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30.10.2008 13:38 Uhr

Hansa-Premiere gegen Rot-Weiß Oberhausen

Bereits zum vierten und damit auch zum letzten Mal in dieser Saison hat der F.C. Hansa am kommenden Sonntag ein Auswärtsspiel bei einem Aufsteiger zu bestreiten. Beim bevorstehenden Gastspiel in Oberhausen handelt es sich für die Hanseaten - ebenso wie vier Wochen zuvor beim FC Ingolstadt - sogar um eine echte Punktspiel-Premiere. Denn noch nie zuvor kämpften die Fußballer aus Rostock und Oberhausen gemeinsam in einer Liga um Meisterschaftspunkte.

Wirft man einen Blick auf die Abschlusstabellen der vergangenen Spielzeiten, ist die Mannschaft von Rot-Weiß Oberhausen von Jahr zu Jahr sogar in unterschiedlichen Spielklassen zu finden. Nach der Saison 2004/05 als Sechzehnter der 2.Bundesliga abgestiegen, musste man ein Jahr später auf Rang 17 sogar die Regionalliga verlassen und fand sich in der Oberliga Nordrhein wieder. Von dort ging es allerdings im Eiltempo zurück in den Profi-Fußball. Im Sommer 2007 gelang die Rückkehr in die Regionalliga und ein Jahr später war der Durchmarsch in die 2.Bundesliga perfekt.

Die erfolgreichsten Jahre des SC Rot-Weiß Oberhausen Rheinland 1904 e.V. - so der vollständige Name des kommenden Hansa-Gegners - liegen bereits mehr als 35 Jahre zurück. Ab 1969 wurde im Niederrheinstadion vier Spielzeiten lang sogar Bundesliga-Fußball zelebriert. Nachdem dreimal der Klassenerhalt gesichert werden konnte, musste die Eliteklasse 1973 als Tabellenletzter aber wieder verlassen werden.

Der größte Tiefpunkt der Vereinsgeschichte datiert aus dem Jahr 1988, als den Oberhausenern die Lizenz für die 2.Bundesliga entzogen wurde. Die neu aufgebaute Mannschaft war in der folgenden Saison selbst in der Amateur-Oberliga nicht konkurrenzfähig, stieg mit 4:68 Punkten sang- und klanglos sogar in die Verbandsliga Niederrhein ab, wo man ein weiteres Jahr später auch nur denkbar knapp den Klassenerhalt realisieren konnte.

Ab 1993 ging es mit der Rückkehr in die Oberliga wieder schrittweise aufwärts bei den Rot-Weißen. 1995 folgte der Aufstieg in die Regionalliga und 1998 die Rückkehr in den Profi-Fußball. Sieben Jahre lang behauptete man sich in der 2.Bundesliga, doch Duelle mit dem F.C. Hansa gab es weiterhin nicht, weil die Rostocker in jenem Zeitraum ununterbrochen erstklassig kickten. Die größte Chance, vielleicht auch noch einmal in die höchste Spielklasse aufzurücken, vergab RWO 2003/04. Seinerzeit durfte man sich noch mit dem Titel des Herbstmeisters schmücken, beendete die Saison allerdings nur als Fünfter und stieg ein Jahr später dann sogar wieder aus der 2.Liga ab.

Auch im DFB-Pokal hat es noch keinen Vergleich zwischen Hansa und Rot-Weiß gegeben. Gemeinsam haben beide Teams nur, dass sie zur Jahrtausendwende im Pokal-Halbfinale jeweils am FC Bayern gescheitert waren. Während Oberhausen am 9. März 1999 sein Heimspiel mit 1:3 verlor, unterlag der F.C. Hansa am 16. Februar 2000 in München den späteren Pokalsieger knapp mit 2:3. Nun will es allerdings der Zweitliga-Spielplan, dass es am 2. November um 14 Uhr im Niederrheinstadion zum ersten Pflichtspiel zwischen den selbsternannten „Malochern“ aus dem Ruhrpott und den Hanseaten kommt.

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