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23.03.2011 15:48 Uhr

Jubiläumsspiel: Hilmar Weilandt: Ich könnte für zwei Aufstiegsteams spielen…

Hilmar Weilandt, heute beim Vermarktungspartner des F.C. Hansa, Infront Germany, tätig, könnte am 4. Mai 2011 (Anstoß 19 Uhr) beim Spiel des Meisterteams von 1991 gegen die Hansa-Legenden eigentlich in beiden Teams mitspielen, schließlich ist der einstige Mittelfeldspieler eine der Ikonen des Rostocker Fußballs. Seit 30 Jahren Mitglied des Vereins war er sowohl beim ersten Aufstieg unter Uwe Reinders als auch beim zweiten Aufstieg unter Frank Pagelsdorf dabei. Vor dem großen Rückkehrer-Treffen der Hanseaten in der DKB-Arena trafen wir uns mit „Hille“.
 
Hallo Hilmar, wo wird man Dich denn nun bei dem Treffen der großen Hansa-Spieler finden?

Weilandt: Als Mitglied der damaligen Meisterelf haben mich die Organisatoren für das Team von Uwe Reinders vorgesehen.
 
Welche Zeit war denn damals für Dich als Spieler emotionaler?
 
Weilandt: Durch die Ereignisse der deutsch-deutschen Geschichte war das wohl der erste Aufstieg mit dem letzten NOFV-Meister-Titel und dem NOFV-Pokalsieg. Wir mussten ja unbedingt Erster oder Zweiter werden, um die Qualifikation für die Bundesliga zu schaffen. Bis dato war Hansa in Meisterschaft und Pokal oft nur „Meister der Herzen“. Aber im letzten und entscheidenden Moment waren wir zur Stelle und konnten uns zwei Titel holen. Das war natürlich toll. Den zweiten Aufstieg habe ich intensiver genossen. In dieser Phase und danach hatte ich dann aber wohl meine beste Zeit bei Hansa überhaupt…
 
Was unterschied denn die beiden Teams?
 
Weilandt: Unter Uwe Reinders betraten wir Neuland, wurden erstmals mit dem Profifußball konfrontiert. Das war schon ein Riesensprung. In der Zeit des zweiten Aufstiegs hatten wir fußballerisch vielleicht unsere beste Zeit.
 
Welche Bedeutung hat das Match am 4. Mai für Dich?
 
Weilandt: Es frischt noch einmal alte Erinnerungen auf. Natürlich treffe ich bis heute Spieler wie Heiko März, Axel Schulz, Juri Schlünz, Thomas Finck, Jens Dowe oder Bernd Arnholdt häufig im Stadion, weil sie alle – wie ich – dem F.C. Hansa immer verbunden blieben. Ich selbst habe ja niemals den Verein verlassen. Mit Daniel Hoffmann, meinem Schwager, mit dem ich seit 20 Jahren familiär verbunden bin, habe ich sowieso Kontakt. Andere wie Frank Rillich, Gernot Alms oder Timo Lange trifft man mal bei Spielen des Vereins. Aber dann plötzlich mit allen zusammen zu sein, das wird schon ein tolles Ding.
 
30 Jahre beim F.C. Hansa, hattest Du nie Angebote von anderen Vereinen?
 
Weilandt: Es gab mal lockere Anfragen, aber eigentlich wollte ich ja auch immer Hanseat bleiben. Eine besondere Sache war natürlich auch, dass ich eine Zeit lang Kapitän des F.C. Hansa war. Damit wurde damals ja nicht nur meine Treue und Bodenständigkeit belohnt, sondern auch meine Leistung.
 
Mittlerweile setzt Dein Sohn Tom die Tradition fort…
Weilandt: Ja, Tom spielt auch seit seiner Kindheit für Hansa, er ist letztes Jahr mit dem Verein Deutscher Meister bei den A-Junioren geworden, jetzt steht er mit Hansa im Halbfinale gegen Werder Bremen im DFB-Pokal. Vielleicht ist er dann auch bald Meister und Pokalsieger…
 

Man trifft Dich ja oft bei den Jugendspielen, aber Du bist auch bei jedem Heimspiel der Profis bis heute dabei…
 
Weilandt: Stimmt, mit meiner Frau, meiner Tochter oder den Eltern bin ich oft bei den Spielen unserer A-Junioren privat dabei. Na und ansonsten muss bei den Hansa-Heimspielen für meinen heutigen Arbeitsgeber Infront natürlich die Gäste in der DKB-Arena betreuen…

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