Offizielle Website des F.C. Hansa Rostock - Unsinkbar seit 1965

20.04.2006 08:26 Uhr

„Junge Wilde“ machen Hoffnung für die Zukunft

Der F.C. Hansa wird mehr und mehr zum Talentschuppen der 2. Liga. Trainer Frank Pagelsdorf setzt – auch gezwungen durch viele Verletzungen - immer mehr auf seine „jungen Wilden“ und setzt damit einen klaren Trend für die Zukunft. Mit jungen hungrigen Eigengewächsen, mit denen sich die Hansa-Fans richtig identifizieren können, wird der F.C. Hansa in der kommenden Saison einen neuen Anlauf nehmen, in die Bundesliga zurückzukehren.

Die Liste der viel versprechenden Nachwuchsspieler, die „Pagel“ im Verlaufe dieser Saison in die Mannschaft einbaute, ist beeindruckend. In Kai Bülow (19), dem heutigen Geburtstagskind Clemens Lange (20), Marc Stein (20), Miso Brecko (21), Tim Sebastian (22), Anton Müller (22), Marcel Schied (22), Patrick Jahn (23), Djordjije Cetkovic (23), Amir Shapourzadeh (23) und Tobias Rathgeb (23) hat der F.C. Hansa insgesamt 11 Spieler, die 23 Jahre alt oder jünger sind. Abwehrmann Martin Pohl ist erst 25.

Um diese Spieler und einige erfahrene Profis wie Torhüter Mathias Schober, Kapitän René Rydlewicz, Abwehrchef Gledson oder dem neuen Torjäger Enrico Kern, der es seit seiner Verpflichtung in der Winterpause auf sieben Tore gebracht hat, will Frank Pagelsdorf für die neue Saison eine schlagkräftige Mannschaft formen und den Umbruch beim F.C. Hansa fortsetzen. In dieser Saison fehlte unserer Mannschaft nach dem schwachen Saisonstart in der Rückrunde in den entscheidenden Spielen, vor allem auswärts, noch die nötige Erfahrung und Abgeklärtheit, um wirklich um den Aufstieg mitzuspielen. Nach der 0:2-Niederlage am Gründonnerstag beim direkten Konkurrenten Energie Cottbus beträgt der Rückstand auf die Lausitzer auf dem dritten Rang 10 Punkte – bei nur noch 12 zu vergebenden Zählern.

Damit lautet das Motto für die restlichen vier Spiele jetzt, den Hansa-Fans einen versöhnlichen Saisonausklang zu bescheren – zumal drei dieser vier Partien im heimischen Ostseestadion stattfinden. Und da haben unsere Jungs eine Serie zu verteidigen. Die letzten vier Heimspiele gegen die Sportfreunde Siegen (2:0), Wacker Burghausen (1:0), den Karlsruher SC (2:0) und den 1. FC Saarbrücken (3:0) gewann der F.C. Hansa jeweils zu null. Mathias Schober ist auf heimischem Rasen insgesamt schon seit 442 Minuten ohne Gegentreffer.

Und bei dieser Erfolgsserie gelang es unserer Mannschaft auch immer wieder, die Fans zu begeistern. Wie beim Sieg gegen Aufstiegsaspirant KSC oder zuletzt beim höchsten Saisonsieg gegen Saarbrücken. Da zeigte der F.C. Hansa eine perfekte Anfangsviertelstunde. Gleich den ersten Eckball von René Rydlewicz köpfte Marc Stein in der 9. Minute zum 1:0 ein. Drei Minuten später ließ Kai Bülow einen weiteren Kopfballtreffer folgen, als er nach einem Freistoß von Tobias Rathgeb am höchsten stieg und sein zweites Saisontor erzielte.

Danach wollte sich dann auch der Torjäger vom Dienst nicht lumpen lassen. Enrico Kern traf mit einem herrlichen Volleyschuss, der durchaus zum Tor des Monats werden könnte, in der 14. Minute zum 3:0. Was gleichzeitig den Endstand bedeutete, weil die Rostocker danach auch beste Chancen nicht mehr nutzten und den abstiegsbedrohten Saarländern damit ein Debakel ersparten.

Mit diesem Erfolg – dem dritten in Serie – im Rücken wollte der F.C. Hansa dann beim Derby in Cottbus noch einmal ins Aufstiegsrennen eingreifen. Doch eine Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns, das ein reguläres Tor zum 1:1 nicht anerkannte, sowie die Treffer von Sergiu Radu in der 33. Minute und in der Nachspielzeit, als Torhüter Mathias Schober schon mitstürmte, machten unserer Mannschaft einen Strich durch die Rechnung.

Gegen LR Ahlen soll es besser klappen. Die Westfalen sind zum ersten Mal im Ostseestadion zu Gast, in Ahlen gab es schon zwei Duelle, die jeweils der F.C. Hansa gewann. Im Hinspiel gab es durch Tore von Kevin Hansen, Gledson und Rade Prica einen 3:1-Erfolg, im November 2004 setzte sich der F.C. Hansa im DFB-Pokal 3:2 nach Verlängerung durch.

 

Zurück

  • sunmakersunmaker