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16.12.2009 11:07 Uhr

Hanseaten sind zu Hause gegen Düsseldorf noch ungeschlagen

Zwölf Jahre, neun Monate und vier Tage sind vergangen, seit die Düsseldorfer Fortuna zum letzten Mal in Rostock zu Gast war. Bis dato bestritt der F.C. Hansa Rostock zehn Punktspiele gegen die Rheinländer und fast immer ging es sehr spannend zu. Sechs Vergleiche hatten am Ende keinen Sieger, dreimal siegte der F.C. Hansa und nur einmal die Fortuna.

Von den fünf Heimspielen gewannen die Hanseaten zwei, unter anderem gleich die Premiere am 5. Oktober 1991. Ein verwandelter Elfmeter von Jens Wahl (26.) bedeutete zunächst die 1:0-Führung der Hanseaten, die Sven Demandt jedoch zehn Minuten später ausglich. In der zweiten Halbzeit brachte Oldrich Machala (68.) den F.C. Hansa mit seinem Treffer zum 2:1 auf die Siegerstraße, bevor Michael Spies (85.) kurz vor dem Ende den 3:1-Endstand besorgte.

Am Saisonende mussten beide Mannschaften die Bundesliga verlassen und trafen in der darauf folgenden Zweitliga-Saison erneut aufeinander. Am 8. Mai 1993 fielen im Ostseestadion keine Tore und nach der Mammut-Saison von 46 Spieltagen landeten die Rostocker, die zur Winterpause noch auf den Wiederaufstieg hoffen durften, im Niemandsland der 2. Bundesliga. Noch schlimmer erging es den Düsseldorfern, die auf dem direkten Weg in die Oberliga Nordrhein durchgereicht wurden. Und so dauerte es zwei Jahre, bis sich Hansa und Fortuna wieder im Ostseestadion gegenüberstanden.

Das Duell am 5. Mai 1995 war für die Gäste aus dem Rheinland ein ganz besonderes Spiel, denn es fand auf den Tag genau am 100. Vereins-Geburtstag der Fortuna statt. Während in Düsseldorf die offiziellen Feierlichkeiten über die Bühne gingen, fand in Rostock das torreichste Duell zwischen beiden Mannschaften statt. Nach den Treffern von Marco Zallmann (27.) und Stefan Beinlich (31.) schien es zunächst, als sollten sich die Hanseaten auf der Siegerstraße befinden. Doch durch Tore von Ralf Voigt (39.), Richard Cyron (49.) und Frank Mill (77.) rochen dann plötzlich die Gäste an den beiden Siegpunkten. Ein Eigentor von Thorsten Judt bedeutete jedoch noch den 3:3-Endstand und die Punkteteilung, die am Saisonende beiden Mannschaften zum Bundesliga-Aufstieg reichen sollte.

Das Erstliga-Heimspiel der Hanseaten in der folgenden Saison konnte nicht in Rostock ausgetragen werden, weil das Ostseestadion, das seinerzeit noch nicht über eine Rasenheizung verfügte, wochenlang von einer Eisschicht bedeckt war. Um nicht mit noch mehr als zwei Begegnungen in Rückstand zu geraten, wurde das Spiel gegen Fortuna Düsseldorf ins Berliner Olympiastadion verlegt. Dort konnten zwar über 50.000 Hansa-Fans die Partie verfolgen, sahen am 3. März 1996 aber lediglich ein 0:0-Unentschieden.

Ein Jahr später fand das Hansa-Heimspiel dann wieder im heimischen Ostseestadion statt und am 15. März 1997 reichte es auch wieder für einen 3:1-Erfolg. Dabei hatte Stefan Beinlich (4.) das frühe 1:0 erzielt, bevor die Hanseaten zunächst den 1:1-Ausgleich durch Ulf Mehlhorn (30.) kassierten. Doch noch vor der Pause enteilte der F.C. Hansa durch Jonathan Akpoborie (39.) und Stefan Studer (43.) auf 3:1.

Für die Düsseldorfer bedeutete die Niederlage in Rostock am Saisonende den Abstieg aus der Bundesliga und zwölf Spielzeiten lang oder genau 4478 Tage gab es keine Vergleiche mehr mit dem F.C. Hansa. Nun ist die Fortuna in den Profi-Fußball zurückgekehrt und man darf gespannt sein, wie das erste Duell der „Neuzeit“ ausgehen wird.

 

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