 

Nach der Rückkehr warf Sie eine Lungenentzündung zurück…

 

Gledson: Ja, aber gegen Krankheit kann man nichts machen. Ich habe dadurch viel Training versäumt und 10 Kilo Gewicht verloren. Ich wiege jetzt 92 Kilo, habe die Trainingsrückstände aufgearbeitet und fühle mich wieder gut.

 

Welche Rolle spielt Frank Pagelsdorf für Sie als Trainer?

 

Gledson: Ich lebe jetzt seit acht Jahren in Deutschland und Frank Pagelsdorf war mein wichtigster Trainer. Ich habe ihm viel zu verdanken.

 

Wie wichtig sind für Sie Ihre Landsleute Orestes und Diego?

 

Gledson: Es ist für einen Menschen im Ausland immer wichtig, Landsleute um sich zu haben. Ich beherrsche zwar nach acht Jahren die Sprache hier, aber es ist gut, nette Jungs wie Orestes und Diego im Team zu wissen. Beide sind für mich wie ein Anker in der See. Umgekehrt ist es wohl genauso.

 

Mit welchem Ziel sind Sie nach Rostock zurückgekommen?

 

Gledson: Um die Klasse zu halten! Ich will nicht noch einmal 2. Liga spielen. Ganz klar.

 

Vielen Dank für dieses Gespräch.

 

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