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14.11.2007 14:00 Uhr

Interview mit Ex-Hansa-Kapitn Peter Wibran: Kern und Agali, zwei tolle Typen

Das Ostderby Hansa gegen Energie (3:2) - es war auch für zwei ehemalige Hansa-Stars ein Grund, mal wieder in die DKB-Arena zu kommen. Während Steffen Baumgart mit seiner Katja aus der Lausitz anreiste, kam Ex-Kapitän Peter Wibran mit seiner Frau Ulrika aus Schweden über die Ostsee. Gleich nach dem Spiel schickte er ein Foto mit dem Ergebnis von der Anzeigetafel zu seinem Sohn über den „Teich“. Wir sprachen mit dem sympathischen dreifachen Familien-Vater aus Schweden über seinen Besuch und seine Entwicklung nach 2003.

 

Peter, wie beurteilen Sie das Derby?
Wibran: Es war ein harter Kampf, in dem mich erst Energie 20 Minuten überraschte und dann Hansa verdient siegte.

Was unterscheidet die Mannschaft aus Ihrer Zeit und die von heute?
Wibran: Wir hatten die besseren Individualisten. Hansa ist heute ausgeglichener, als Mannschaft kompakter – und es gibt keine Schweden mehr.

Sie lachen dabei…
Wibran: Ja, ja, ein Spaß.

Es hies oft, Sie würden für Hansa die Augen in Schweden auf machen.
Wibran: Ja, wir haben oft über Scouting bei uns gesprochen, mein Herz ist auch noch bei Hansa. Aber noch hat sich nichts ergeben. Dabei habe ich ja zu Herbert Maronn als Manager des Vereins nie den Kontakt wirklich verloren. Auch zu Timo Lange und Perry Bräutigam, zu Andy Thiem und den Physios pflege ich den Kontakt. Auch Rydle und Agali kenne ich noch.

Wie oft kommen Sie nach Rostock?
Wibran: Es war seit meinem Wechsel nach Schweden 2003 das sechste Mal. Zuletzt war ich zum 40. Geburtstag von Hansa im Stadion.

Wie empfanden Sie die Stimmung im Stadion?
Wibran: Toll, absolut toll. Unglaublich. So etwas wünschte ich mir in Schweden.

Spielen Sie selbst denn noch Fußball?
Wibran: Ja, in der abgelaufenen Saison war ich noch vier Mal dabei für Öster Vaxjö.

Aber diese Liebe ist wohl nicht das große Glück?
Wibran: Sportlich hatten wir tatsächlich nicht den großen Erfolg. Ich bin zwei Mal mit der Mannschaft aus der 1. Liga abgestiegen, einmal aufgestiegen und jetzt aus der 2. Liga in die 3. Liga abgestiegen. Ich bin momentan dort Spieler und Co-Trainer.

Zurück zum Spiel. Was gab den Ausschlag für Hansa?
Wibran: Hansa wirkte kompakter, hatte mit Enrico Kern den richtigen Mann am richtigen Ort. Er nutzt die Aufmerksamkeit, die der Gegner auf Agali richtet und kommt gut aus der Tiefe des Raumes, während sich der Nigerianer ganz vorne allein aufopfert. Enrico Kern ist ein Goalgetter-Typ, fünf Treffer sprechen dafür. Er ist läuferisch stark, gut am Ball, hat ein gutes Auge. Aber noch mehr imponierte mir Victor Agali. Was der läuft, wie der für die Mannschaft kämpft, das ist richtig gut. Man sollte nicht die Minuten zählen, die er als Stürmer nicht trifft, man sollte sich an den Sachen erfreuen die er positiv für die Mannschaft macht. Er ist ein ganz wichtiger Spieler für Rostock. Er läuft ungeheuerlich viel.

Wie lange dauert Ihr Aufenthalt an der Küste?
Wibran: Annika und ich wir hatten das ganze Wochenende in Rostock verplant.

Im Stadion saß auf der Energie-Bank ein Spieler, an den Sie wohl nicht so gute Erinnerungen hatten?
Wibran: Wer?

Na Energie-Co-Trainer Franklin.
Wibran: Der ist Trainer in Cottbus? Oh, er war für meinen schlimmsten Platzverweis und ein Spiel Sperre verantwortlich. Das war damals kein Fairplay, er sagte ich hätte ihn gewürgt, tatsächlich hatte er mit einer Schauspiel-Einlage meine Rote Karte provoziert.

Peter, viel Glück in Schweden und Danke für dieses Gespräch.

 

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