Offizielle Website des F.C. Hansa Rostock - Unsinkbar seit 1965

17.12.2009 10:39 Uhr

Interview mit Tobias Jänicke: Alles ist möglich

Er ist eines der Paradebeispiele für die Nachwuchsarbeit des F.C. Hansa Rostock: Tobias Jänicke. Zu Beginn dieser Saison schaffte er den Sprung in den Profikader und konnte bereits mehrmals unter Beweis stellen, dass er dort zu Recht steht. Er ist kampf- sowie laufstark und zeigte wie zuletzt im Spiel gegen den FC Energie Cottbus, dass der Gegner sich auch vor seinen Flanken und Hereingaben in Acht nehmen muss.

Hansa-Online traf Tobias Jänicke vor dem letzen Heimspiel der Hinrunde gegen Fortuna Düsseldorf am Sonnabend (13.00 Uhr in der DKB-Arena)zum Interview.

Hansa-Online: Die Partie F.C. Hansa Rostock gegen FC Energie Cottbus wird in der Presse meist als Ostderby dargestellt. Siehst Du dies als gerechtfertigt oder ist es für dich ein Spiel wie jedes andere auch?

Tobias  Jänicke: Ein ganz normales Spiel kann man da wohl eher nicht sagen. Es ist schon so, dass dort eine besondere Brisanz besteht. Das war für mich im Nachwuchsbereich so, wo ich ja auch schon einige Begegnungen miterlebt habe. Und auch gerade für die Fans ist es ein besonderes Spiel. Da muss man sich vielleicht schon mehr unter Kontrolle halten als in anderen Partien.

Hansa-Online: Chef-Trainer Andreas Zachhuber zeigt sich mit dem Ergebnis des Spiels zufrieden. Wie ist Deine eigene Einschätzung?

Tobias Jänicke: Ich denke, gemessen am Spielverlauf kann man mit dem 0:0 recht zufrieden sein. Wir hatten ein, zwei gute Chancen, der Gegner auch drei bis vier richtig gute Möglichkeiten, die sicherlich sogar die größeren waren. Von daher kann man mit einem Unentschieden recht zufrieden nach Hause fahren. Wir haben nicht verloren und das war erst mal das Wichtigste. Jetzt geht es weiter.

Hansa-Online: Wie schätzt Du Deine Leistung ein?

Tobias Jänicke: Ich hatte jetzt ein paar Spiele nicht mitgespielt, da war es wieder schön, gegen Cottbus zu spiele. Es gab sicher einige gute Szenen von mit, einige weniger gute -– Licht und Schatten in einem.

Hansa-Online: Der Verein setzt sehr auf seine Nachwuchsarbeit. Der Klub gibt dabei den jungen Spielern, bei entsprechender Leistung, die Chance, zum Einsatz zu kommen. Ist das ein enormer Ansporn für junge Spieler?

Tobias Jänicke: Ja, na klar. Gerade für die jungen Spieler ist das ein deutliches Zeichen. Wenn man einmal sieht, wie jung unsere Mannschaft ist, wer dort alles mitspielt und wie viele von denen aus dem eigenen Nachwuchs kommen. Früher hat man sich das als Jungsporn immer gewünscht und jetzt ist es alles wirklich Realität. Das kann ja eigentlich nur heißen, dass hier jeder im Nachwuchsbereich richtig Gas geben muss, um auch seine Chance zu bekommen.

Hansa-Online: Das heißt dann auch für Dich, nochmal alles zu geben, um gegen Düsseldorf auf dem Platz zu stehen?

Tobias Jänicke: Ja, natürlich. Einfach immer das Bestmögliche geben. Man sieht ja, was dann passiert, man kann immer mal kurzfristig in die Startelf rutschen, so wie es jetzt bei mir der Fall war. Alles ist möglich.

Hansa-Online: Was ist für Hansa in der Rückrunde möglich?

Tobias Jänicke: Wir wollen auf jeden Fall unser Saisonziel erreichen. Wenn man die Tabelle betrachtet, ist das auch realistisch. Es ist dort alles relativ eng und bis zum achten Platz sind es nur noch zwei Punkte. Da ist man dann mit zwei, drei Siegen, wenn wir sie dann holen, wieder gut dabei. Klar, daran müssen wir arbeiten und am besten am Samstag gleich damit anfangen.

Hansa-Online: 2010 steigt die WM in Südafrika. Wer hat das Zeug zum Weltmeister?

Tobias Jänicke: Oh, das gibt es einige Kandidaten. Spanien ist sicherlich ein heißer Favorit. Mal gucken, was unsere Jungs so zeigen. Man darf auf jeden Fall gespannt sein.

Hansa-Online: Was sagt Du zur Gruppenauslosung für die deutsche Elf?

Tobias Jänicke: Ich denke, es ist machbar, man sollte sie aber auch nicht unterschätzen. Gerade die Afrikaner spielen einen sehr guten Fußball. Auch die Serben haben in der Qualifikation gezeigt, was sie draufhaben. Da sollte man schon aufpassen, das Weiterkommen sollte das Ziel sein.

Zurück