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02.02.2009 14:52 Uhr

Hansa-Junioren überwinterten auf den sechsten Plätzen der Bundesliga

Im Schatten der Profis und Amateure waren die Junioren der A- und B-Jugend des F.C. Hansa in der ersten Halbserie des Spieljahres 2008/2009 ein Silberstreif am Horizont der Bundesliga. Die A-Junioren und die B-Junioren schlossen die 1. Halbserie gleichermaßen mit einem beachtenswerten 6. Platz ab. Vor der Rückrunde sprachen wir mit den beiden Trainern Michael Hartmann (A-Junioren) und Roland Kroos (B-Junioren).

Wie beurteilen Sie das Niveau der Bundesliga Nordost in diesem Spieljahr?

Michael Hartmann: Vielleicht ist es übertrieben, von einer Zwei-Klassengesellschaft in der A-Junioren-Bundesliga zu sprechen. Sicher kann jeder immer noch jeden schlagen. Aber Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte wie Hertha, HSV, Bremen, Wolfsburg bestimmen schon das Niveau, sind spielerisch, taktisch, technisch besser bestückt. Andere wie Cottbus, Chemnitz oder Jena kommen eher über den Kampf zum Spiel. In der Spielordnung stehen sie unterdessen nicht viel nach.
Roland Kroos: Generell kann man wirklich sagen, dass Niveau in dieser Spielklasse ist gut. Die Mannschaften sind teilweise sehr ausgeglichen. Man merkt auch, dass das Tempo in der Bundesliga durchaus weitaus höher ist als in der Regionalliga oder im Land ist. Die Jungs sind in den Teams technisch-taktisch schon ordentlich geschult. Es wird schon ein aggressiverer, schneller Fußball gespielt.

Sind Sie mit dem sechsten Platz nach der Hinrunde zufrieden?

Michael Hartmann: Im Großen und Ganzen war für uns sicher mehr als ein sechster Platz drin. Unser Ziel, unter die besten sechs Teams zu kommen, haben wir sicher erreicht. Unser Spiel war jedoch oft schon 25 m vor dem gegnerischen Tor zu Ende. Ab da waren wir nicht durchschlagskräftig genug. Das müssen wir ändern.
Roland Kroos: Zufrieden sollte man ja niemals sein. Aber: Wir sind teilweise schon zufrieden. Ein Manko unseres Spiels war sicher, dass wir acht Spiele unentschieden gestalteten. Mindestens in sechs Spielen davon waren wir die bessere Mannschaft. An den Punkten aber hat man das nicht gemerkt. So reichte es nur zu 23 Zählern und das hätten tatsächlich durchaus mehr sein können. Ich hoffe, in der Rückrunde machen die Burschen das noch besser.

Wo schlug sich die Mannschaft am besten?
Michael Hartmann: Am Anfang der Saison hatten wir einige sehr gute Spiele. Da war das 4:1 gegen Hertha oder die erste Halbzeit gegen den HSV. In der 2. Phase der ersten Halbserie haben wir teilweise auch ordentlich Fußball gespielt, oft 60 Prozent des Spiels die Initiative gehabt. Aber diesen Vorteil am Ball konnten wir oft nicht genügend nutzen. Es fehlten die Torerfolge in dieser Phase. Auch dies müssen wir verbessern.
Roland Kroos: Es gab eine Anzahl von Spielen, wo ich mich wirklich über meine Jungs freuen konnte. Ich nenne hier mal das 1:1 im Heimspiel gegen Hertha, das 2:1 gegen den HSV oder das Heimspiel gegen Hannover (2:0). Auch die letzten erfolgreichen Spiele gegen Tebe oder Energie Cottbus (3:2) hatten was.

Welche Wünsche blieben in der ersten Halbserie offen?
Michael Hartmann: Wir müssen generell unser Offensivspiel verbessern, einfach 16 m vor dem Tor effektiver und zielstrebiger werden.
Roland Kroos: Wir müssen generell unsere Überlegenheit und unsere Chancen besser nutzten. Daran haben wir im Training stark gearbeitet und daran werden wir weiter arbeiten.

