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08.01.2008 11:48 Uhr

Hansa-Team musste das Flugzeug wieder verlassen

Fast drei Tage sind seit dem Schlusspfiff des Sonnabend-Testspiels im Iran bereits vergangen, doch die 17 nominierten Hansa-Spieler sowie das Trainerduo Frank Pagelsdorf und Timo Lange sitzen auch am heutigen Dienstag noch in Teheran fest. Obwohl sich die Wetterlage in der iranischen Hauptstadt scheinbar entspannt hat, geht weiterhin kein Flieger in die Vereinigten Arabischen Emirate.

Zunächst hatte das Trainingslager der Hanseaten am Persischen Golf noch planmäßig begonnen, am Donnerstag um 22.15 Uhr Ortszeit war der Flieger aus Frankfurt in Dubai gelandet, gegen Mitternacht hatten die Rostocker das Hotel Ramada Continental erreicht. Am Freitag standen zwei gemeinsame Trainingseinheiten um 10 Uhr und um 18 Uhr (unter Flutlicht) auf dem Programm, bevor die Mannschaft aufgeteilt wurde. Mit den Trainern Perry Bräutigam und Thorsten Haas blieben zehn Spieler vor Ort, unter ihnen der am Freitag Abend nachträglich in Dubai angekommene Hansa-Rückkehrer Gledson. Ebenfalls nicht mit in den Iran flogen am Sonnabend um 8 Uhr die Hansa-Akteure Heath Pearce, Enrico Kern, Stefan Beinlich, Sebastian Hähnge, Benjamin Lense, Addy-Waku Menga, Simon Tüting, Assani Lukimya-Mulongoti sowie Amateur Sebastian Albert, der ebenfalls mit in das Trainingscamp der Hansa-Profis geflogen ist. Dafür blieben Torhüter Patric Klandt und Stürmer Marcel Schied in Rostock und sollen die Rückrunden-Vorbereitung mit der zweiten Mannschaft des F.C. Hansa absolvieren.

Die 17 Spieler, die nach Teheran geflogen waren, mussten nach einem Sommertag in der Wüste schon wieder ihre warmen Sachen herausholen, denn in der iranischen Hauptstadt erwarteten die Hanseaten Temperaturen um den Gefrierpunkt. Der Hansa-Tross bezog auf Einladung des iranischen Fußball-Verbandes das Hotel Olympic, das sich mitten im großen Azadi-Sportkomplex befindet. Zum Testspiel gegen den Iran hatten sich dann allerdings nur 5000 Zuschauer im 120.000 fassenden Nationalstadion eingefunden.

Nach ihrem 2:0 Erfolg waren die Hanseaten am Abend noch zu einer kulturellen Veranstaltung eingeladen und wollten am Sonntag um 10.30 Uhr Ortszeit den Rückflug nach Dubai antreten. Doch als sie am nächsten Morgen erwachten, trauten sie ihren Augen kaum: In der Nacht waren 30 Zentimeter Neuschnee gefallen! Eine auch für iranische Verhältnisse ungewöhnliche Menge, die den Khomeini-Airport komplett lahm gelegt hatte. Nicht ein einziges Flugzeug konnte starten oder landen, so dass relativ schnell klar war, dass sich der Aufenthalt der Hanseaten im Iran um mindestens einen Tag verlängern wird.

Doch auch am gestrigen Montag ging weiterhin nichts: Der für morgens um 4 Uhr geplante Start war erneut gestrichen worden, seitdem warteten die Rostocker abwechselnd im Hotel oder im Flughafen. Zwar hielt sich das Chaos zunächst in Grenzen, denn der iranische Fußball-Verband unterstützte die Hanseaten nach Kräften und organisierte Transfers, Unterkunft und Verpflegung. Doch je länger sich die Wartezeit hinzog, um so ungeduldiger wurden die Rostocker, zumal nicht einmal genau in Erfahrung zu bringen war, warum die bereit stehende Maschine nicht abheben durfte.

Am Nachmittag schien immerhin auch im Iran wieder die Sonne und die Hanseaten hielten ihre Bordkarten schon seit den Mittagsstunden in den Händen. Gegen 19.30 Uhr Ortszeit hatten sie sogar schon das Flugzeug bestiegen, nur abheben durfte die Maschine schließlich nicht! Angeblich war die Startbahn weiterhin nicht vom Eis zu befreien, hieß es später. Nach mehrstündiger Wartezeit in der Maschine ging es für die Rostocker in der Nacht dann doch wieder zurück ins Teheraner Hotel, wo sie nun auch noch eine dritte Nacht verbringen mussten. Dort warteten sie auch am heutigen Dienstag um 16 Uhr Ortszeit weiterhin auf positive Nachrichten vom Flughafen. Das für heute Abend in Abu Dhabi geplante Testspiel der Hanseaten gegen den lokalen Erstligisten Al Wahda SC ist inzwischen abgesagt worden.

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