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07.09.2007 12:28 Uhr

Interview mit Stefan Beinlich - Profis suchen Partner für eigene Halle

Gäste, die in die DKB-Arena kommen, staunen oft über die guten Bedingungen in Rostock. Tatsächlich bietet das Stadion seit seinem Umbau gerade für die Hansa-Profis beste sportliche und medizinische Möglichkeiten. Aber nichts ist so gut, dass es nicht noch besser gemacht werden kann. Dies dachten sich auch die Hansa-Spieler und ihre Trainer. Ihre Idee: Eine eigene Halle in den Katakomben des Umkleidetraktes! Hier gibt es nach einem Durchbruch vom Kraftraum in den (noch) leer stehenden Raum die Möglichkeit, „totes Geländes“ sportlich zu nutzen. Schon vor dem Aufstieg 2007 philosophierten die Spieler mit Trainer und Vorstand darüber. Aber damals gab es erst andere Probleme zu bewältigen. Nach dem Aufstieg  ist das Geld immer noch knapp, aber die Idee, sich in den eigenen vier Wänden in neuen Räumlichkeiten unter besseren Bedingungen auf Training und Spiel vorzubereiten, lebt bei den Spielern weiter. Knapp 400 m² liegen brach. Jetzt wollen die Profis das Projekt selbst in die Hand nehmen. Über die Idee sprachen wir mit Kapitän Stefan Beinlich.

 

Sie haben eine teambildende Maßnahme im Auge, wollen eine eigene Halle in den Katakomben des Stadions errichten…?

Stefan Beinlich: Genau. Der Platz ist da, wir wollen den Raum und die Möglichkeiten nutzten. Allerdings ist das eine kostenintensive Idee, die wir außerplanmäßig realisieren wollen.

 

Wie?

Stefan Beinlich: Es gibt viele Möglichkeiten. Einerseits wenden wir uns jetzt an Sponsoren, die uns materiell unterstützen könnten, andererseits sind wir bereit, für diese Idee selbst Initiativen zu ergreifen.

 

An wen sollte man sich wenden, wenn man Sie buchen möchte?

Stefan Beinlich: Am besten an die Marketing-Abteilung.

 

Warum plündern Sie nicht die Mannschaftskasse für diese Aktion?

Stefan Beinlich: Es geht ja hier nicht um ein Projekt der Spieler, sondern um eine Grundvoraussetzung für den Verein. Spieler sind nach Vertragsende weg. Aber Generationen nach uns können von dieser Maßnahme leben. Und mancher aus dem Raum Mecklenburg-Vorpommern könnte von sich sagen, ich habe Hansa auf diese sicherlich noch ungewöhnliche Art geholfen.

 

Wie könnten Sie den Raum, der ca. 40  m lang und 20 m breit ist, nutzen?

Stefan Beinlich: Es wäre eine ideale Möglichkeit, dort vor Spielen die Erwärmung vorzunehmen. Wir könnten hier quasi fast eine eigene Halle haben, wie es sie z.B. in München und Köln schon gibt. Das wäre unglaublich praktisch. Aber dazu brauchen wir eben diese materiellen und finanziellen Leistungen von Sponsoren, mit denen wir aber gerne Hand in Hand zusammen arbeiten wollen. Wir wollen uns an dieser Sache selbst aktiv beteiligen. Alle Spieler unserer Mannschaft haben sich dafür ausgesprochen, jeder wird also auch dabeisein.

 

Sie würden also auch mal als Gäste zu einer Weihnachtsfeier in einen Baubetrieb kommen, wenn deren Mitarbeiter Ihnen helfen?

Stefan Beinlich: Genau so stellen wir uns das vor, das kann natürlich auch eine Grillparty sein. Wir wollen Dinge anbieten, die man eigentlich nicht kaufen kann. Ich sehe da eine gute, eine ganz neue Verbindung zwischen Sponsor und Mannschaft.

 

Wie schnell wollen Sie diese Aktion verwirklichen?

Stefan Beinlich: Je schneller, desto besser. In jedem Fall fließt das Geld, das wir gewissermaßen einspielen, garantiert nur in dieses Projekt.

 

Dann wünschen wir viel Glück

 

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