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03.11.2005 16:28 Uhr

Kay-Uwe Pittwehn: Er kommt aus der „Borowski-Schule“

Wenn ein Spieler an einem Wochenende für den F.C. Hansa Rostock sowohl in der B-Jugend in der NOFV-Regionalliga gegen den 1. FC Magdeburg als auch dann in der Bundesliga Nordost in der A-Jugend gegen Werder Bremen spielt, dann muss es sich schon um einen außergewöhnlichen Jungen handeln.
Kay-Uwe Pittwehn ist ein außergewöhnlicher Junge!
Der Abwehrspieler ist zweifelsfrei eines der größten Talente, die es in der Nachwuchs-Abteilung des F.C. Hansa gibt.
Man muss kaum ein großer Prophet sein, um vorherzusagen, dass Kay-Uwe Pittwehn als vierter Hanseat nach unseren Auswahlspielern Toni Kroos, Stefan Person und Tobias Jänicke schon in kürzester Zeit bei DFB-Trainer Bernd Stöber anklopfen könnte.
Hansa-Trainer Robert Roelofsen lobt Kay-Uwe Pittwehn jedenfalls in höchsten Tönen: „Für einen neuen Spieler hat er sich seit August schnell bei uns gut eingelebt und ist eine zuverlässige Stütze in der Mannschaft. Wenn er als B-Jugendspieler jetzt auch schon in der A-Jugend spielt, ist das natürlich auch der Personalnot bei meinem Kollegen Gerald Dorbritz geschuldet…“
Eine kleine Episode über Kay-Uwe Pittwehn verrät mehr als viele Worte.
Als die Trainer ihn vor seinem Debüt in den A-Junioren jüngst fragten, Kay-Uwe, willst du oben in der Bundesliga spielen, da meinte er cool: „Welche Position…?“
Mit dem Stammplatz zu Spielbeginn wurde es noch nichts, aber eingewechselt wurde er dann noch…
Was Kay-Uwe Pittwehn drauf hat, hat er jüngst bei einem Int. Turnier in Italien gezeigt. Zusammen mit Stefan Person bildete der kräftige Bursche gegen italienische und spanische Mannschaften wie AC Mailand und Real Madrid ein glänzendes Innenverteidiger-Duo. Mit Stephan Gusche gehörte er außerdem zu den Spielern, die kaum einen Zweikampf verloren.
Auf den ersten Blick denkt man bei Kay-Uwe Pittwehn vielleicht, wo haben die Hanseaten denn den her geholt. Kay-Uwe wirkt nämlich etwas robust und hölzern. Aber seine Spielweise ist total abgeklärt. Der Bursche ist ballsicher und zweikampfstark.
Noch größer aber ist sein Wille, immer das Beste aus sich herauszuholen.
Trainer Roelofsen: „Kay-Uwe Pittwehn gilt eigentlich bei uns als Spaßvogel. Aber mit dem Moment, wo er vor dem Spiel in die Kabine geht, ist er so konzentriert wie kaum ein anderer Spieler.“
Kay-Uwe Pittwehn wurde am 12. Februar 1989 in Neubrandenburg geboren, ist dort auf dem Datzeberg groß geworden und begann mit fünf Jahren schon beim FC Datze. Sein Vater Peter war ein guter Leichtathlet (unter 11,0 s) und Fußballer (beim SV Post), seine Mutter Susanne Eisschnellläuferin.
Mit sechs Jahren ging Kay-Uwe Pittwehn dann zum FC Neubrandenburg, kickte in der Pampers-Liga und kam später auf die Sportschule Neubrandenburg. Sein Trainer: Klaus Kirschner, auch der Entdecker des Bremer Nationalspielers Tim Borowski.
Ursprünglich wollte Werder auch Kay-Uwe Pittwehn im Sommer an die Weser holen.
Kay-Uwe: „Ich wollte nicht so weit von meinem Vater weg sein. Deshalb habe ich mich für Rostock entschieden. Ich habe es nicht bereut. Ich fühle mich sehr wohl hier.“
Trainer Thomas Finck hatte ihn schon bei den Nordostdeutschen Meisterschaften 2004 in Leipzig auf dem Zettel.
Kay-Uwe Pittwehns größter Wunsch: Ein Job für seinen Papa und eine Lehre als Kaufmann für sich.
Einstweilen teilt Kay-Uwe Pittwehn das Internatszimmer mit Nico Duszynski und besucht die 10. Klasse der Schützschule.
Das sportliche Ziel: Fußball-Profi. „So viel wie bei Hansa habe ich noch nie trainiert. Aber ich merke, es geht vorwärts mit mir…“
 

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