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07.03.2009 18:09 Uhr

Hans-Ulrich Gienke: Wir müssen alles für den Klassenerhalt tun

Der F.C. Hansa Rostock hat einen neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrat. Nach dem Rücktritt von Adalbert Skambraks (67) hat sich der Aufsichtsrat des Rostocker Zweitligisten mit Hans-Ulrich Gienke (60) einstimmig auf einen Nachfolger geeinigt.

Während Adalbert Skambraks zwölf Jahre in Hansas höchstem Gremium arbeitete, war „Uli“ Gienke, geboren am 25.3.1949, erst auf der Wahlversammlung im November 2008 als Nachfolgekandidat  für den Aufsichtsrat gewählt worden.

Nun steht der Mecklenburger mit der Mitgliedsnummer 1121 also den 4472 Mitgliedern als Aufsichtsratschef vor.

Hans-Ulrich Gienke ist in Mecklenburg-Vorpommern kein Unbekannter. Der Medienprofi ist Geschäftsführer des privaten Radiosenders ANTENNE Mecklenburg-Vorpommern. Er ist seit dem 1. Juli 1997 Mitglied im Verein und gehörte zu den zwölf Persönlichkeiten, die sich zum Ende des Jahres um einen Posten im Aufsichtsrat des F.C Hansa bewarben. Gienke ist verheiratet und hat zwei Kinder.

„Zurzeit geht es nur darum, alles für den Klassenerhalt zu tun", sagte Gienke zum Amtsantritt, der nun also gleich den Sprung vom Nachrücker zum Vorsitzenden des Gremiums schaffte.

„Uli“ Gienke war zur letzten Mitgliederversammlung in der Öffentlichkeit mit diesem Anspruch angetreten: „Ich will mit meinen Ideen und Fähigkeiten hart für eine erfolgreiche Zukunft unserer Hansa-Kogge arbeiten. Für sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg brauchen wir viele Verbündete, die Sponsoren, Mitglieder, Fans und Zuschauer. Um alle müssen wir ständig werben und sie gut behandeln.“

Der Medien-Mann hat einmal über sich selbst gesagt: „Als Mecklenburger, dessen Familie seit mehr als 20 Generationen hier lebt und arbeitet, liegt mir dieses Land einfach am Herzen.“ Diese Aussage kann man getrost auch auf den F.C. Hansa übertragen.

Wie will Hans-Ullrich Gienke Hansa nun konkret helfen? In ersten Interview mit den Rostocker Medien sagte er dazu dies: „Wir kommen nur ins richtige Fahrwasser, wenn sich Siege einstellen. Ansonsten haben wir keine Argumente. Grundsätzlich sehe ich folgende Punkte: Klassenerhalt, Lizenzierung, vernünftiger Umgang mit Sponsoren, Zuschauern, Medien und den Fans. Wir müssen im weitesten Sinne Sympathien einwerben. Allein geht das nicht. Und - ob wir wollen oder nicht - auch das Thema 3. Liga gehört zu den Themen, die wir bedenken müssen, wenn wir ehrlich sind. Ich denke, dass es richtig war, die Trainerfrage zu stellen. Das Wichtigste ist der Klassenerhalt. Dabei können wir von außen noch so viel Unterstützung geben – entschieden wird er auf dem Platz. Ich weiß, worauf ich mich einlasse. Es ist kein Amt, das in den nächsten Wochen und Monaten vergnügungssteuerpflichtig ist.“

Gienke forderte in der jetzigen Situation aber auch hohe Professionalität ein: „Richtig ist, dass wir vom "Unternehmen“ Hansa sprechen müssen und Emotion und Tradition nicht vergessen dürfen. Eine Chance haben wir nur mit einer klaren kommerziellen Priorität.“

Hans-Ulrich Gienke ist als Geschäftsführer der ANTENNE Mecklenburg-Vorpommern GmbH & Co. KG u.a. auch Mitglied im Rostocker Kreis und gehört dem Beirat des Olymp-Club Rostock e.V an.

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