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10.11.2008 14:28 Uhr

Juri Schlünz leitet am Dienstag erstmals das Training

Einen Moment überlegen musste er schon, bevor sich Juri Schlünz bereiterklärte, für eine Übergangszeit den Posten als verantwortlicher Trainer der Hansa-Profis zu übernehmen. „Ich hatte zuletzt ja eigentlich eine andere Intention, bin schließlich noch bis 2011 als Vorstandsmitglied für den Amateur- und Nachwuchsbereich verantwortlich. Und diese Tätigkeit macht mir auch unheimlich viel Spaß“, erklärt der langjährige Hansa-Spieler, der zwischen 1979 bis 1994 insgesamt 356 Punkt- und 50 Pokalspiele für den Rostocker Club bestritten hat, und gesteht: „Erfreut bin ich darüber natürlich nicht. Am liebsten wäre es mir jetzt, wenn ich in Kaiserslautern mit drei Punkten meinen Einstand feiern und danach gleich wieder meinen Ausstand geben könnte.“

Dass er sich dennoch interimsmäßig zur Verfügung stellt, begründete der 47jährige Fußball-Lehrer damit, dass „ich nun schon über 40 Jahre lang dem Verein verbunden bin und natürlich auch über die nötige Qualifikation verfüge.“ Eine Parallele mit jenen Situationen, als er nach den Beurlaubungen von Andreas Zachhuber 2000 und Friedhelm Funkel 2001 als Übergangs-Coach fungierte, gibt es für Juri Schlünz allerdings nicht: „Damals war ich als Co-Trainer immer ganz dicht an der Mannschaft dran. Jetzt habe ich eine gewisse Distanz.“ Auch aus diesem Grund wurde am heutigen Montag das Training noch von den Co-Trainern Thorsten Haas und Perry Bräutigam geleitet. „Am Abend werde ich mich dann mit den beiden zusammensetzen und die weitere Herangehensweise beraten. Und am Dienstag stehe ich dann zum ersten Mal mit der Mannschaft auf dem Platz.“

Was er möglicherweise verändern wird, will Juri Schlünz ebenfalls erst nach Rücksprache mit den beiden Co-Trainern entscheiden. All zuviel wird er ohnehin nicht ändern können, denn er muss prinzipiell mit dem gleichen Spielerkader arbeiten wie sein beurlaubter Vorgänger Frank Pagelsdorf. Zudem hatte er an der Einstellung der Mannschaft im Heimspiel gegen den VfL Osnabrück kaum etwas auszusetzen: „Nachdem es zuletzt und vor allem auswärts einige Defizite gab, war ich mit dem Kampfgeist und der Laufbereitschaft am Sonntag durchaus zufrieden. Doch das müssen wir jetzt natürlich auch einmal über die gesamten 90 Minuten demonstrieren.“

Dem aktuellen Interimscoach ist aber natürlich auch klar, dass sich so schnell wie möglich Erfolgserlebnisse einstellen müssen: „Wenn man auf die Tabelle schaut, weiß man, wie wichtig es jetzt ist, zu punkten. Damit müssen wir möglichst schon am kommenden Montag in Kaiserslautern anfangen!“ Bei diesem Spiel wird Juri Schlünz auf jeden Fall auf der Trainerbank der Hanseaten sitzen. Wann sein Nachfolger präsentiert wird, ist dagegen noch völlig offen: „Ich gehe davon aus, dass so schnell wie möglich eine Lösung gefunden wird und hoffe natürlich, dass das nicht bis Weihnachten dauert“, erklärt der Rekordspieler des F.C. Hansa.

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