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06.08.2008 12:03 Uhr

Jörg Hahnel vor Pokalpremiere im Hansa-Trikot

Für Jörg Hahnel verläuft der Start in die Saison 2008/09 etwas anders als in den vergangenen Spieljahren. Nachdem er im Sommer 2006 aus dem heimischen Erzgebirge an die Ostsee gewechselt war, galt er - zunächst hinter Mathias Schober und ein Jahr später hinter Stefan Wächter - jeweils nur als Nummer 2 unter den Hansa-Torhütern. Erst eineinhalb Jahre später bestritt der 1,86m große Keeper dann sein erstes von insgesamt sechs Bundesliga-Spielen für die Ostseestädter. Und nun, da Stefan Wächter nach seiner Knie-OP noch für geraume Zeit ausfällt, geht Jörg Hahnel erstmals wieder als Nummer 1 in die neue Saison.

Dieses Gefühl kannte der inzwischen 26jährige Torhüter zuletzt aus Aue, wo er für den FC Erzgebirge insgesamt 36 Zweitligaspiele bestritt, bevor er dann mitten im Saisonverlauf seinen Stammplatz verlor: „Es war eine Angina, wegen der ich pausieren musste. Doch als ich wieder gesund war, blieb mein Vertreter Bobel im Tor. Und fortan habe ich unter Trainer Schädlich keine Einsatzchance mehr bekommen“, erinnert sich der Schlussmann, der bereits aus dem Auer Nachwuchs hervorgegangen war.

Eine Angina zwang Jörg Hahnel auch in der Vorbereitung auf die bevorstehende Saison zum Pausieren. Statt im Härtetest gegen Werder Bremen zwischen den Pfosten zu stehen, musste er in der vergangenen Woche zu Hause das Bett hüten. „Doch sehr weit hat mich diese Erkrankung nicht zurückgeworfen. Immerhin konnte ich ja schon am Sonnabend wieder mit nach Naestved fahren, um vor dem Pokalspiel gegen Kiel noch einmal Spielpraxis zu sammeln. Auch wenn die strapaziöse Anreise nach Dänemark so kurz nach der Erkrankung sicherlich nicht ideal war.“

Den überschaubaren Trainingsrückstand konnte Jörg Hahnel in dieser Woche bereits wieder aufholen, zumal Trainer Frank Pagelsdorf auf den zwischenzeitlichen Ausfall reagiert hatte. Statt des zweiten Laktattestes stand für die Hansa-Keeper am Dienstag ein zusätzliches Torwarttraining auf dem Programm. Da störte den Mann mit der Rückennummer 21 auch der heftige Regen nicht: „Im Gegenteil. Solche Einheiten sind sehr wichtig, um auch die nassen und rutschigen Bälle beherrschen zu können.“

Dass ihm Frank Pagelsdorf praktisch schon zu Saisonbeginn eine Stammplatzgarantie gab, hat die Vorbereitung auf die kommende Zweitliga-Saison für Jörg Hahnel nicht sonderlich beeinflusst. „Natürlich ist dieser Vertrauensvorschuss ein gutes Gefühl. Doch auch in der Vergangenheit habe ich die Vorbereitungsspiele immer unter der Prämisse absolviert, dass ich jederzeit in der Lage bin, mich ins Tor zu stellen.“

Am kommenden Sonnabend wird Jörg Hahnel seine Pokalpremiere im Hansa-Trikot bestreiten und warnt gleichzeitig davor, den vermeintlichen Außenseiter zu unterschätzen: „Ich habe ja schon mehrere Testspiele gegen die Kieler - nicht nur mit der ersten, auch schon mit der zweiten Mannschaft - bestritten. Ein starker Gegner, der durch den Aufstieg zusätzlich noch von einer Euphorie getragen wird. Doch vor dem Pokal-Kontrahenten ist dem Torhüter ebenso wenig bange wie vor dem schwierigen Auftaktprogramm der Hanseaten in der 2. Bundesliga: „Egal, wie die Gegner auch heißen. Einfache Aufgaben gibt es in der zweiten Liga ohnehin nicht. Und so wissen wir wenigstens gleich, wo wir stehen.“

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