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02.01.2008 08:45 Uhr

Heimspiel für Iraner Amir Shapourzadeh in Teheran

Heimspiel für Amir Shapourzadeh! Am 5. Januar treten die Fußballer des F.C. Hansa Rostock im Rahmen ihres Trainingslagers in Asien in Teheran (Anstoß 14.00 Uhr) gegen die iranische Nationalmannschaft an. Damit kommt es für den Deutsch-Iraner Amir Shapourzadeh im ersten Spiel des Jahres zu einem Match in der Geburtsstadt des dreifachen iranischen Nationalspielers.

 

Amir Shapourzadeh ist in Teheran geboren. Wie alle Jungs dort, war auch er fußballverrückt, wie alle hat auch er von morgens bis abends auf der Straße Fußball gespielt. Aber mit fünf Jahren kam für den persischen Burschen der große Einschnitt im Leben. Erst zog Amirs Vater Masi mit den älteren Töchtern Mitra  und Rositha nach Deutschland, zwei Jahre später kam Amir, zehn Jahre danach reiste Mutter Parvaneh in unser Land ein. Der Bolzplatz war immer Amirs Zuhause. Eine Kette seiner Großmutter ist ein Talisman des Schwarzschopfes, der im letzten Jahr erstmals in die Nationalmannschaft berufen wurde und dort das Trikot mit der Nummer 27 trug.

 

Amir, wie haben Sie Weihnachten und den Jahreswechsel verbracht?

Amir Shapourzadeh: Weihnachten war die Familie beim normalen Essen zusammen, Weihnachten an sich gab es für uns nicht. Silvester feierte ich mit Kevin Hansen und anderen Freunden in Hamburg.

 

Was ist es für ein Gefühl, in Teheran gegen die eigene Nationalmannschaft spielen zu dürfen?

Amir Shapourzadeh: Es spielen ja nicht jeden Tag deutsche Teams im Iran. Ein Einsatz dort gegen unsere Nationalmannschaft wäre für mich in einem vermutlichen vollen Stadion wirklich das Größte. Ich habe ja noch nie mit einer Mannschaft zu Hause gespielt

 

Wann waren Sie zu letzt in Teheran?

Amir Shapourzadeh: Das war im letzten Sommer. Ich wurde damals erstmals zur Nationalelf eingeladen. Wir waren 14 Tage in Teheran im Trainingslager. Danach ging es ab zu meinen drei Länderspielen.

 

Wie gut können Sie noch Ihre Muttersprache?

Amir Shapourzadeh: Zum Verständigen und Reden reicht es. Arabisch lesen und schreiben kann ich allerdings nicht.

 

Wie viele Zuschauer erwarten Sie am 5. Januar in Teheran?

Amir Shapourzadeh: 80 000 könnten es bei Spielen der Nationalelf schon werden. Zumal die Qualifikation zur WM 2010 langsam beginnt. Allerdings gab es zum Jahreswechsel noch keinen Trainer und dies einen Monat vor der Qualifikation. Zum Spiel von Bayern kamen damals gegen ein iranisches Spitzenteam 30000 Fans. Damals gab es aber einen Top-Zuschlag.

 

Welche Familienangehörigen von Ihnen leben noch in Teheran?

Amir Shapourzadeh: Ich habe hier mindestens noch 50 Verwandte, viele Cousins und Cousinen.

 

Für wie viele Leute müssen Sie nun schnell Karten besorgen?

Amir Shapourzadeh: Wahrscheinlich für alle.

 

Wie sehen Sie Ihre Chancen in der Nationalmannschaft?

Amir Shapourzadeh: Ich habe in der Bundesliga-Hinrunde nur vier Spiele gemacht für Hansa, will mich in Rostock durchsetzen. Da ist die Nationalmannschaft Nebensache.

 

Wie gut ist die Mannschaft Ihres Landes?

Amir Shapourzadeh: Physisch haben wir vielleicht Vorteile. Technisch-taktisch sind alle iranischen Spieler sehr gut.

 

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