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09.04.2011 16:08 Uhr

Hansa stößt mit Heimsieg die Tür zur 2. Bundesliga weit auf

Der F.C. Hansa hat die Tür zur 2. Bundesliga sperrangelweit aufgestoßen. Da alle unmittelbaren Verfolger der Hanseaten am 32. Spieltag nicht gewinnen konnten, konnte mit dem 1:0 Heimsieg über Dynamo Dresden der Vorsprung auf den dritten Tabellenplatz auf 17 Punkte ausgebaut werden. Bei der um 24 Treffer besseren Tordifferenz gegenüber Kickers Offenbach reicht am kommenden Sonnabend in Saarbrücken nun praktisch schon ein Unentschieden, um den direkten Wiederaufstieg perfekt machen zu können.

Gegenüber dem 2:1 Auswärtssieg am Mittwoch in Heidenheim ändert Trainer Peter Vollmann die Startelf erneut auf einer Position. Siegtorschütze Björn Ziegenbein kehrt von Anfang an ins Team zurück und agiert auf der angestammten Außenbahn im Mittelfeld, während Mohammed Lartey dadurch wieder die zentrale Position bekleiden kann. Auf der Ersatzbank nimmt diesmal zunächst der defensive Mittelfeldspieler Kevin Pannewitz Platz, so dass die Hanseaten gegen Dynamo Dresden nur mit einem „Sechser“ beginnen.

Die Rostocker, die auf der Trikotbrust an Stelle des Hauptsponsors Veolia diesmal für die Deutsche Kinderkrebshilfe werben, haben von Anfang an mehr vom Spiel, können zunächst aber kaum Torgefahr erzeugen. Den Torschrei auf den Lippen haben die 24200 Zuschauer zum ersten Mal in der 13. Spielminute, als sich Radovan Vujanovic auf der rechten Seite durchsetzt und den Ball in den Lauf von Mohammed Lartey spielt. Dessen Schuss aus Nahdistanz wird vom Dresdner Keeper per Fußabwehr geklärt, doch der anschließende Eckball leitet dann die Führung der Hanseaten ein. Den von Mohammed Lartey vor das Tor getretenen Ball können die Dresdner nicht weit genug abwehren, so dass Robert Müller keine Mühe hat, aus acht Metern flach zum 1:0 einzuschießen.

Auch auf den anderen Plätzen läuft mittlerweise alles für den F.C. Hansa, denn der Tabellendritte Kickers Offenbach liegt in Babelsberg ebenso 0:1 im Rückstand wie der -vierte Rot-Weiß Erfurt zuhause gegen den 1.FC Saarbrücken. Die Hanseaten ihrerseits kontrollieren auch in der Folgezeit die Partie, gehen mit ihrer Führung im Rücken aber auch kein unnötiges Risiko ein und verschleppen immer wieder das Tempo. Die Dresdner kommen weiterhin nicht in die Nähe des Hansa-Gehäuses und geben erst in der 29. Minute ihren ersten Torschuss ab. Alexander Essweins Versuch jedoch geht ungefähr einen Meter über die Latte.

Auf der Gegenseite ergeben sich die besten Gelegenheiten vor allem in Folge von Standards. Nach einem Lartey-Eckball von links landet der Ball bei Marcel Schied, dessen Schuss aus der Drehung Torhüter Benjamin Kisten parieren kann (34.). Zudem rettet der Dynamo-Keeper knapp vor Radovan Vujanovic (38.). Die letzte Hansa-Chance vor der Pause bietet sich Marcel Schied, der von der linken Strafraumgrenze abzieht, das Tor aber knapp verfehlt (44.). So bleibt es zur Halbzeit bei der knappen Hansa-Führung, während die Erfurter gegen Saarbrücken inzwischen ausgeglichen haben. Dennoch würde dies weiterhin bedeuten, dass der F.C. Hansa seinen Vorsprung auf Rang 3 auf sagenhafte 17 Punkte ausgebaut hätte.

Die erste Großchance nach dem Seitenwechsel haben die Hanseaten erneut nach einem Lartey-Eckball von rechts, den Martin Stoll volley nimmt und dabei das rechte obere Eck nur um wenige Zentimeter verfehlt (56.). Frohe Kunde kommt inzwischen wieder aus Erfurt, wo die Saarbrücker erneut in Führung gegangen sind. Und Offenbach liegt in Babelsberg nun sogar schon 0:2 zurück. Auch der F.C. Hansa hätte fast seinen zweiten Treffer markiert, als Peter Schyrba von rechts auf Radovan Vujanovic passt, dessen Schussversuch aber von Jungnickel zur Ecke geklärt wird (64.). Einen herrlichen Vujanovic-Kopfball nach Jänicke-Flanke von rechts pariert zudem Torhüter Kisten (67.).

In der 72. Spielminte hat dann Robert Müller gleich zwei sehzr gute Gelegenheiten, seinen zweiten Treffer im Spiel zu erzielen. Nach Rückpass von Marcel Schied trifft er den Ball jedoch nicht richtig und nach Kopfball-Ablage von Radovan Vujanovic geht sein Flachschuss umk Haaresbreite am rechten Pfosten vorbei. Kurz darauf nimmt Trainer Peter Vollmann gleich einen Doppelwechsel vor und bringt an Stelle der zweiten Sturmspitze einen zusätzlichen defensiven Mittelfeldspieler. Dennoch haben die Hanseaten wenig später erneut eine Riesenchance, auf 2:0 zu erhöhen. Ziegenbeins Flanke von rechts nimmt Mohammed Lartey aus vollem Lauf volley, verfehlt aber das Dynamo-Tor (78.).

Als Mohammed Lartey nach Doppelpass mit Michael Blum erneut auf das Tor schießt, wehrt Florian Jungwirth den Ball mit der Hand ab, doch der Elfmeter-Pfiff von Schiedsrichter Felix Zwayer bleibt aus (80.). Und dann stockt den Zuschauern plötzlich der Atem, als Michael Wiemann stolpert und den Ball dadurch versehentlich genau zu Alexander Esswein spielt. So kann der Dresdner allein auf das Hansa-Tor laufen und Torhüter Jörg Hahnel umspielen. Doch aus spitzem Winkel verfehlt er schließlich das leere Tor (83.). Die letzte Hansa-Chance hat schließlich Lucas Albrecht, der an Torhüter Kisten scheitert (88.). Auch auf den anderen Plätzen passiert nichts mehr, so dass dem F.C. Hansa der Aufstieg wohl nicht mehr zu nehmen ist.

 

Torfolge: 1:0 R.Müller (14.)

F.C. Hansa: Hahnel – Schyrba, Wiemann, Stoll, Pelzer – R.Müller – Ziegenbein, Lartey, Jänicke (73. Blum) – Schied (73. Pannewitz), Vujanovic (87. Albrecht)

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