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04.06.2013 10:22 Uhr

Hansa im statistischen Saisonrückblick

Auf dem zwölften Rang der 3. Liga beendete der F.C. Hansa die zurückliegende Meisterschaftssaison, was in einer Rangliste des Deutschen Fußballs aktuell den 48. Tabellenplatz und damit die schlechteste Bilanz seit der deutschen Fußball-Einheit bedeutet.

In einer fiktiven Tabelle mit den Vereinen aus dem Verbandsgebiet des ehemaligen DFV der DDR belegt der F.C. Hansa – hinter Energie Cottbus, Union Berlin, Erzgebirge Aue, Dynamo Dresden, Chemnitzer FC und Hallescher FC den siebenten Tabellenplatz. Schlechter hatte man zuletzt vor 25 Jahren abgeschnitten – in der Saison 1987/88 belegte der F.C. Hansa als Aufsteiger in der DDR-Oberliga den neunten Tabellenplatz.

Insgesamt konnten an den 38 Spieltagen nur elf Siege eingefahren werden, zwei davon gleich in den ersten beiden Heimspielen. Nach dem 2:1-Erfolg zum Auftakt über die Stuttgarter Kickers gelang mit dem 4:1 über den SV Babelsberg 03 am 4. August 2012 der höchste Saisonsieg. Dabei handelte es sich zugleich um den 500. Pflichtspiel-Heimsieg der Vereinsgeschichte. Diesem konnten im Saisonverlauf allerdings nur noch fünf weitere Heimsiege hinzugefügt werden. Sechsmal reichte es zu Hause nur zu einem Unentschieden, ebenso oft wurde vor eigenem Publikum sogar verloren, wobei den Hanseaten bei diesen sechs Niederlagen kein einziger Treffer (0:13 Tore!) gelang. Wenn der F.C. Hansa zu Hause allerdings ein Tor erzielte, verlor er nie!

Überhaupt war die schlechte Torausbeute das größte Manko in den Heimspielen. Von den 39 Saisontoren wurden nur 17 in der Rostocker DKB-Arena erzielt. Und diese 17 Tore verteilten sich lediglich auf neun Heimspiele, in denen mit 17:5 Toren sieben Siege und zwei Unentschieden eingefahren wurden! In den restlichen zehn Heimspielen blieben die Hanseaten torlos, spielten entweder 0:0 (4x) oder verloren mit 0:1 (1x), 0:2 (3x) bzw. 0:3 (2x).

Besonders deutlich wurde diese Misere zwischen dem 17. November 2012 und dem 6. April 2013, als in acht aufeinander folgenden Heimspielen nur ein einziger Torerfolg gelang! Und als die Mannschaft aus den neun sieglosen Begegnungen zwischen dem 9. November 2012 und 2. März 2013 nur einen Punkt geholt hatte, war sie vom fünften Rang wieder in den Tabellenkeller abgestürzt und befand sich in akuter Abstiegsgefahr.

Den Hebel umlegen konnten die Hanseaten schließlich am 12. April 2013 in Aachen, obwohl sie auch dort bereits mit 1:3 im Rückstand lagen. Erst 13 Minuten vor dem Ende leitete Tom Weilandt mit seinem Anschlusstreffer – dem 100. Drittliga-Tor des F.C. Hansa – die Wende ein und am Ende feierten die Rostocker noch einen 4:3-Auswärtssieg.

Acht Tage später beim 2:0-Heimsieg am 34. Spieltag über Borussia Dortmund II konnten die Hansa-Fans auch im eigenen Stadion – zum ersten Mal seit dem 3. November 2012 – wieder mehr als ein Tor bejubeln. An den abschließenden vier Spieltagen blieb der F.C. Hansa ebenfalls ohne Niederlage – musste sich aber jeweils die Punkte teilen. Dabei sah man am 4. Mai 2013 – im 1750. Meisterschaftsspiel der Vereinsgeschichte – schon wie der Sieger aus und hätte den Klassenerhalt auch theoretisch perfekt machen können. Doch gegen die Offenbacher Kickers wurde eine 2:0-Führung noch aus der Hand gegeben.

