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15.09.2011 17:56 Uhr

'Ich erwarte den ersten Heimsieg' - Armin Veh im Interview

Vom 3. Januar 2002 bis zum 6. Oktober 2003 war Armin Veh Trainer des F.C. Hansa Rostock.
Heute ist er im Dienst von Eintracht Frankfurt, dem nächsten Gegner der Ostseestädter.
Wir sprachen vor der Partie am Freitag (16. September 2011, 18.00 Uhr; ab 17.30 Uhr Live im Hansa Fanradio) mit dem 50-jährigen Fußballlehrer über seine Zeit beim F.C.H, den Start in die 2. Bundesliga und mit welchen Erwartungen er in das Aufeinandertreffen geht.

fc-hansa.de: Herr Veh, am Freitag gastiert der F.C. Hansa in Frankfurt. Ist diese Partie noch immer ein besonderes Spiel für Sie?
Armin Veh: Ich glaube, für alle Eintracht-Fans ist dieses Spiel ein ganz besonderes Spiel, weil die Eintracht 1992 in Rostock um die Deutsche Meisterschaft gebracht wurde. Für mich ist es natürlich auch ein wichtiges Spiel, weil wir endlich unser erstes richtiges Heimspiel in dieser Saison gewinnen wollen.  

fc-hansa.de: Welche Erinnerungen verbinden Sie heute noch mit ihrer Zeit in Rostock?
Armin Veh: Die Zeit bei Hansa Rostock habe ich noch gut in Erinnerung. Damals spielte der F.C. Hansa noch in der 1. Bundesliga und wir haben zweimal den Klassenerhalt geschafft. Zwischenzeitlich standen wir sogar einmal auf Platz 2 der Bundesliga, konnten diesen aber leider nicht behaupten.

fc-hansa.de: Wie kam es dazu, dass Sie mit Eintracht Frankfurt erstmals nach zehn Jahren wieder einen Zweitligisten übernommen haben?
Armin Veh: Mich hat die Aufgabe in Frankfurt gereizt, weil die Eintracht nicht in die 2. Liga gehört. Darüber hinaus schätze ich die Zusammenarbeit mit Sportdirektor Bruno Hübner und Vorstandschef Heribert Bruchhagen. Beide kenne ich schon sehr lange und wir können vertrauensvoll miteinander arbeiten.

fc-hansa.de: Nach dem Trainingsauftakt gab es noch elf Neuzugänge und acht Abgänge. Warum diese große Fluktuation im Kader?
Armin Veh: Natürlich mussten die Abgänge nach dem Abstieg in die 2. Liga kompensiert werden und verschiedene Positionen völlig neu besetzt werden. Das dies zum Teil erst nach dem Trainingsauftakt geschehen konnte, ist dem sinnlosen und frühen Saisonstart der 2. Liga geschuldet.

fc-hansa.de: Inwieweit sind Sie mit dem Saisonstart zufrieden?
Armin Veh: Mit der Punkteausbeute können wir nach dem schweren Auftaktprogramm zufrieden sein. Wir haben noch kein Spiel verloren aber spielerisch ist sicherlich noch Luft nach oben.

fc-hansa.de: In den bisherigen Heimspielen hat die Eintracht insgesamt nur zweimal getroffen, auswärts dagegen schon 13 Tore erzielt. Wie ist diese Diskrepanz zu erklären?
Armin Veh: Manchmal sind Dinge einfach nicht zu erklären. Wir arbeiten aber daran, diese Diskrepanz auszugleichen.

fc-hansa.de: Am vergangenen Sonnabend In Cottbus hat die Eintracht erstmals auswärts nicht gewonnen. Überwog trotzdem die Freude über den Punktgewinn?
Armin Veh: Wir haben in Cottbus, besonders in der ersten Halbzeit, richtig schlecht gespielt und waren nicht aggressiv genug. Das es in der zweiten Halbzeit besser lief und wir zwei Rückstände aufholen konnten, war zwar am Schluss versöhnlich, aber ich erwarte von der Mannschaft 100 prozentige Konzentration vom Anpfiff bis zum Schlusspfiff.

fc-hansa.de: Vor dem Cottbus-Spiel hat ihre Mannschaft auch schon in Fürth und gegen St. Pauli durch späte Tore gepunktet. Eine Frage der Fitness oder einfach nur Glück?
Armin Veh: Eher eine Frage der Qualität, denn diese hat meine Mannschaft und sie ist in der Lage, Spiele auch gegen Ende noch eine Wende zu geben.

fc-hansa.de: Wie schätzen Sie die aktuelle Mannschaft des F.C. Hansa ein?
Armin Veh: Als Aufsteiger hast Du es immer schwer, aber der F.C. Hansa hat ja jahrelang bewiesen, dass sie höherklassig spielen können.

fc-hansa.de: Die Eintracht wartet noch auf den ersten Heimsieg, der F.C. Hansa auf den ersten Saisonsieg. Was für ein Spiel erwarten Sie am Freitag?
Armin Veh: Natürlich wird Hansa Rostock versuchen, alles für den ersten Sieg zu geben, aber ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie vor heimischer Kulisse den ersten Heimsieg erzielt.

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