Welche Spieler Ihrer Mannschaft haben sich am besten entwickelt?
Michael Hartmann: Mit Felix Kroos haben wir auf Grund seiner Qualitäten schnell einen Spieler an den Amateur- bzw. Profibereich verloren, der uns in unserer Liga natürlich sehr helfen würde. Aber für seine Entwicklung ist der jetzige Weg natürlich besser. Er wird schon jetzt mächtig gefordert und wir wollen ja unsere besten Spieler in den Profibereich übergeben. Das ist ja unser Hauptziel. Thomas Götzl als finnischer Jugendnationalspieler war in der Mannschaft fraglos der stabilste Spieler und hielt unsere Abwehr zusammen. Ansonsten haben wir eher als Team funktioniert.
Roland Kroos: Natürlich achten viele Leute immer auf die Jungs, die im Fokus des DFB stehen. Natürlich schaut man auf sie genauer. Ben Zolinski hat zu Ende des Jahres so gute Leistungen gebracht. Tommy Grupe hat seine Leistungen bestätigt. Edisson Jordanov ist als junger Jahrgang schon gut mit dabei. Auch der Berliner Tom Trybull vom 1. FC Union war eine Verstärkung. Aber natürlich hat jeder Junge auch noch Potential nach oben.

Welchem Spieler aus Ihrer Mannschaft trauen Sie eine Karriere im Profifußball zu?
Michael Hartmann: Da möchte ich mich nicht festlegen. Das ist noch ein zu weiter weg. Da gehört auch ein wenig Selbstinitiative und Glück dazu. Götzl hat als zukünftiger U21-Nationalspieler von Finnland ja schon in Regensburg bei den Männern in der 3. Liga gespielt bzw. trainiert, er trainiert auch jetzt schon bei den Amateuren. Aber eine Prognose will ich da nicht wagen. Interessant wird vielleicht auch der Weg von Fabian Zittlau werden. Mal sehen…
Roland Kroos: Das ist wirklich schwer zu sagen und ich möchte da keine großen Prognosen abgeben. Aber es ist schon so, dass ein Grupe oder Jordanov oder Trybul unter gewissen Voraussetzungen einmal oben ankommen könnte. Aber dazu ist auch viel Fleiß und Selbstdisziplin notwendig. Andererseits hofft man, dass zu den körperlichen Voraussetzungen auch die Persönlichkeitsentwicklung voran geht. Aber es ist noch ein langer und steiler Weg. Der Adler auf der Brust allein macht es nicht…

Welches sind die Saison-Höhepunkte in der Rückrunde?
Michael Hartmann: Wenn wir besser als Sechster werden wollen, dann müssen wir den Großen ein Bein stellen und dürfen die Kleinen nicht unterschätzen.
Roland Kroos: Jedes Spiel ist für uns ein Saisonhöhepunkt. Es gibt auch in der B-Junioren-Bundesliga keine leichten Gegner. Auch Mannschaften wie Osnabrück sind gut gerüstet und können es uns schwer machen, wie das Heimspiel und das 2:2 in letzter Sekunde zeigte.

Welche Veränderungen hat es in der Winterpause in Ihrer Mannschaft gegeben?

Michael Hartmann: Tommy Gruppe aus der U16 trainiert jetzt schon bei uns, wird aber sicherlich bei den B-Junioren spielen. Tony Lübke, der einst aus Bützow zu uns kam, ist zum Malchower SV in den Männerbereich gewechselt. Christian Schindel und Felix Bloch haben den Verein mit unbekanntem Ziel verlasen.

Roland Kroos: Mit Nils Quaschner und Lukas Pägelow haben wir die letzten drei Wochen der Hinrunde schon gearbeitet. Sie kommen aus unserer C-Junioren und sie sind im Fokus des DFB für den ersten Auswahljahrgang. Wir wollen sie fördern, in dem wir sie bei uns fordern. Ich hoffe aber auch, dass Pelle Jensen, der als Auswahlspieler nur fünf Begegnungen mitmachen konnte, verletzungsfrei wird und im Spiel wieder mehr helfen kann. Paul Bürger ist wieder zum FSV Bentwisch zurück gewechselt.

Welche Wünsche haben Sie für das Jahr 2009?

Michael Hartmann: Gesundheit für meine Familie, meine Mannschaft, für mich. Und natürlich sportlichen Erfolg...
Roland Kroos: Unser Ziel war Platz 3 bis 6. In diesem Limit liegen wir. Mit 23 Punkten sind wir vom dritten Platz zwar etwas weit weg. Aber unsere Möglichkeiten uns zu verbessern, sind noch drin.

Wie starten Sie in die neue Saison?

Michael Hartmann: Wir starteten am 5.1. 2009, hatten zwei Hallenturniere im Programm und müssen am Wochenende 14./15. Februar gegen den VfL Osnabrück ran.
Roland Kroos: Unser erster Trainingstag war der 12. Januar. Seither haben wir viel trainiert, in Hallen-Turnieren uns vorbereitet und einiges auch unter sehr winterlichen Bedingungen geübt. Am 21./22. Februar starten wir schließlich in die Rückrunde gegen den FC St.Pauli.

 

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