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06.12.2007 06:28 Uhr

In Leverkusen bislang nie ohne Gegentor geblieben

In drei verschiedenen Wettbewerben gab es schon Pflichtspiele zwischen dem F.C. Hansa und Bayer 04 Leverkusen. Sowohl im DFB-Pokal 1997/98 als auch im Ligacup 2004 konnten sich die Rheinländer seinerzeit behaupten und haben auch eine positive Bilanz in den bislang 22 Bundesliga-Punktspielen. Bei den elf Gastspielen in der Leverkusener Arena konnten die Hanseaten allerdings auch schon viermal ein mehr oder weniger großes Erfolgserlebnis feiern. Zwei Begegnungen endeten 1:1 unentschieden, zweimal landeten sie einen 2:1 Auswärtssieg. In keinem der bisherigen Auftritte in Leverkusen blieb der F.C. Hansa allerdings ohne Gegentor, die Tordifferenz von 8-24 spricht zudem eine deutliche Sprache.

 

Erst im dritten Versuch gelang es den Hanseaten, den ersten eigenen Treffer in der BayArena erzielten. Am 4. Oktober 1996 war es Stefan Beinlich, der schon nach acht Minuten eine Zallmann-Vorlage zum Führungstor nutzte. Dieser 1:0 Vorsprung hielt bis zur 45. Spielminute, in der Andre Hofschneider wegen Meckerns von Schiedsrichter Dr. Markus Merk die Rote Karte sah. In Unterzahl wurde dann noch 1:4 verloren, womit so viele Gegentore kassiert wurden wie in keiner anderen Begegnung in Leverkusen.

 

Den ersten Auswärtspunkt holte der F.C. Hansa ein knappes Jahr später. Dennoch gab es am 27. September 1997 lange Gesichter – und nicht nur, weil Schiedsrichter Strampe nach einem klaren Foul von Happe an Studer keinen Elfmeter pfiff. Durch einen Treffer von Timo Lange unmittelbar vor der Pause hatten die Hanseaten bis kurz vor dem Ende der Partie geführt, doch dann besorgte Feldhoff noch den 1:1 Endstand.

 

Zwei Beinlich-Tore gab es am 15. August 1998, doch da dieser inzwischen das Bayer-Trikot trug, unterlag der F.C. Hansa, für den Pamic (43.) zwischenzeitlich ausgeglichen hatte, mit 1:3 Toren. Gepunktet wurde dann wieder am 20. November 1999, als Steffen Baumgart (19.) die Hanseaten in Führung brachte, bevor Emerson (36.) ausglich. Es blieb auch deshalb beim Unentschieden, weil einem Arvidsson-Treffer zu Unrecht die Anerkennung verweigert wurde.

Eine große Überraschung gelingt dem F.C. Hansa, für den nach vier Spieltagen 0:9 Tore und nur ein Punkt zu Buche stehen, am 16. September 2000 beim Deutschen Vizemeister. Mit Interimstrainer Juri Schlünz auf der Bank und dem künftigen Chef-Coach Friedhelm Funkel bereits auf der Tribüne wird ein 2:1 Auswärtssieg gefeiert. Per Doppelschlag von Arvidsson (33.) und Breitkreutz (38.) führen die Rostocker zur Pause mit 2:0 und den Leverkusenern gelingt trotz Überlegenheit in der zweiten Halbzeit nicht mehr als ein Rink-Treffer (48.).

 

Im allerersten Bundesligaspiel von Trainer Armin Veh am 26. Januar 2002 halten die Hanseaten bis zum Beginn der Schlussviertelstunde ein 0:0, doch dann besorgen Zivkovic und Ballack noch den 2:0 Heimsieg für die Bayer-Elf. Dafür konnten die Hanseaten ein Jahr später wieder jubeln. Am 15. Februar 2003 sorgten zwei Treffer von Bachirou Salou (35., 41.) – jeweils nach Vorarbeit von Marcus Lantz – bei einem Gegentreffer von Babic (38.) für einen 2:1 Erfolg, der schon zur Pause feststand.

 

Über die letzten beiden Auftritte der Hanseaten in Leverkusen sollte dann allerdings lieber der Mantel des Schweigens gehüllt werden. Sowohl beim letzten Auftritt unter Armin Veh, der nach dem Spiel seinen bereits vorher feststehenden Wechsel nach Augsburg bekannt gab, als auch am 32.Spieltag der Saison 2004/05, an dem der Hansa-Abstieg endgültig besiegelt wurde, verlor man am Ende deutlich mit 0:3 Toren. Was gleichzeitig bedeutet, dass der F.C. Hansa nun schon wieder seit 229 Minuten auf einen Torerfolg in der BayArena wartet. Eine Serie, die unbedingt beendet werden sollte, wenn man dort wieder einmal punkten will. Es sei denn, man beendet eine andere Serie und bleibt erstmals in Leverkusen ohne Gegentor. Oder man beendet beide Serien...

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