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15.08.2012 09:14 Uhr

Historische Duelle: Hansa mit guter Heimbilanz gegen Rote Teufel

Gegen kaum eine andere Mannschaft haben die Hanseaten eine so gute Heimbilanz wie gegen den 1. FC Kaiserslautern. Von den bisherigen 13 Meisterschaftsspielen im eigenen Stadion konnten immerhin acht siegreich gestaltet werden, gegen keinen Kontrahenten aus den alten Bundesländern wurde öfter gewonnen! Zudem endeten zwei weitere Begegnungen unentschieden und auch das Torverhältnis von 29:14 spricht eindeutig für die Hanseaten.

Eine der lediglich drei Heimniederlagen gab es gleich in der allerersten Bundesliga-Saison, als am 5. Mai 1992 der einzige Treffer der Partie in der Nachspielzeit fiel! Der heutige FCK-Vorstand Stefan Kuntz sorgte dafür, dass der F.C. Hansa nach dem 0:1 gegen den amtierenden Deutschen Meister am drittletzten Spieltag auf einen Abstiegsplatz zurückfiel. Von dem konnte man sich dann auch in den letzten beiden Saisonspielen nicht mehr befreien und so kam es erst am 2. Dezember 1995 wieder zum Gastspiel der Lauterer im Ostseestadion. Diesmal gewann der F.C. Hansa durch Tore von Hilmar Weilandt (27.) und zweimal Rene Schneider (34., 57.) klar mit 3:0 und am Saisonende mussten erstmals in der Bundesliga-Geschichte die Pfälzer absteigen.

Nach einem Jahr Pause gab es schließlich in acht aufeinander folgenden Erstliga-Spielzeiten die Duelle zwischen Rostock und Kaiserslautern. Das erste davon am 18. April 1998 war ein echtes Spitzenspiel, denn am 31. Spieltag erwartete der Tabellenvierte F.C. Hansa den sensationell auf Rang 1 platzierten Wiederaufsteiger. In beiden Halbzeiten erwischten die Rostocker einen Start nach Maß, zogen durch Sergej Barbarez (1.) bzw. Jens Dowe (46.) zweimal in Front. Zwischenzeitlich hatte Rische (20.) ausgeglichen und den 2:2 Endstand erzielte Thomas Gansauge dann leider per Eigentor (69.). Der FCK gab die Tabellenführung auch an den letzten drei Spieltagen nicht mehr ab und kam ein Jahr später, am 16. April 1999, wieder einmal als amtierender Meister nach Rostock. Dabei konnte der Vorletzte FC Hansa den Tabellendritten aus der Pfalz mit 2:1 bezwingen, den Treffern von Oliver Neuville (42.) und Uwe Ehlers (59.) hatten die Gäste erst eine Minute vor dem Ende Röslers Ehrentreffer entgegenzusetzen.

Auch die folgenden drei Heimspiele gegen den 1. FC Kaiserslautern wurden gewonnen. Am 22. August 1999 gab es die bis dato torreichste Partie beider Kontrahenten im Ostseestadion, wobei der 4:2 Endstand sogar schon zur Pause feststand! Nach einem verwandeltem Foulelfmeter von Timo Lange (5.), einem Eigentor Sforzas (28.) sowie den Treffern von Victor Agali (31.) und Magnus Arvidsson (44.) führten die Hanseaten dreimal mit zwei Toren Differenz, doch nur zweimal gelang den Lauterern durch Marschall (29.) beziehungsweise Djorkajeff (32.) der umgehende Anschlusstreffer. Ein einziges Tor von Rene Rydlewicz (71.) entschied ein Jahr später das Trainerdebüt von Hansa-Coach Friedhelm Funkel, wodurch die Hanseaten am 24. September 2000 mit 1:0 gegen jene Roten Teufel gewannen, bei denen Funkel einst gespielt hatte. Und den vierten Heimsieg in Folge über die Lauterer gab es am 9. März 2002 zu feiern. Der Führungstreffer von Magnus Arvidsson (37.) wurde durch Klose zwar ausgeglichen (72.), doch schon im Gegenzug besorgte Marcus Lantz (73.) den 2:1 Siegtreffer.

