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06.11.2014 15:57 Uhr

Heimspiel gegen Stuttgart II wird Premiere für den neuen Sportdirektor Uwe Klein

Wenn der F.C. Hansa im zweiten Heimspiel innerhalb von acht Tagen den VfB Stuttgart II (Sonnabend, 14 Uhr, DKB-Arena) empfängt, wird Trainer Peter Vollmann seine Mannschaft erneut umbauen müssen, denn mit Aleksandar Stevanovic fällt sein Mittelfeldmotor aus: „Hinter dem Einsatz stehen zumindest 24 Fragezeichen. Das Syndesmoseband ist zwar nicht gerissen, aber die Kapsel und die Bänder sind verletzt. Er kann aktuell kaum gehen, so dass die Wahrscheinlichkeit sehr sehr gering ist, dass er am Sonnabend zur Verfügung steht.“

Ähnlich sieht die Situation auch bei Verteidiger Sebastian Pelzer aus, der nach fünfwöchiger Verletzungspause in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist. „Er tut sich nach der langen Pause noch entsprechend schwer. Aber da wir Schwierigkeiten haben, 18 Spieler zusammenzubekommen, ist er eventuell schon eine Option für die Bank.“

Neben den Langzeit-Patienten steht auch Martin Pett weiterhin auf der Verletztenliste, in die sich neuerdings auch Kai Schwertfeger mit einer Zerrung im Adduktorenbereich einreiht. Gleich zwei Kandidaten hat der Hansa-Trainer dagegen wieder für die Torhüterposition, denn nach abgesessener Sperre und auskurierter Bronchitis ist Jörg Hahnel inzwischen wieder einsatzfähig. Peter Vollmann muss sich also entscheiden, ob er erneut einen Torhüterwechsel vornimmt und will sich dafür bis zuletzt Zeit lassen: „Darüber entscheide ich erst am Freitagabend, ebenso wie über die Besetzung der zweiten Sturmspitze. Vorige Woche hatte ich Dennis Srbeny zunächst den Vorzug vor Mustafa Kucukovic gegeben, weil er der schnellere Mann ist. Aber das hängt natürlich auch immer davon ab, wie der Gegner aufgestellt ist.“

Ein Bild vom Gegner hat sich Peter Vollmann am vergangenen Sonntag persönlich gemacht, als er die Stuttgarter im Heimspiel gegen Dortmund II beobachtete: „Ob die Mannschaft allerdings auch gegen uns so spielt, kann man natürlich nur schwer sagen. Ich denke, die Abwehr wird wohl in der bewährten Formation auflaufen und sicherlich sind auch Holzhauser und Rathgeb wieder dabei, die der Mannschaft ja das Gesicht geben. Aber sonst muss man natürlich noch abwarten, welche Spieler aus dem Bundesliga-Kader am Sonnabend zur Mannschaft stoßen. Seit die Unterstützung von oben da ist, geht es für die Stuttgarter ja mächtig bergauf“, weiß auch Peter Vollmann, dass die VfB-Reserve von den letzten zehn Spielen nur eines verloren hat und sich innerhalb von zwei Monaten vom Tabellenschlusslicht zur einer Spitzenmannschaft entwickelt hat, die nur noch fünf Punkte Rückstand zum Spitzenreiter hat.

Eine Premiere gibt es am kommenden Sonnabend für Uwe Klein, der zum ersten Mal in seiner Position als Sportdirektor auf der Tribüne sitzen wird. Allerdings hat er sich in letzter Zeit schon mehrfach ein Bild von der Mannschaft gemacht: „Den ersten Ortstermin in Rostock hatte ich ja schon vor einigen Wochen und habe mir danach bereits fünf Spiele des F.C. Hansa angeschaut. Natürlich geht es in der aktuellen Situation erst einmal darum, dass wir uns mit dem vorhandenen Kader etwas Abstand nach unten verschaffen. Vielleicht kann man dann in der Winterpause schon etwas verändern, aber sicherlich noch nicht in dem Umfang, wie es dann im kommenden Sommer möglich sein wird“, schaut der 44-jährige Fußball-Lehrer voraus. Zudem will er sich in den ersten Wochen seiner Tätigkeit auch noch „bei einem sehr guten Bundesligisten umsehen, um mir deren Scoutingabteilung etwas genauer anzuschauen.“ Doch auch die aktuellen Voraussetzungen in Rostock sieht er als gute Basis dafür, hier künftig wieder etwas aufzubauen: „Ich denke, die Situation ist vergleichbar mit jener damals in Düsseldorf, als wir es – zunächst auch mit wenigen Mitteln – mit viel Geduld von der Oberliga bis in die Bundesliga geschafft haben.“

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