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25.08.2005 16:45 Uhr

Hansa-B-Junioren-Juwel Toni Kroos

Wenn große deutsche Zeitungen über einen 15jährigen Fußballer schreiben und wenn selbst die angesehene Süddeutsche Zeitung zum größten deutschen Talent am Ball ein Interview mit dem Jugend-Abteilungsleiter des FC Bayern München führt, dann muss schon was passiert sein.
Das Objekt der Begierde ist Toni Kroos, 15 Jahre, Schüler, gerade aus der C- in die B-Junioren des F.C. Hansa gewechselt. Ein Spieler, der im Herbst der nächste DFB-Nationalspieler des F.C. Hansa wird!
Toni ist ein bescheidener Junge ohne Allüren, einer, der gut in der Schule und noch besser auf dem Fußballplatz ist und einer der sagt: „Ich spiele gerne Fußball, mehr nicht. Ich bin nichts Besonderes.“
Stimmt aber wohl nicht ganz. Denn dies ist eine falsche Bescheidenheit.
Der Vorstandsvorsitzende des F.C. Hansa Manfred Wimmer und Nachwuchschef Bernd Ziemer sind sicher: „Toni ist ein Ausnahmespieler, vielleicht das größte Talent, was der F.C. Hansa je hatte…“
Insider wissen, die Trainer und Zuschauer haben sich schon lange über den Jungen gefreut, aber der Name wurde ewig unter der Decke gehalten. Bis Fußball-Turniere in Neubrandenburg oder Talentsichtungen in Duisburg das Geheimnis lüfteten, Toni ist ein Juwel und auf Sicht in Rostock schwer zu halten.
Die Kunst, in jungen Jahren besser als andere mit dem Ball umgehen zu können, hat nun zu dem Rummel und dem großen Wirbel um den Spieler geführt. Vater Roland Kroos, so viel ist sicher, passte so viel Aufmerksamkeit für seinen Sohn eigentlich überhaupt nicht.
Wo immer der Bursche auch in den letzten Wochen, Monaten oder Jahren kickte, Scouts staunten, Berater warben und Vereine buhlten um Toni. Ob Chelsea London, Schalke 04, Werder Bremen, VfB Stuttgart oder Bayern München.
Bei Roland Kroos stand das Telefon nicht mehr still. Der Trainer der Hansa-C-Jugend und Oberscout für den Schulfußball in Rostock erhielt für seinen Sohn Angebot um Angebot. Die Chefetage des Klubs war immer informiert.
Vor zwei Monaten tauchten erste Gerüchte in München auf: Der F.C. Bayern hat das größte Talent des deutschen Fußballs „an der Angel“…Toni eben.
Manfred Wimmer erklärte das Thema zur Chefsache.
Erstmals verrät der Vorstandsvorsitzende für Hansa-Online, wie der Deal mit Toni Kroos und Bayern München wirklich gelaufen ist und warum man so einen Burschen in Rostock ab einer bestimmten Situation nicht mehr halten kann, Wimmer räumt damit aber auch mit Gerüchten auf. „Wir können die Gesetze des Marktes nicht aushebeln. Was den 15jährigen Burschen anbelangt, so kann ich nur sagen: Bayern hat nicht bei uns gewildert. Wir wussten durch Tonis Vater Roland, der unsere C-Jugend trainiert, immer um das Interesse der Münchner. Ich hatte drei Gespräche mit Bayern-Manager Uli Hoeneß, wir haben hart verhandelt und Hansa profitiert in der Praxis schon jetzt wesentlich von diesem Wechsel, obwohl der wirklich talentierte Junge noch bei uns spielt und hier seine 10. Klasse beendet. Bayern hat sich sehr seriös verhalten. Auch dies möchte ich noch klar stellen: Bayern München hat auch Roland Kroos kein Trainer-Amt angeboten, um Toni zu ködern. Roland bleibt bei Hansa und ist einer unserer wichtigsten Ausbilder und Scouts.“
Im Klartext: Toni spielt noch ein Jahr beim F.C. Hansa um am Ende der Saison ins Internat des FC Bayern München wechseln.
Wie man dort über ihn denkt, war jetzt in der „Süddeutschen Zeitung“ zu lesen. Werner Kern, Jugend-Abteilungsleiter des FC Bayern München wird dort zitiert: “ Wir hoffen natürlich alle, dass Toni Kroos ein Topspieler wird, aber keiner weiß, ob er es wirklich wird. Das ist eine Lotterie, es gibt so viele Möglichkeiten der Entwicklungen. Toni ist das größte Talent im deutschen Fußball, er bringt alles mit, was man braucht, aber er muss das auch umsetzen…“
Dem ist dann eigentlich nichts mehr hinzuzufügen!
Nur so viel vielleicht: Toni trägt zwar ein rotes Bändchen von den Bayern am Handgelenk. Aber er sagt auch: „Mit dem Herzen bin ich voll in Rostock. Was im nächsten Jahr ist, interessiert mich jetzt noch gar nicht. Es macht mich auch nicht verrückt.“
Der nächste Höhepunkt des offensiven Mittelfeldspielers: Mit der B-Junioren-Mannschaft des Vereins reist er am Monatsende zu einem Super-Turnier nach Italien. Vom 1. bis 4. September ist er mit seiner Truppe Gast des größten Fußball-Turniers auf dem „Stiefel“, dem 10. Torneo Giovanile Internazionale dell’ Amicizia in San Giorgio della Richinvelda. Dort trifft er auf Mannschaften wie Liverpool, Turin, Mailand, Amsterdam und Real Madrid. Und die Scouts werden über das Hansa-Talent mit Sicherheit staunen…

Visitenkarten:

Roland Kroos, der Vater
Geboren: 18.11. 1959 in Stralsund. Beruf: Instandhaltungsmechaniker. Verheiratet mit Birgit, zwei Kinder (Toni, Felix). Vereine als Sportler/Spieler: bis 21 Jahre Leistungssportler bei den Ringern in Luckenwalde; dann KKW Greifswald und ESV Greifswald. Vereine als Trainer: ab 1994 Übungsleiter in Greifswald und oftmaliger Landesmeister mit Jugendteams. Mitglied bei Hansa seit 2002. Im Jahr 2003 Sieger beim Nord-Kurier-Turnier in Neubrandenburg. Sportliche Ausbildung: B-Schein, Vorbereitung zum A-Schein.
Toni Kroos, das Talent
Geboren: 4. Januar 1990 in Greifswald. Toni, Sohn des C-Jugend-Trainers, gilt als eines der ganz großen Talente des Klubs. Der Junge, der beidbeinig den Ball spielt,  hat eine gute Technik und Spielübersicht. Er operiert im zentralen, offensiven Mittelfeld, ist charakterlich stark, kann mit Druck umgehen und behält auch in komplizierten Situationen den Durchblick. Sein ebenso talentierter Bruder spielt als jüngerer Bursche oft schon in seiner Mannschaft. Wo er auftauchte, wurde er fast immer als bester Spieler seiner Alterklasse gefeiert.
Macht seine 10. Klasse noch in Rostock und geht 2006 zu Bayern
Felix Kroos, der Bruder
Geboren: 12. März 1991 in Greifswald. Für sein Alter ist der offensive Mittelfeldspieler und Stürmer seinen Mannschaftskameraden voraus. Seine Psyche ist schon sehr stabil, er zeigt gerade vor dem gegnerischen Tor keine Nerven. Auffallend ist seine gute Balltechnik. Der Junge, der zweimal in der Woche mit seinem Vater Einzeltraining macht, ist bei Hansa momentan eine „kleine Tormaschine“…

 

 

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