Ein 2:2 Unentschieden gab es am 2. November 2002 zwischen dem FCH und dem FCK. Wie beim gleichen Ergebnis viereinhalb Jahre zuvor gingen die Hanseaten zweimal in Front, doch den direkt verwandelten Freistoß von Rene Rydlewicz (17.) und das 2:1 durch Marco Vorbeck (72.) glichen Lokvenc (22.) und Mifsud (77.) jeweils fünf Minuten später wieder aus. Um so erfolgreicher waren die Hanseaten dann wieder ein Jahr später. Am 8. November 2003 bedeutete der 4:0 Erfolg des F.C. Hansa nicht nur den bis dato höchsten Sieg, sondern auch das achte ungeschlagene Heimspiel gegen die Pfälzer in Folge. Wieder markierte ein direkt verwandelter Rydlewicz-Freistoß das 1:0 (15.), bevor zweimal Antonio Di Salvo (22., 33.) sowie Martin Max (79.) den klaren Erfolg herausschossen, mit dem sich der F.C. Hansa vom 18. auf den 15. Tabellenplatz verbesserte – und sich am Saisonende als Neunter sogar noch für den Ligacup qualifizierte.

Ein Jahr später folgte der bittere Abstieg der Hanseaten, der in der Hinrunde mit acht Heimniederlagen in Serie eingeleitet wurde. Dazu gehörte am 12. September 2004 auch das 2:3 gegen den 1. FC Kaiserslautern, der durch Drescher (42.), Riedl (44.) und Altintop (56.) schon 3:0 führte, während Schiri Stark einen klaren Handelfmeter für den F.C. Hansa nicht gab. So blieben die beiden Treffer des Hansa-Debütanten Marcus Allbäck (71., 90.) im zehnten und bislang letzten Erstliga-Heimspiel gegen Kaiserslautern nur noch Ergebniskosmetik.

Das erste Zweitliga-Duell beider Mannschaften fand am 18. September 2006 in Rostock statt und endete durch einen Treffer von Enrico Kern (30.) und ein Eigentor Bedas (75.) mit einem 2:0 Heimsieg. Dieser wurde zu einem der 17 Mosaiksteine der ungeschlagenen Hinrunde, mit der die Hanseaten den Weg zurück in die Bundesliga ebneten. Und so kam es erst wieder am 1. Mai 2009 zu einem Gastspiel der Roten Teufel in Rostock. Dabei trafen die Hanseaten so oft wie noch nie in das FCK-Tor und am Ende stand durch je zwei Tore von Mario Fillinger (7., 21.) und Enrico Kern (56., 78.) sowie einen Treffer von Fin Bartels (67.) ein 5:1 Sieg zu Buche. Das Gegentor von Amedick kurz nach der Pause war nur Ergebniskosmetik.

Sieben Monate später, am 5. Dezember 2009 reichte den Roten Teufeln dann ein Treffer von Nemec (81.) zum 1:0 Erfolg in Rostock. Am Ende nutzte es dem F.C. Hansa auch nichts mehr, dass man beim Rückspiel in Kaiserslautern ebenfalls einen 1:0 Auswärtssieg landete. Die Rostocker mussten erstmals in die 3. Liga absteigen, während es für den FCK wieder zurück in die Bundesliga ging. So gab es zuletzt keine Meisterschaftsspiele mehr gegeneinander und erst das Pokallos führte beide Mannschaften nun wieder zusammen. Am kommenden Sonntag um 18.30 Uhr empfängt der F.C. Hansa die Roten Teufel und möchte in dieser Partie wieder an die zahlreichen erfolgreichen Heimspiele der vergangenen Jahre anknüpfen.

Tickets für diese Partie gibt es an den folgenden und allen bekannten Vorverkaufsstellen:

 - Hansa-Fanshop (Breite Straße in Rostock)
 - Hansa-Sporthaus (Warnow Park in Lütten Klein).

Telefonisch können Sie ihre Tickets unter 0381 – 3770 120 (Montag bis Donnerstag von 10:00 bis 17:00 Uhr und Freitag von 10:00 bis 15:00 Uhr) bestellen.

Online gibt es Tickets HIER

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