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23.02.2006 08:31 Uhr

Heimstärke wieder in die Waagschale werfen

Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge hofft Trainer Frank Pagelsdorf, dass der FC Hansa zu Hause gegen Aufsteiger Sportfreunde Siegen in die Erfolgsspur zurückfinden wird.

Beim Nachholspiel am Mittwoch in Dresden gab es die dritte Niederlage innerhalb von neun Tagen. Wie haben Sie dieses Spiel gesehen?

Es war eine kampfbetonte Partie, die über 90 Minuten von hohem Tempo geprägt war. Leider fehlte uns im Spiel nach vorne die nötige Durchschlagskraft. Unsere Defensivleistung war insgesamt in Ordnung, doch vor dem Gegentor haben wir in der Abwehr natürlich nicht gut gestanden und den entscheidenden Fehler gemacht.

Gegen Bochum und in Paderborn gingen die Hanseaten ebenfalls völlig leer aus. Woran lag's?

In diesen beiden Spielen sind wir schon frühzeitig der Musik hinterhergelaufen. Wir agierten zwar optisch überlegen, doch die Gegner waren wesentlich effektiver und haben gleich ihre ersten Möglichkeiten genutzt. Wir dagegen konnten unsere guten Chancen nicht nutzen. Wäre uns rechtzeitig ein Treffer gelungen, hätten wir sicherlich noch eine Aufholjagd starten können.

Wie haben Sie auf die Abwehrschwächen reagiert?

Sicherlich gab es Parallelen bei den Gegentoren. Doch ich glaube, dass es wichtiger war, die Mannschaft zu stärken. Es hätte keinen Sinn gemacht, die große Keule rauszuholen. Ich habe gesehen, dass auch in diesen beiden Spielen der Wille erkennbar war. Natürlich dürfen sich solche Fehler nicht wiederholen, doch in Dresden waren diesbezüglich ja schon Fortschritte zu erkennen.

Neben der Niederlage gab es in Paderborn auch noch vier verletzte Spieler, am Schlimmsten hatte es Kai Bülow erwischt. Wie geht es ihm?

Zum Glück hat sich nicht auch noch der Verdacht auf Kieferbruch bewahrheitet. Doch er hat auch nach dem Spiel noch sehr viel Blut gespuckt. Und seine Fraktur der Frontzähne musste in der Uni-Klinik gerichtet werden. Kai wird mindestens vier Wochen ausfallen.

Auch Tim Sebastian war mit Blut überströmt...

Ja, das stimmt. Seine Fleischwunde musste genäht werden. Überhaupt sah es in der Kabine aus wie in einem Lazarett. Ich habe noch nie so viel Blut und so viele Spritzen gesehen. Doch Tim konnte trotz einer leichten Gehirnerschütterung ja immerhin schon wieder in Dresden auflaufen.

Zurück zur sportlichen Situation. Ist nach drei sieglosen Spielen in Folge der Stufenplan gefährdet?

Ja, denn wir sind durch die letzten drei Niederlagen auf jeden Fall wieder eine Stufe zurückgefallen. Noch befinden wir uns zwar im Mittelfeld der Tabelle, doch um uns wieder nach oben heranzutasten, muss im Heimspiel gegen Siegen jetzt unbedingt ein Sieg gelingen.

Wie schätzen Sie den Gegner ein?

Das ist schwer zu sagen. Wir haben die Siegener zwar zuletzt beobachtet, doch das Spiel in Rostock ist für sie jetzt der erste Auftritt nach dem Trainerwechsel. Da müssen wir natürlich erst einmal abwarten, was der neue Coach Hannes Bongartz eventuell geändert hat. Auf jeden Fall werden wir hoch konzentriert an die Aufgabe herangehen und wollen erneut unsere Heimstärke in die Waagschale werfen, damit wir endlich wieder in die Erfolgsspur zurückkehren können.

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