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03.12.2006 08:23 Uhr

Kai Bülow: Die Serie soll lange halten!

Kai Bülow, ein Spieler von den „jungen Wilden“ des F.C. Hansa Rostock,  hat sich am Freitag im Zweitliga-Spiel gegen  Rot-Weiss Essen (2:0) mit einem tollen Tor mal wieder etwas mehr in den Vordergrund gespielt und seinen ersten Treffer in diesem Spieljahr erzielt.

Die Vita des 20jährigen Mecklenburgers: Kai Bülow kam über den Rostocker Lokalrivalen FSV Bentwisch zur Jugendabteilung des F.C. Hansa Rostock, zur Saison 2005/06 wurde er dann als Amateurspieler für den F.C. Hansa II in der Oberliga Nordost (Staffel Nord) unter Vertrag genommen. Nach einer überzeugender Leistung gegen den 1. FSV Mainz 05 in der ersten Runde des DFB-Pokals 2005/2006 nominierte ihn der damals neue Trainer Frank Pagelsdorf sofort für den Kader der ersten Mannschaft, wo er am vierten Spieltag der 2. Bundesliga gegen den VfL Bochum sein Debüt gab und am achten Spieltag gegen Wacker Burghausen sein erstes Ligator erzielte. Am 14. Oktober 2005 unterschrieb Bülow dann einen bis 2008 datierten Vertrag als Profi-Fußballer in Rostock.

Im ersten Jahr machte der Abwehr- und Mittelfeldspieler 25 Spiele, erzielte zwei Tore und bereitete einen Treffer vor. In der laufenden Saison setzte ihn Trainer Pagelsdorf in elf von 14 Spielen ein, vier Mal davon wurde er eingewechselt.

 

Nach dem Essen-Spiel gab Kai Hansa-Online ein Interview.

 

Kai, wie beurteilen Sie die momentane Entwicklung der Mannschaft?

Kai Bülow: Es läuft zurzeit richtig gut bei uns. Wir sind wirklich eine MANNSCHAFT. Jeder unserer 26 Spieler bringt sich dort voll ein. So ergibt sich momentan auch ein Gesamtbild, was sehr schön anzuschauen ist.

 

Macht es nun in Ihrer zweiten Saison mehr Spaß, zu spielen?

Kai Bülow: Ganz klar, JA! Ich erinnere mich ja noch genau, nach den ersten vier Spielen im Spieljahr 2005/2006 standen wir nach vier Begegnungen mit Null Punkten da. Jetzt stehen wir nach 14 Spieltagen ohne Niederlage da.

 

Wie lautet das Nahziel?

Kai Bülow: Wir wollen natürlich diese Serie so lange wie möglich halten.

 

In Konsequenz?

Kai Bülow: Wir fahren jetzt auch am Freitag nach Koblenz, um auch dort 3 Punkte mitzunehmen.

 

Ihr Glück am Freitag gegen Essen war die Grippe von Dexter Langen?

Kai Bülow: Ja, bei uns allen herrschte an diesem Tag die Seuche. Da muss man auch mal die medizinische Abteilung loben. Als der Trainer dann sagte, ich soll spielen, habe ich mich natürlich gefreut.

 

Wann haben Sie zuletzt auf dieser Position gespielt?

Kai Bülow: Das ist erst ein Jahr her. Damals habe ich ja die ersten vier, fünf Spiele als rechter Verteidiger gemacht.

 

Hat Ihnen Stefan Beinlich als Sechser Ihre Position ein wenig „verbaut“?

Kai Bülow: Das sehe ich gar nicht so. Der Trainer hat einfach viele Alternativen. Ein Beispiel wäre auch Enrico Kern. Ich fühle mich nicht von Paule verdrängt. Wir gehören zu einer Mannschaft und haben ein Ziel. Dafür kämpfen wir gemeinsam. Ich kann von Paule ja auch noch viel lernen und ich werde es als junger Spieler dem Trainer nach wie vor so schwer wie möglich machen, mich draußen zu lassen. Und in 11 von 14 Partien habe ich gespielt!

 

Haben Sie schon mal eine Serie von 14 Spielen ohne Niederlage erlebt?

Kai Bülow: Das muss mal in der E-Jugend gewesen sein…

 

Wo haben Sie sich selbst verbessert?

Kai Bülow: Ich bin im zweiten Männerjahr. Ich lerne von Tag zu Tag dazu. Aber mit jedem Spiel wird man auch routinierter, ruhiger, abgeklärter. Ich merke so auch eine Verbesserung im Zweikampfverhalten. Ich kriege langsam mehr Spielübersicht und Ruhe und Abgeklärtheit am Ball.

 

Spüren Sie momentan jetzt auch mehr Anerkennung in der Mannschaft?

Kai Bülow: Ich sehe eine Anerkennung für die gesamte Mannschaft. Jeder Einzelne hat sich entwickelt, verbessert, Anteil am Erfolg. Es zählt nicht das Einzelschicksal, sondern nur der Gesamterfolg. Alle wissen genau, welche Chance wir jetzt haben, wo wir hin wollen. Die Gesamtleistung wird momentan vom Publikum honoriert.

 

Ihr Kopfball-Tor gegen Essen war nicht das erste…

Kai Bülow: Stimmt, gegen Saarbrücken ist mir ein Kopfball-Tor gelungen und in Burghausen habe ich mit dem Fuß getroffen…

 

13 Spieler von 26 haben den Weg in die Mannschaft über die eigene Nachwuchs-Abteilung geschafft…

Kai Bülow: In der Tat. Das ist toll für uns junge Spieler, das ist gut für den Verein, das ist gut für die Mannschaft. Wir kennen uns alle sehr gut.

 

Ist dies auch ein Vorteil gegenüber Mannschaften wie Duisburg oder Kaiserslautern?

Kai Bülow: Genau. Trainer Frank Pagelsdorf hat sich seit einem Jahr eine eigene Mannschaft zusammengestellt, sein Training durchgezogen, seine Spieler geholt. In Duisburg oder Kaiserslautern oder auch Köln gab es einen großen Umbruch. Uns merkt man an, wir sind ein eingespieltes Team. Da macht die Arbeit auf dem Platz richtig Freude.

 

Vielen Dank für das Gespräch, viel Erfolg in Koblenz!

 

 

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