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30.11.2017 14:06 Uhr

Gegnerporträt: Hallescher FC mit Sperre und Verletzungssorgen

Für die Kogge steht das letzte Auswärtsspiel im Jahr 2017 an. Am kommenden Freitagabend (19.00 Uhr) steigt die Flutlicht-Partie im Erdgas-Sportpark in Halle an der Saale. Hier trifft der auswärtsstarke F.C. Hansa (drittbestes Team der Liga auf fremden Plätzen) auf den HFC, der zuletzt eine Heimmacht war (3:0 gegen Großaspach, 2:0 gegen Meppen und 3:0 Münster).

Momentan herrscht Aufregung bei den Hallensern. Am vergangenen Wochenende schlug sich der HFC respektabel beim starken FC Magdeburg, verpasste nur knapp ein Remis. Ärgerlich dabei ist für die Rot-Weißen vor allem der Platzverweis für Ajani. Er ließ sich in einer Rudelbildung zu einem vermeintlichen Schubser gegen Magdeburgs Rother hinreißen und wurde prompt mit Rot vom Platz geschickt. Vorrangegangen war eine Situation, in der Magdeburgs Türpitz nach einem Revanchefoul bereits die Rote Karte gesehen hatte. Interessant hierbei: Türpitz war gerade einmal 20 Sekunden vorher eingewechselt worden. Anfang dieser Woche  bekam Ajani nun vom DFB eine Sperre für drei Spiele, was vom HFC als zu viel angesehen wird. Der Club legte Einspruch gegen das Urteil ein. Der DFB begründete sein Strafmaß mit einer Rot-Sperre Ajanis aus der vergangenen Saison. HFC-Manager Kühne kritisiert: „die vor mehr als einem Jahr ausgesprochene, von uns akzeptierte und abgesessene Strafe von Marvin Ajani jetzt noch strafverschärfend hinzuziehen ist sehr fragwürdig.“

Und dann ist da noch die Sache mit dem Biss: Ebenfalls zu dieser Szenerie gehört ein gewisser Vorwurf, Türpitz sei von Bohl in den Arm gebissen worden, bevor dieser sich mit dem Ellenbogen revanchierte. Nach dem Spiel äußert sich der Magdeburger: "Ich habe das nicht aus einer Laune heraus gemacht. Er hat mich gebissen. Die TV-Bilder sind eindeutig. Trotzdem hätte ich mich schlauer verhalten müssen." HFC-Mittelfeldspieler Bohl hingegen streitet die Vorwürfe ab. Der DFB hat nun mitgeteilt, dass er nicht ermitteln werde. In jedem Fall war es ein brisantes Derby.

Auch gegen die Kogge kann von einem Derby die Rede sein. Unter Berücksichtigung der Vorgängervereine sind die beiden Clubs insgesamt 65 mal aufeinander getroffen. 55 dieser Partien fanden in der DDR-Oberliga statt. Die zehn Partien nach der Wende waren allesamt Drittligaspiele. Die Bilanz hierbei schlägt leicht Zugunsten des F.C. Hansa aus. Zu Buche stehen fünf Siege, ein Unentschieden, vier Niederlagen und ein Torverhältnis von 14:13. Die zurückliegenden drei Spiele in Halle endeten aus Sicht der Kogge 0:0, 0:2 und 2:1. Vor allem der spannende 2:1-Sieg aus der Saison 2014/15 ist sicherlich vielen Hansa-Fans noch gut in Erinnerung. Die Kogge lag lange zurück, bevor Marcel Ziemer (74.) und ein gewisser Olli Hüsing nach einer Ecke per Kopf (90.) den FCH auf die Siegerstraße brachten.

Vor dem Ostduell gegen den F.C. Hansa sieht sich der HFC nun, zusätzlich zu Ajanis Sperre, mit einigen Verletzungssorgen konfrontiert. Mit Pintol und Sliskovic sind zwei wichtige Stürmer verletzt. Hinter Kapitän Gjasula steht ein Fragezeichen. Und in der Defensive fehlen Starostzik, Franke und Fennell. Trotzdem sollte die Kogge aufpassen: Linksaußen Martin Röser ist mit fünf Treffern der Torjäger des HFC. Und auch die verbliebenen Stürmer El-Helwe (4 Tore) und der zweitligaerfahrene Fetsch (3 Tore) bringen Offensivpower auf den Rasen. Eine Eigenschaft, die auch Towart Müller zuzuschreiben ist. Im Spiel gegen Erfurt parierte er nicht nur einen Elfmeter, sondern köpfte in der Nachspielzeit sogar zum 1:1-Ausgleich ein.

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