Die fünf ungeschlagenen Begegnungen an den letzten fünf Spieltagen bilden übrigens die längste positive Serie der gesamten Saison. Selbst, als die Hanseaten zwischen dem 1. September und 3. November 2012 von neun Punktspielen nur ein einziges verloren hatten, blieben sie jeweils nur viermal in Folge unbezwungen. Dennoch war dies die beste Phase der Saison, die mit einem 2:1-Auswärtssieg beim damaligen Spitzenreiter 1. FC Heidenheim begründet wurde. Der Siegtreffer, den Ondrej Smetana dort in der 62. Spielminute erzielen konnte, war zudem das 2500. Meisterschaftstor in der Rostocker Vereinsgeschichte!

Mit acht Saisontoren war Ondrej Smetana auch der effektivste Stürmer des F.C. Hansa, denn er stand nur 1527 Minuten – und damit 44,6 % der Gesamtspielzeit – auf dem Platz. Zum besten Torschützen des F.C. Hansa avancierte mit zehn Saisontoren Johan Plat, obwohl auch er nur 2048 Minuten (59,8 %) eingesetzt wurde. Zum Dauerbrenner des F.C. Hansa entpuppte sich schließlich Alex Mendy, der 32 seiner 35 Saisonspiele über die volle Distanz absolvierte, lediglich zweimal ausgewechselt und einmal des Feldes verwiesen wurde. Seine 3103 Einsatzminuten bedeuten – trotz dreier vollständig versäumter Punktspiele – immerhin eine Quote von 90,7 %. Ebenfalls 35 der insgesamt 38 ausgetragenen Drittliga-Begegnungen haben Matthias Holst (2979 Minuten) und Michael Blum (2851 Minuten) absolviert. Insgesamt kamen in der zurückliegenden Saison 31 verschiedene Spieler zum Einsatz.


Alle eingesetzten Spieler im Überblick: (Punktspiele/Tore – Pokalspiele/Tore)

Michael Blum (35/1 – 5/1), Alex Mendy (35/1 – 5), Matthias Holst (35 – 3/1), Tom Weilandt (34/7 – 5/4), Johan Plat (33/10 – 5/2), Ken Leemans (30/3 – 3), Julien Humbert (29 – 3), Kevin Müller 28 – 2), Sebastian Pelzer (26 – 2), Ondrej Smetana (25/8 – 5/3), Leonhard Haas (21 – 2), Ronny Marcos (16 – 4/1), Edisson Jordanov (14/1 – 4/2), Denis Berger (14/1 – 2), Maurice Trapp (14 – 2), Nils Quaschner (13/1 – 5/1), Manfred Starke (12/3 – 4), Tommy Grupe (12 – 3), Ben Zolinski (11 – 2), Johannes Brinkies (10 – 3), Philipp Klement (10/1 – 2/1), Nico Zimmermann (10 – 2), Lucas Albrecht (10/1 – 1), Stephan Gusche (8 – 3), Sargis Adamyan (8 – 2/1), Rick Geenen (7 – 2), Collin Quaner (7 – 0), Patrick Wolf (6 – 1), Emil Rilke (6 – 1), Jörg Hahnel (2 – 1), Mohammed Lartey (1 – 0)
 

Die ewige Einsatz-Statistik seit der Saison 1954/55: (Pflichtspiele)


1. Juri Schlünz (406), 2. Hilmar Weilandt (405), 3. Rainer Jarohs (403), 4. Dieter Schneider (393), 5. Heiko März (377), 6. Axel Schulz (364), 7. Gernot Alms (338), 8. Werner Drews (308), 9. Klaus-Dieter Seehaus (305), 10. Jürgen Uteß (296), 11. Herbert Pankau (295), 12. Michael Mischinger (292), 13. Timo Lange (290), 14. Gerd Kische (280), 15. Kurt Zapf (276) ...... 89. Sebastian Pelzer (95), ...... 98. Jörg Hahnel (84) ...... 111. Michael Blum (75) ...... 113. Kevin Müller (70) ...... 124. Tom Weilandt (64) ...... 131. Matthias Holst (61) ...... 135. Mohammed Lartey (59)

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