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15.08.2008 08:37 Uhr

Gute Bilanz in Duisburg soll fortgesetzt werden

Das Duisburger Wedaustadion, das vor einigen Jahren von Vereinspräsident und Bauunternehmer Walter Hellmich zu einem reinen Fußballstadion umgebaut wurde und seitdem MSV-Arena genannt wird, war in der Vergangenheit nicht gerade eine uneinnehmbare Festung für den F.C. Hansa. Von den letzten sechs Auswärtsspielen in Duisburg konnten immerhin drei gewonnen werden, zwei weitere endeten unentschieden.

In den ersten beiden Spielzeiten, in denen MSV und FCH aufeinander trafen, sah dies allerdings noch anders aus. Und das, obwohl die Rostocker am 8. September 1991 als überraschender Bundesliga-Spitzenreiter an die Wedau reisten! Doch dort wurde am 8.Spieltag mit 0:2 verloren und damit der kontinuierliche Absturz eingeleitet, der schließlich im Bundesliga-Abstieg mündete. Die Duisburger Zebras begleiteten den F.C. Hansa in die Zweitklassigkeit und so kam es am 20. Februar 1993 im Wedaustadion erneut zum Vergleich zwischen beiden Teams. Zenon Lissek erzielte nach genau einer Stunde zwar den zwischenzeitlichen 1:1 Ausgleich, doch der MSV holte mit einem 2:1 Erfolg doch noch wieder die beiden Siegpunkte und schaffte am Saisonende auch den direkten Wiederaufstieg.

Als dem F.C. Hansa zwei Jahre später die Rückkehr in die Eliteliga gelang, stiegen die Zebras gerade wieder ab, doch ab 1996 spielten beide Vertretungen dann in vier aufeinander folgenden Jahren erstklassig. Und für die Hanseaten sollte es in Duisburg zunächst zwei maximale Erfolge mit minimalem Aufwand geben: Die Jahresbilanz 1997 der Kogge lautete: Zwei Tore, sechs Punkte! Am 9. Mai nutzte Stefan Beinlich eine Vorlage von Toni Micevski und sorgte somit für den 1:0 Auswärtssieg, mit dem am 31. Spieltag der Fünf-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegsränge behauptet und damit die Grundlage für den Klassenerhalt gelegt wurde. Und 1:0 aus Rostocker Sicht hieß es im Wedaustadion auch am 15. Oktober des gleichen Jahres, als die Partie des 10. Spieltages sogar ein Spitzenspiel war. Der Tabellendritte MSV erwartete den Sechsten F.C. Hansa, der durch einen Treffer von Oliver Neuville nach Vorarbeit von Stefan Studer am direkten Kontrahenten vorbeizog und sich auf Platz 4 verbessern konnte.

Die einzige Hansa-Niederlage in Duisburg nach der Einführung der Drei-Punkte-Regelung war nicht nur für die mitgereisten Fans, sondern vor allem auch für Chef-Coach Ewald Lienen sehr schmerzlich. Nach der 1:4 Niederlage am 5. März 1999 verlor er ausgerechnet an seiner ehemaligen Wirkungsstätte den Job als Hansa-Trainer. Das hatte er in erster Linie dem damaligen MSV-Stürmer Markus Beierle „zu verdanken“, der in der ersten Halbzeit einen Hattrick erzielte und das 4:0 von Bugera vorbereitete. Das Ehrentor der Hanseaten markierte Matthias Breitkreutz erst zwei Minuten vor dem Ende.

Die erste Punkteteilung beim MSV Duisburg gab es am 3. Dezember 1999. Steffen Baumgart nach Flanke von Christian Brand sowie Magnus Arvidsson nach Vorarbeit von Uwe Ehlers drehten den 0:1 Rückstand zwar in eine 2:1 Führung der Hanseaten, doch da Beierle insgesamt wieder zweimal traf, reichte es am Ende nur zu einem 2:2 Unentschieden. Zu wenig aber in erster Linie für den MSV, der am Saisonende absteigen musste.

Nach der Jahrtausend-Wende vergingen dann mehr als sieben Jahre, bis die Rostocker in der Zweitliga-Saison 2006/07 wieder einmal an der Wedau gastierten und dabei einen weiteren Sieg einfahren konnten. Diesmal verwandelten Zafer Yelen und der eingewechselte Amir Shapourzadeh einen 0:1 Rückstand in eine 2:1 Führung, die auch bis zum Abpfiff der Partie Bestand haben sollte. So kehrten die Hanseaten als Tabellenzweiter und die Zebras als Dritter gemeinsam in die Bundesliga zurück.

Erstligaluft konnten beide Teams aber nur ein Jahr schnuppern und beim direkten Aufeinandertreffen in Duisburg nahm man sich auch noch gegenseitig die Punkte weg. Der F.C. Hansa machte dort zwar eines seiner besten Auswärtsspiele, doch es reichte nur zum 1:1 Ausgleich durch den einzigen Saisontreffer von Victor Agali. Die MSV-Führung per Freistoß hatte zuvor Grlic erzielt. Der bosnische Nationalspieler gehört inzwischen zu den dienstältesten Akteuren im Zebra-Trikot und hat trotzdem noch nie gegen den F.C. Hansa gewonnen. Dabei soll es aus Sicht des F.C. Hansa, der seine zuletzt gute Bilanz in Duisburg natürlich ausbauen will, auch am kommenden Montag bleiben....

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