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04.01.2008 13:19 Uhr

Hansa testet Amateur Sebastian Albert in Dubai

Der nächste bitte….Frank Pagelsorf sagt es als Cheftrainer des F.C. Hansa Rostock immer wieder: „Hansa soll der größte Nachwuchsförderer des deutschen Fußballs werden….“
Es sind wirklich keine leeren Worte. Nach dem „Albi“ schon im Dezember 14 Trainingstage mit den Profis verbrachte, nominierte ihn der Hansa-Fußball-Lehrer nun sogar für das Trainingslager in Dubai 2008.

So saß Sebastian am Donnerstagvormittag für einige Journalisten überraschend im Flieger in die Vereinigen Arabischen Emirate. Der junge Albert unterdessen kann sich so in 10 weiteren Trainingtagen an den Profi-Alltag gewöhnen und beweisen, wie weit er mit 20 Jahren schon ist.
Wer ist dieser Bursche?
Sebastian Albert wurde am 26. Februar 1987, er ist 1,83 m groß und 77 kg schwer. Er ist Schüler und Vertragspieler.

Er ist kein Mecklenburger, sondern wie Profi Tim Sebastian Sachse, kam wie dieser aus der Messestadt Leipzig und wurde dort auch geboren.
„Albi“ stammt aus der „Konkursmasse“ des aufgelösten VfB Leipzig. Der Mittelfeldspieler wurde bei Spielbeobachtungen bzw. beim Sichtungs-Turnier in Duisburg von den damaligen Hansa-Trainern Bernd Ziemer, Harry Krause und Thomas Finck wochenlang beobachtet und dann nach Rostock eingeladen und verpflichtet. Sebastian ist ein schneller, zuverlässiger Spieler mit guten technischen Fähigkeiten und feinem Charakter. Sebastian Albert begann beim VFK Blau-Weiß Leipzig in der E- und D-Jugend. In der D1 und C2 spielte er für den FC Sachsen. Ab der C1 begann der mehrmalige DFB-Junioren-Auswahlspieler schließlich für die Regionalliga-Mannschaft des VfB Leipzig. Seine Mutter war unter dem Mädchen-Namen Petra Knobloch Schwimmerin. Sein Vater Wolfgang spielte früher bei IFA Chemnitz. Seine Schwester Mandy ist Kanutin an der Pleiße. Als Leipzig aus der A-Junioren-Bundesliga abstieg und der Verein damals in Insolvenz ging, schnappte sich Hansa schnell das Talent. 2004 kam Sebastian Albert so zum F.C. Hansa Rostock und ins Internat des Vereins. Thomas Finck sagt über ihn: „Seit seinem Übergang von den Junioren in den Männerbereich, konnte Sebastian sich langsam an die größeren Anforderungen gewöhnen. Ich erwarte in dieser Saison eine Menge von ihm. Ich traue ihm den Sprung in den Profikader in den nächsten Jahren zu. Das Zeug dazu hat er. Er hat sich kontinuierlich gesteigert.“

Jetzt muss Sebastian seine Chance nur noch nutzen. Viele Nachwuchstrainer wie Gerald Dorbritz, die ihn über die Jahre betreut haben, trauen ihm eine tolle Entwicklung zu…
Was sagt der Spieler selber zu seinem Aufstieg?
„Das ist schon eine Umstellung“, meinte Sebastian Albert, der bereits im Oktober unter Timo Lange zwei Tage bei den Profis mittrainieren konnte, ehe ihn Verletzungen und eine Erkrankung stoppten.

Nun erhält der Sachse also eine weitere Chance, die insgesamt dritte Möglichkeit,  sich anzubieten.
In Interviews gestand „Albi“: „Ich werde alles geben und versuche zu zeigen, dass es noch höher gehen kann.“

Sebastian Albert ist im Mittelfeld variabel einsetzbar. Nach Aussage von Finck fühlt sich der gebürtige Leipziger zentral vor der Abwehr am wohlsten, er kann aber auch rechts spielen.
Zwei anderen  Burschen dürfte diese Nominierung aber auch Ansporn sein. Mit Tom Buschke und Tobias Jänicke gibt es ja noch zwei große Talente in der Amateur- bzw. Junioren-Mannschaft, die auch schon jeweils 14 Tage bei „Pagel“ ran durften. Aber beide bauen auch gerade ihr Abi.
15 Neulinge kamen in dieser Saison beim Bundesligisten schon zu ihrem ersten Einsatz in der Beletage des deutschen Fußballs. Sebastian Albert könnte bald der nächste Kandidat sein.


 

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