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09.01.2006 08:30 Uhr

Hansa-Nachwuchs enttäuschte bei Knabenturnier

Der Wettbewerb der kleinen Ballartisten rief und 3200 Fans kamen. Im Jahnsportforum Neubrandenburg präsentierten Nachwuchsvertretungen von zwölf prominenten Vereinen bei der 40. Auflage des Knabenturniers einen tollen Fußballtag. Am Ende setzten sich zum dritten Mal nach 1995 und 1998 die Talente von Borussia Dortmund im Vergleich der D-Junioren (AK 12) durch. Im Finale bezwangen die Borussen den VfB Stuttgart nach Neunmeter-Schießen mit 6:5. Nach der regulären Spielzeit hatte es 3:3 gestanden. Dritter wurde Hertha BSC durch einen 4:2-Erfolg über Bayern München.
Durchweg enttäuschend war die Leistung, die der Nachwuchs des FC Hansa Rostock bot. Die jungen Hanseaten, die als Pokalverteidiger angereist waren, blieben weit unter den Erwartungen. Nicht einen einzigen Treffer erzielten sie in den fünf zwölfminütigen Staffelspielen. Und wenn sie nicht in Torhüter Johannes Brinkies ihren besten Akteur gehabt hätten, wären ihre vier Niederlagen wohl noch höher ausgefallen.

Angefangen hatte alles akzeptabel: Beim ersten Auftritt zeigten sich die Hanseaten dem Schweizer Meister FC St. Gallen ebenbürtig, holten ein torloses Remis. Danach aber begann mit dem 0:2 gegen den FC Bayern München die Talfahrt. Es folgten ein 0:4 gegen den FC Schalke 04 und ein 0:3 gegen Bayer Leverkusen. Eine erneute 0:3-Niederlage gegen Hertha BSC rundete die schwache Leistung der Rostocker ab. Nur im Neunmeter-Schießen der Staffelletzten behauptete Hansa Platz elf gegen Bröndby Kopenhagen.

Trainer Jano Klempkow fand keine Erklärung: „Alles ging daneben, weil auch Nervosität und Pech hinzukamen.“ Beobachter war der vom Publikum stürmisch begrüßte Juri Schlünz. Der einstige Hansa-Spieler und Bundesliga-Trainer, der jetzt Spielerbeobachter des FCH ist, hatte als Steppke selbst beim Turnier gespielt. Sein Kommentar: „Es gab ausgezeichnete Spiele zu sehen. Unsere Jungs traten zu zaghaft auf.“

Der Bonus, den der viermalige Pokalgewinner beim Neubrandenburger Publikum hat, scheint unerschöpflich. Mit einem aufmunternden Trostapplaus wurden die Rostocker bei der Siegerehrung wieder aufgerichtet.

(Quelle: OZ, 09.01.06,S. ISELT)

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