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03.12.2009 08:16 Uhr

Hanseaten wollen gute Heimbilanz gegen Rote Teufel ausbauen

Gegen kaum eine Mannschaft hat der F.C. Hansa Rostock eine so gute Heimbilanz wie gegen den 1.FC Kaiserslautern. Von den bisherigen zwölf Meisterschaftsspielen gewannen die Hanseaten immerhin acht, so viele wie gegen keine andere Mannschaft aus den alten Bundesländern. Zwei weitere Begegnungen endeten zumindest noch mit einem Unentschieden - und auch das Torverhältnis von 29:13 spricht eindeutig für die Norddeutschen.

Eine der beiden Heimniederlagen gab es gleich in der allerersten Bundesliga-Saison, als am 5. Mai 1992 der einzige Treffer der Partie in der Nachspielzeit fiel. Stefan Kuntz sorgte dafür, dass der F.C. Hansa nach dem 0:1 gegen den damaligen deutschen Meister am drittletzten Spieltag aufgrund der schlechteren Tordifferenz auf einen Abstiegsplatz zurückfiel.

Diesen konnten die Rostocker bis zum Saisonende  nicht mehr verlassen und so kam es erst am 2. Dezember 1995 wieder zum Gastspiel der Lauterer im Ostseestadion. Diesmal gewann der F.C. Hansa durch Tore von Hilmar Weilandt (27.) und zweimal René Schneider (34., 57.) klar mit 3:0 und am Saisonende musste erstmals in der Bundesliga-Geschichte der 1. FCK absteigen.

Nach einem Jahr Pause gab es schließlich in acht aufeinander folgenden Erstliga-Spielzeiten die Duelle zwischen Rostock und Kaiserslautern. Das erste davon am 18. April 1998 war ein echtes Spitzenspiel, denn am 31. Spieltag erwartete der Tabellenvierte aus Rostock den sensationell auf Rang eins platzierten Aufsteiger aus der Pfalz. In beiden Halbzeiten erwischten die Rostocker einen Start nach Maß, zogen durch Sergej Barbarez (1.) bzw. Jens Dowe (46.) zweimal in Front. Zwischenzeitlich hatte Jürgen Rische (20.) ausgeglichen und den 2:2-Endstand erzielte Thomas Gansauge dann leider per Eigentor (69.). Der 1.FCK gab die Tabellenführung auch an den letzten drei Spieltagen nicht mehr ab und wurde deutscher Meister.

Ein Jahr später, am 16. April 1999, bezwang der abstiegsgefährdete FC Hansa den Tabellendritten aus der Pfalz mit 2:1, den Treffern von Oliver Neuville (42.) und Uwe Ehlers (59.) hatten die Gäste erst eine Minute vor dem Ende Uwe Röslers Ehrentreffer entgegenzusetzen.

Auch die folgenden drei Heimspiele gegen den 1. FC Kaiserslautern wurden gewonnen. Am 22. August 1999 gab es die bis dato torreichste Partie beider Kontrahenten im Ostseestadion, wobei der 4:2 Endstand sogar schon zur Pause feststand. Nach dem verwandelten Foulelfmeter von Timo Lange (5.), einem Eigentor Ciriaco Sforzas (28.) sowie Treffern von Victor Agali (31.) und Magnus Arvidsson (44.) führten die Hanseaten dreimal mit zwei Toren Differenz, doch nur zweimal gelang den Lauterern durch Olaf Marschall (29.) bzw. Youri Djorkaeff (32.) der umgehende Anschlusstreffer.

Ein Tor von René Rydlewicz (71.) entschied ein Jahr später das Trainerdebüt von Hansa-Coach Friedhelm Funkel, wodurch die Hanseaten am 24. September 2000 mit 1:0 gegen jene Roten Teufel gewannen, bei denen Funkel einst gespielt hatte. Und den vierten Heimsieg in Folge über die Lauterer gab es am 9. März 2002 zu feiern. Der Führungstreffer von Magnus Arvidsson (37.) wurde durch Miroslaw Klose zwar ausgeglichen (72.), doch schon im Gegenzug besorgte Marcus Lantz (73.) den 2:1-Siegtreffer.

Ein 2:2-Unentschieden gab es am 2. November 2002 zwischen dem FCH und dem 1. FCK. Wie beim gleichen Ergebnis viereinhalb Jahre zuvor gingen die Hanseaten zweimal in Front, doch den direkt verwandelten Freistoß von Rene Rydlewicz (17.) und das 2:1 durch Marco Vorbeck (72.) glichen Vratislav Lokvenc (22.) und Michael Mifsud (77.) jeweils fünf Minuten später wieder aus.
Umso erfolgreicher waren die Hanseaten ein Jahr später. Am 8. November 2003 bedeutete der 4:0-Erfolg des F.C. Hansa nicht nur den bis dato höchsten Sieg, sondern auch das achte ungeschlagene Heimspiel in Folge gegen die Pfälzer. Wieder markierte ein direkt verwandelter Rydlewicz-Freistoß das 1:0 (15.), bevor zweimal Antonio Di Salvo (22., 33.) sowie Martin Max (79.) den klaren Erfolg herausschossen, mit dem sich der F.C. Hansa vom 18. auf den 15. Tabellenplatz verbesserte. Und sich am Saisonende als Neunter sogar noch für den Ligacup qualifizierte.

Ein Jahr später folgte der bittere Abstieg der Hanseaten, der in der Hinrunde mit acht Heimniederlagen in Serie eingeleitet wurde. Dazu gehörte am 12. September 2004 auch das 2:3 gegen den 1. FC Kaiserslautern, der durch Thomas Drescher (42.), Thomas Riedl (44.) und Halil Altintop (56.) schon 3:0 führte. So blieben die beiden Treffer des Hansa-Debütanten Marcus Allbäck (71., 90.) im zehnten und bislang letzten Erstliga-Heimspiel gegen Kaiserslautern nur noch Ergebniskosmetik.

Das erste Zweitliga-Duell beider Mannschaften in Rostock fand am 18. September 2006 statt und endete durch einen Treffer von Enrico Kern (30.) und ein Eigentor MATHIEU Bedas (75.) mit einem 2:0 Heimsieg. Er wurde zu einem der 17 Mosaiksteine der ungeschlagenen Hinrunde, mit der die Hanseaten den Weg zurück in die Bundesliga ebneten.

Und so kam es erst wieder am 1. Mai 2009 zu einem Gastspiel der Roten Teufel in Rostock. Dabei trafen die Hanseaten so oft wie noch nie in das Tor des 1. FCK und am Ende stand durch je zwei Tore von Mario Fillinger (7., 21.) und Enrico Kern (56., 78.) sowie einen Treffer von Fin Bartels (67.) ein 5:1 Sieg zu Buche. Das Gegentor hatte Martin Amedick kurz nach der Pause markiert.

Am Sonnabend dieser Woche steigt nun das 13. Heimspiel des F.C. Hansa gegen den 1.FC Kaiserslautern. Dabei wollen die Rostocker an die sehr gute Heimbilanz aus den bisherigen zwölf Begegnungen anknüpfen. Und nach Möglichkeit sogar mehr als ihr 30. Heimtor gegen die Pfälzer erzielen und einen weiteren Erfolg feiern.

 

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