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05.10.2015 16:57 Uhr

Hansa holt Bronze in Berlin

Vom 2. bis zum 4. Oktober 2015 trafen sich in der Bundeshauptstadt Berlin Deutschlands top Five im Goalball. Mit dabei war auch der Rostocker Goalballclub Hansa.

Eine Woche zuvor testete die Mannschaft im belgischen Brügge für den Pokal. Dort sprang ein guter fünfter Platz heraus wobei der RGC Hansa sogar die Nationalmannschaften aus Dänemark und Kosovo besiegten. Die Nationalmannschaft Dänemarks fegten die Rostocker sogar mit 13:3 aus der Halle. Mit einem sehr guten Gefühl ging es dann nach Berlin Doch es schien so, als könnte die Mannschaft in Berlin nicht an den guten Leistungen der Vorwoche anknüpfen und unterlag die ersten Spiele gegen SSV Königs Wusterhausen, Ascota Chemnitz und dem deutschen Meister SSG Blista Marburg e.V. sehr hoch. 

Im letzten Gruppenspiel ging es gegen den BV SV Nürnberg um alles. Wer verliert fliegt, wer gewinnt steht im Halbfinale. Die Atmosphäre glich einem Finalspiel! Beide Teams waren aggressiv eingestellt und probierten von Anfang an dem Gegner das Licht auszumachen. Und so machte Nürnberg sogar das erste Tor. Doch das schien genau zur rechten Zeit gekommen zu sein. Denn mit dem Rückstand ging ein Ruck durch die Rostocker Reihen und zwei Minuten später führte Hansa mit 6:1. Der RGC Hansa zeigte endlich sein wahres Gesicht. Doch die Franken ließen nicht locker und so blieb das Spiel knapp und die Emotionen schlugen hoch. Doch Hansa gab die Führung nicht mehr her und siegte am Ende mit einem unglaublichen 19:13. Niemand hatte an einem Sieg geglaubt, Nur die Mannschaft selbst.

Am Sonntag ging es dann im Halbfinale gegen den Gruppensieger Chemnitz. Wie auch schon in der Gruppenphase lag Hansa schnell hinten und so wurden die Stammkräfte früh ausgewechselt und es wurden taktische Varianten ausprobiert. Man wollte alles auf eine Karte setzen: das Spiel um Bronze! Nach einer 2:12-Halbfinalniederlage traf man im Spiel um Bronze nun auf den SSV Königs Wusterhausen. Vor einem Jahr gewann Hansa schon einmal Bronze. Damals schlugen sie Nürnberg mit 4:5. In den bisherigen fünf Duellen gegen die Brandenburger, konnte Hansa noch nie einen Punkt holen. Das sollte sich in Berlin aber ändern. Mit einem offenen Visier und einer aggressiven Einstellung zum Spiel ging der RGC Hansa früh in Führung und konnte diese auch permanent halten. Somit haben sie nicht nur den ersten Sieg gegen KW eingefahren sondern auch völlig überraschend Bronze geholt.

"Ich glaube wir sind der überraschendste Medaillengewinner den es je gegeben hat. Die Voraussetzungen waren auch denkbar schlecht. Wir hatten es mit vielen Verletzungen und Trainingsrückständen zu tun. Wir haben richtig schlechte Spiele absolviert und unsere Verteidigung war eigentlich gar nicht vorhanden. Doch wir wussten auf welche Spiele es ankommt und was es braucht um an Ende feiern zu können. Wir waren in den wichtigen und entscheidende Spielen da und haben unsere spielerischen Defizite durch Kampf und Teamgeist wett gemacht", freut sich Reno Tiede - der Kapitän der Rostocker Goalballer.

Der Pokal ging nun zum zweiten Mal in Folge nach Marburg. Der deutsche Meister gewann gegen Chemnitz mit 10:5. "Es ist schön, daß wir Bronze gewonnen haben. Aber wir müssen aus Berlin unsere Lehren ziehen. Damit ab 2016 ein Rostocker Orkan durch die Goalball Hallen fegt, müssen wir intensiv an einem flexibleres und effektiveren Wurfbild arbeiten. Aber in erster Linie brauchen wir eine sattelfeste, sich im Block verschiebende sichere Abwehr. Dafür werden wir unser Training intensivieren." so der Teambetreuer Andreas Henke.

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