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29.04.2008 13:00 Uhr

Hansa-Torwart Jörg Hahnel: Die Mannschaft kann sich auf mich verlassen!

Duplizität der Ereignisse im Hansa-Tor: Am Ende der Hinrunde 2007/2008 kam Torhüter Jörg Hahnel (26) auf Grund einer Grippe von Stefan Wächter (30) in die „Kiste“, absolvierte die letzten beiden Spiele. Zum Ende der Rückrunde nun verletzte sich der Westfale am Sonnabend beim Ostderby zwischen Energie und Hansa (2:1) schwer am Knie, so dass der Erzgebirgler ins Tor der Hanseaten und damit im Abstiegskampf in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit rückt. Vor dem Nordderby gegen den Hamburger SV am Sonnabend in der ausverkauften DKB-Arena sprachen wir mit dem Keeper. 

Jörg, wie schwer ist es, nach so einer langen Pause in die Mannschaft zu finden? 

Jörg Hahnel: Überhaupt nicht. Die Mannschaft kennt mich zwei Jahre, ich kenne sie aus dem Training. Deshalb sehe ich keine Probleme für das Spiel gegen den HSV. Die Jungs wissen schon, dass man sich auf mich verlassen kann. 

Was empfindet man, wenn sich der eigene Kollege nach tollen Leistungen in der Rückrunde so schwer verletzt?

Jörg Hahnel: Jede Verletzung eines Mitspielers ist bitter. Das ist doch klar, man wünscht keinem Kollegen so eine Verletzung. Stefan hat eine starke Rückrunde gespielt. Ich wünsche ihm gute Besserung.

Wie gehen Sie jetzt in diese Woche vor dem Hansa-Spiel? 

Jörg Hahnel: Ich bereite mich jede Woche so vor, als müsste ich ins Tor. Die Situation wird also nicht groß anders. Aber vielleicht schaut man in dieser Woche mehr auf mich. 

Am Ende der Hinrunde gaben Sie Ihr Debüt, als Stefan Wächter einen Infekt hatte. Wie sehen Sie heute Ihre Spiele gegen Leverkusen und Bochum? 

Jörg Hahnel: In Leverkusen waren wir ohne Chance, aber ich hatte mir nichts vorzuwerfen. Gegen Bochum haben wir gewonnen und ich mein Zeug gemacht. Es waren keine Spiele, über die man lange spricht. Aber das ist auch nicht so wichtig. Ich bin ein Teil der Mannschaft und für die muss ich 100 Prozent geben. 

Wie schwer wiegt die Niederlage gegen Energie Cottbus und die Art und Weise des Zustandekommens? 

Jörg Hahnel: Wir haben wichtige Punkte verloren und es verpasst, einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen. Mit einer Leistung wie in der 2. Halbzeit in Cottbus haben wir keine Chance, in der Bundesliga zu bleiben. Das ist klar. 

Glauben Sie an ein zweites Wunder von Bochum?

Jörg Hahnel: Ich kenne die Historie des Vereins. Ich weiß, wie Bochum damals ablief. Möglich ist so ein Finale. Wichtig ist für uns jetzt aber nur die Partie gegen den HSV. Nur darauf müssen wir uns in den nächsten Tagen konzentrieren. 

Sie haben Ihren Vertrag bis 2010 verlängert, was war Ihr Motiv? 

Jörg Hahnel: Weil ich heiß auf die Bundesliga bin, weil ich mir die Bundesliga zutraue, weil mir das Umfeld in Rostock gefällt und ich meine Qualitäten kenne. Ich sehe hier die Chance, mich durchzusetzen.

Wie beurteilen Sie Ihre Zeit an der Küste? 

Jörg Hahnel: Ich habe mit dem Verein, mit der Mannschaft viel miterlebt, den Aufstieg, die Bundesliga. Ich bin dabei als Torwart ein Teil dieser Mannschaft und egal wo ich bin, fühle ich mit ihr und helfe, so wie ich es kann. 

Auch Ihr Ex-Verein Aue steht im Abstiegskampf in der 2. Liga. Wie emotional hängen Sie noch an Aue?

Jörg Hahnel: Klar, ich schaue nach den Mannschaften aus den neuen Bundesländern, nach Jena, nach Aue. Acht Jahre hat dort Gerd Schädlich als Trainer viel erreicht. Nun sind in wenigen Monaten drei Trainer dort aktiv und der Verein hat nur noch theoretische Chancen. Da leidet man nach 16 Jahren Vereinszugehörigkeit mit. Aber jetzt zählt nur Hansa.

Vielen Dank für das Gespräch.

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