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09.04.2008 13:54 Uhr

Karlsruher SC ist bereits aller Sorgen ledig

Wenn vom kommenden Hansa-Gegner Karlsruher SC die Rede ist, wird oft vom besten Aufsteiger der laufenden Saison gesprochen. Doch diese Bezeichnung drückt nur annähernd aus, wie gut sich die Badener nach neun Jahren Bundesliga-Abstinenz und dem zwischenzeitlichen Absturz in die Regionalliga wieder in der höchsten Spielklasse zurechtfinden. Während die beiden Mitaufsteiger derzeit um den Klassenerhalt bangen müssen, ist der KSC praktisch schon aller Sorgen ledig. Obwohl sie nur zwei ihrer bislang zehn Rückrundenspiele gewinnen konnten, findet man die Karlsruher mit 38 Punkten immer noch in der oberen Tabellenhälfte.

 

Lediglich von der Hoffnung auf eine Europacup-Teilnahme, die vor wenigen Wochen noch realistisch erschien, müssen sich die Badener wohl inzwischen verabschieden. Lagen sie nach dem 3:1 Heimsieg über den VfL Wolfsburg am 22. Spieltag noch selbst auf Rang 5, beträgt der Rückstand zu dieser markanten Platzierung inzwischen schon sieben Punkte. Eine Folge der Tatsache, dass die Karlsruher zuletzt fünfmal in Folge sieglos blieben. Lediglich Hertha BSC und der F.C. Hansa konnten in diesem Zeitraum ebenso nur zwei Punkte einfahren wie der KSC, der am vergangenen Spieltag einen möglichen Punktgewinn in Bielefeld noch in der 92. Minute verspielte. Der Patzer von Torhüter Miller hatte dabei fast noch schlimmere Folgen für den F.C. Hansa als für die Karlsruher selbst, denn durch ihren Siegtreffer in der Nachspielzeit zogen die Bielefelder in der Tabelle an den Hanseaten vorbei und verwiesen sie erstmals in der Rückrunde wieder auf einen Abstiegsplatz.

 

Dass die Karlsruher trotz ihrer aktuellen Negativserie nicht mehr zittern müssen, haben sie dem überragenden Saisonstart und dabei insbesondere ihrer Unbekümmertheit in fremden Stadien zu verdanken. Die Elf von Trainer Edmund Becker gewann vier der fünf ersten Auswärtsspiele und grüßte nach dem 2:0 Erfolg auf Schalke nach dem 9. Spieltag vom zweiten Tabellenplatz! Als sie dann am 11. Spieltag nach Rostock kam, blieb sie ebenfalls unbezwungen, wobei hüben wie drüben keine Tore fielen. Doch vielleicht treffen beide Mannschaften im Ambiente des Karlsruher Wildparks ja wieder besser. In der Vorsaison fielen dort beim 4:4 die Tore bekanntlich wie reife Früchte. Viel wichtiger als ein torreiches ist diesmal allerdings ein erfolgreiches Spiel für die Hanseaten. Können sie erstmals nach über einem halben Jahr wieder drei Punkte mit auf die Heimreise nehmen?

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